Hallo,
mir wurde beim Zivildienst von meinem Kollegen 500 Euro vor 2 Monaten geklaut, konnte es ihm halt nicht beweisen und er hats abgestritten.
Heute habe ich nochmal ein gefülltes Portemonnaie als Köder ausgelegt und eine Kamera im Bücherregal versteckt.
Resultat: Er hat wieder geklaut und man sieht alles perfekt.
Stellvertretender Chef meinte: "Ihr müsst beide mit ner Versetzung rechnen, ich wegen unerlaubter Spionage und er wegen Diebstahl".
Da mich der richtige Chef nach dem ersten Diebstahl als spielsüchtigen Irren deklarierte, der am Wochenende mal eben im Casino seinen gesamten Zivilohn verprasst und sich dann einbildet, dass es geklaut wurde, werde ich ihn vermutlich nun vom Gegenteil überzeugen können.
Der Tatbestand, der mir vorgeworfen wird, muss meiner Meinung nach relativiert werden. Einerseits bestand ein sehr konkreter Verdacht aufgrund des ersten Diebstahls und zweitens wurde mein Kollege nicht über mehrere Stunden/Tage/Wochen beobachtet, sondern nur in einem Zeitraum von 25 Minuten, in denen er vllt. 15 Sekunden zu sehen ist.
Lohnt es sich das ganze vor Gericht zu bringen oder muss ich dann selbst mit ner Gegenklage rechnen? Kann man wegen der Spionage einen Eintrag kriegen? Das wär natürlich ne Katastrophe....
Ich denke mal letztendlich muss der Chef sich entscheiden zwischen Menschlichkeit und Bürokratie.

