Original von FjodorM
daß KK23ss eine Monsterhand ist bestreitet ja keiner, weil man meist gut dasteht egal ob ein A kommt. Das ist allerdings etwa dasselbe Argument wie in Holdem mit A4 broke zu gehen weil man es mit AK auch tut.
Und 11-12% Equity reichen nicht automatisch zum callen, erstens besteht ein großer Teil der Equity mit deiner Hand darin, River zu hitten die wir überhaupt nicht sehen weil wir am Turn folden müssen und außerdem haben wir mit unserer Hand reverse implieds, weil wir fast keine Karte hitten können auf die wir unbesorgt raisen, aber mit 2 pair oder trips immer schön ausbezahlen wenn er AA hält.
also mit 2pair calle ich das nicht runter.
ich calle den flop um am turn nen spade, club, K oder 9 zu sehen. dafür reicht die equity und nur dann spielt man weiter.
Da wir sowieso meistens runner runner brauchen callen wir am turn eh nur noch, wenn sich unsere equity deutlich erhöht hat.
Er sollte in diesem Spot nicht häufiger als in 50% der fälle AA halten, weil er auch starke A2** Hände reraisen wird, sowas wie A2KQss oder A23Kss und ähnliches. Auch 4 broadway hände sieht man öfters gereraist. ich weiß jetzt nicht, ob bei ner 3bet von 6,8% sowas drin ist, aber durchaus möglich. 3bet bedeutet in O8 ja nicht, dass das die top range ist, sondern dass man aus playbilitygründen reraist. diese hände haben ja auch ne gute equity und playability. und dagegen wäre ein fold katastrophal.
Aber mal ganz allgemein: Ich habe den eindruck, dass einige FLO8 SH spieler insgesamt am flop zu tight sind. Das sind vor allem die Leute, die vom fullring kommen. Mit der tighten Spielweise, mit der man nur auf die nuts wartet, kann man bei FLO8 SH vlt. ein wenig gewinnen, aber insgesamt geht man bei der agressiven Spielweise insgesamt zu grunde. Ich peale mittlerweile sehr oft den flop mit backdoors und sonst was, solange es genug karten gibt mit denen man 1. weiterspielen kann und 2. weiß wo man steht.
die Equityanalyse im Holdemmanager hat mir bei fast all diesen peals bisher recht gegeben. man gibt soviel equity auf, wenn man für 5-15% pot odds am flop foldet, nur weil man (noch) keinen starken draw hält.
Die Kunst besteht dann darin, den spots aus dem weg zu gehen, in denen man dominiert ist.