Hi,
Die gute alte TAG vs LAG style Frage kommt immer mal wieder vor, bestimmte Grundaussagen sind ja bekannt. Mit einem soliden TAG style ist man sicher guter winner und auf Druck aufloosen endet meistens übel. Wenn jemand ein guter LAG ist macht er sicher mehr Winnings als ein TAG dafür muss er allerdings in marginalen Postflop spots zurecht kommen, d.h es setzt voraus jemand ist ein sehr guter Handreader und hat ein gutes Gefühl für equity und ranges.
Deshalb ist die Grundform die zumindest auf ps.de propagiert wird "Erlerne erstmal nen soliden TAG style und loose dann langsam auf, da auf den micro/lowstakes sogar viele bis in die highstakes mit dem TAG style solide winner sind". Allerdings "muss" ps.de dies auch machen, da sie sich auf die Masse konzentrieren und die meisten Anfänger ergebnisorientiert sind und nicht longterm denken, und außerdem ps.de ihre Rakeslaven nicht verlieren will, d.h lieber nitty massgrinder als LAG losingplayer die schnell aufhören zu spielen
Die Frage ist wieso nicht auch als "Beginner" loose spielen und somit in ekelhafte spots kommen aus denen man allerdings viel lernt. Um so öfter man in marginale spots kommt desto mehr wird man gezwungen über sein Spiel nachzudenken und man lernt viel mehr und schneller mit dem Preis am Anfang sicher Lehrgeld zu bezahlen und viele Fehler zu machen. Allerdings hält sich dieses Lehrgeld rein monetär gesehen in Grenzen. Eine solche Empfehlung findet man oft auf DC, BFP etc...
Oft hört man ja auch LAG style auf den micros/lowstakes bringt es nicht weil die Gegner sowieso nicht folden, aber zu einem LAG style gehört ja nicht nur rumzuballern sondern die Gegner in marginale spots bringen wo sie überfordert sind und Fehler machen. Deshalb werden ja auch viele -EV plays durch den Postflop EV zu +EV moves, da die Gegner nicht richtig adapten und viel mehr Fehler machen, d.h zu loose downcallen oder in den falschen spots broke gehen etc.
Ich will damit gar nicht sagen dass ein "TAG" nicht outofthebox denken kann oder sich sicke postflop skills aneignen kann, selbst über das Spiel nachdenken und es verstehen ist ja für jeden eine essentielle Komponente. Allerdings wird man meiner Meinung nach wenn man looser spielt schneller dazu "gezwungen" es zu machen.
Viele Spieler kommen mit ihrem 08/15 style irgendwann auf den low/midstakes an und haben nie wirklich gelernt "outofthebox" zu denken sondern einfach lines/Konzepte die sie in videos or Artikel gelesen haben "nachspielen" und scheitern.
Was meint ihr dazu?