Ich halte es da auch so wie tomsnho. Diese line beinhaltet quasi, dass man je höher man kommt, umso mehr BIs zur Verfügung dafür haben muss, was neben der Tatsache, dass die Gegner immer besser werden und damit das risk of ruin bei gleichbleibender Anzahl an BIs steigt, auch unter folgendem Aspekt Sinn ergibt:
Der Nutzen des Gewinns für einen selber steigt nicht linear mit dem Gewinn, sondern es tritt ein Sättigungseffekt ein. Ergo wird es immer weniger lukrativ, weiter aufzusteigen, je höher man kommt.
Bsp.:
- man hat 5000 € durch Poker gewonnen und betrachtet dies als sehr netten Gewinn, durch den man etwas großzügiger planen kann.
- hat man 50 000 € durch Poker gewonnen, sieht die Lage deutlich besser aus, die 50 000 € fühlen sich aber vom Nutzen her nicht an wie 10 * 5000 €, sondern eher nur wie 6-8 * 5000 € (dies kann für jeden unterschiedlich sein, wenn man z.B. bereits Millionär ist, sind 50 000€ tatsächlich 10 * 5000 €).
- hat man eine halbe Million gewonnen, so ist dies ein weiterer großer Sprung, aber wieder liegt der Faktor gegenüber 50 000 € unter 10, für manch einen bei 4, für jemand anderen bei 7, für den Multimillionär bei 10.
-> im Alltag kann man auch bei 50 000 € bereits das Gefühl haben, sich (von extremen Luxusartikeln abgesehen) alles leisten zu können
- bei 5 Mio Gewinn wird der Faktor gegenüber einer halben Mio wieder etwas geringer ausfallen als bei den Sprüngen darunter, denn eine halbe Mio ist für praktisch jeden eine enorme menge Geld.
- oberhalb von 5 Mio macht es für die allermeisten nun wirklich keinen großen Unterschied mehr, wenn hier noch weitere Gewinne hinzukommen, der Nutzenfaktor von 50 Mio gegenüber 5 Mio liegt vielleicht nur noch bei 2 oder gar darunter.
Etwas anders sieht es natürlich aus, wenn man beispielsweise plant, Geld nicht für sich selber zu verwenden, sondern beispielsweise später mal zu spenden (ich habe das z.B. vor). Hier ist es durchaus sehr erstrebenswert, die Limits weiter aufzusteigen, denn mit 2 Mio kann man nunmal doppelt so viel Gutes tun wie mit 1 Mio.