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Broke!- Und dann?
 
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Broke!- Und dann?

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josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Möchte hier mal ein Thema aufgreifen, dass mich schon länger interessiert. Man liest oder hört ja öfter von Highstakesspielern und Profis, das sie schon einmal broke waren vielleicht sogar schon öfters. Nun hab ich mich gefragt wie man es im Leben zwei- oder sogar mehrmals schafft sich wieder hochzugrinden. Die Frage stelle ich mir schon länger und grad wurde Philip Gruissem im Cashkings TV auch diese Frage gestellt. Angeblich war er sogar schon 4-5 x broke.
Er hat auch gleich die Frage beantwortet, aber ich kann das so irgendwie nicht glauben: Bisher hat er sich immer für ein großes Turnier staken lassen und, falls man da casht hat man ja wieder ein bisschen was mit dem man kleinere Turniere wieder selbst spielen könne. Online wie auch live.
Soweit so gut, aber wenn man sich staken lässt hat man erstens ja auch nicht grad die Welt über, sofern man überhaupt ins Geld kommt. Dann liest man überall, das Poker immer tougher wird, auf den Onlineseiten schlagen sich die Regs um die weniger werdenden Fische aber für die Spieler scheint es kein Problem zu sein sich einfach wieder hochzugrinden und nebenbei wahrscheinlich auch noch entweder zu arbeiten oder sich für den Lebensunterhalt was auszucashen. Und das gleich mehrmals im Leben, wo es den meisten nicht mal einmal gelingt.
Oder sind das wirklich die Superpokerbrains? Und wenn ja, warum gehen sie dann so oft broke?
Wie schaffen die es immer wieder auf die Beine zu kommen?


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17 Antworten

Bist du broke? :coolface:


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Ich bin broke. Hab auf NL2 mir 30$ ergrindet in knapp 8000 Händen und habe innerhalb von 2 Tagen 28$ wieder verloren. Das wars für mich. Ich höre auf. Zeitaufwand und Nutzen steht in keinem Verhältnis (für mich)

Original von SanWogi
Ich weiß nur von mir, wenn ich irgendwas erzwingen will durch mehr Spielen oder mehr Theorie, bin ich am Tisch nicht voll leistungsfähig, sondern das Spiel wird schnell verkrampft und unsicher. Es muss eine gewisse Selbstsicherheit, Lockerheit und Gleichmut im Spiel sein, und dass ich von mir selbst den Eindruck habe, dass ich intuitiv weiß, was ich tue und warum. Dann ist es völlig egal, ob ich gute Hände bekomme oder wie viele Suckouts ich kassiere. Nichts davon ist von Bedeutung, nur die nächste Entscheidung, die ich treffe. Das nennt man bekanntlich Flow. Dahin zu kommen, darum drehen sich ja viele Mindsetvideos und -Artikel. Wenn ich mich aber mit Ergebnisdruck, Angst oder düsterer Vorahnung an den Tisch setze, wird es keinen Flow geben und demzufolge auch kein A-Game möglich sein.


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Coach
mnl1337
Beigetreten: 14.01.2008

Kann mir nur vorstellen mit sehr aggro BRM. Wieso auch sonst geht man 5 mal broke.


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Joff345
Beigetreten: 11.12.2014

Original von josch2001
Oder sind das wirklich die Superpokerbrains? Und wenn ja, warum gehen sie dann so oft broke?
Wie schaffen die es immer wieder auf die Beine zu kommen?

Dumm sind sie jedenfalls bestimmt nicht.

Ich würde mal davon ausgehen, dass sie wegen ihren Erfolgen teilweise nicht mehr hart genug an ihrem Spiel arbeiten oder auch einfach neue Gegner kommen auf die sie sich erstmal einstellen müssen. Wenn dann auch noch die Varianz zuschlägt, auf die man ja viele Fehler schieben kann, kann es schnell steil bergab gehen.
Und wenn sie broke sind, merken sie, dass sie was an ihrem Spiel ändern müssen und haben sowohl die Motivation dafür als auch die Erfahrung, sodass sie wissen was sie ändern müssen und wie sie das erreichen können.


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10playmaker10
Beigetreten: 05.11.2011

was heißt den schon broke?grade das ganze um die games herum,viele kontakte usw da ist noch soviel geld drin das diese leute eh immer per staking wieder starten können oder sich einfach geld leihen auch für die höchsten limits,für einen spieelr der 1 2 3 jahre auf nl100 gespielt hat ist es sicherlich kein problem auch wenn er 0$ hat dieses limit dann wieder zu spielen so ist es den halt auch auf höheren limits,mir hat mal einer gesagt wenn du nl5k schlägst können oder kann ich dich auch für nl5k staken und hierbei ging es nur um eine nl50 sache.

und ist der weg den so weit weg von 50$ oder 100$ tunieren zu 500$ tunieren ?oder von nl100 zu nl1k$?das sind doch auch nur 2 3 4 limits unterschied,meiner meinung nach ist es aber im cg schwerer aufzusteigen aber das ist ja nicht das thema


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Ich würde erstmal live und online unterscheiden. Bei den Live-Games wird mit einem viel geringeren BRM gespielt und entsprechend auch mehr Risiko eingegangen bei den "richtigen" Turnieren/Spots. Wenn das dann schief geht ist man eben broke und es kommt jemand der weiß, dass man +EV spielt und die Geschichte beginnt wieder von Neuem.

Brauchst also nur jemanden der an dich glaubt und/oder geldgierig ist. :f_cool:


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Mati312
Beigetreten: 27.04.2010

Habe mich das auch schon paarmal gefragt, im unternehmerischen Bereich ist das teilweise ja noch krasser.

Erstens glaube ich dass hier ein Survivorship-Bias aktiv ist, und man die Fälle von erfolgreichen Leuten die abstürzen, und es nicht wieder nach oben schaffen einfach nicht wahrnimmt, und dann denkt dass das jeder kann.

Dennoch glaube ich, dass viele es schaffen, wenn sie denn Mindset-mäßig dazu in der Lage sind. Wenn auch vielleicht nicht zum alten Level hin, aber zumindest dass sie sich wieder erfangen. Gründe u.a.:

a) Man hat die Erfahrung und Skills ja immer noch, und kann diese weiter anwenden (wenn auch auf niedrigeren Levels, aber gerade da sollte man dann mehr Erfolg haben). Auch wenn man jetzt zB. sagt Poker is Dead kann man da einige Skills trotzdem noch woanders hin übertragen.
b) Man hat in der Regel ein Kontakt-Netzwerk, welches Opportunitäten ermöglicht (zB. Staking)
c) Gewisse Einstellungen und Verhaltensmuster die weiter bestehen, wie etwa Obsession an der Sache entwickeln und sich richtig reinhängen

Vorraussetzung ist aber wohl dass man wirklich gut ist und nicht nur mal eben nen MTT Ship oder PLO Heater hatte. Und zu der Frage warum gute Leute Busto gehen - eingehen zu hoher Risiken und/oder schlechte Phase in die man geraten ist.


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alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

entscheidender faktor ist halt imo mehr das zur verfügung stehende kapital und weniger ob broke oder nicht broke.


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josch2001 Themenstarter
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Sprich Staking, oder wie darf man das verstehen?
Sind ja schon ein paar gute Ansätze dabei:
-aggressives BRM
-man hört nichts von denen, bei denen es schiefging (imo wohl das wahrscheinlichste)

Beim Staking verstehe ich halt nicht so richtig wie das läuft. Verkaufen die dann alle Anteile und kriegen dann trotzdem Gewinnbeteiligung im Erfolgsfall? Wenn sie selber Anteile halten braucht das ja auch Kapital. 10% von 5 oder 10k ist ja auch ne Menge wenn man broke ist. Dazu noch Reisekosten und Kosten für Hotel usw. und es muss ja mehr oder weniger beim 1. Mal klappen.
Was ich noch für möglich halte: Broke ist bei solchen Spielern vielleicht auch wenn sie noch 10 oder 20k haben.


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daumi
Beigetreten: 23.10.2007

10k *1,4 MU was von der Höhe live ja garnicht so unüblich ist
macht dann 40% Eigenanteil ohne Berücksichtigung der Reisekosten


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Wenn Gruissem broke ist, dann ist das was anderes als bei einem NL2 Spieler. Der ist dann nicht auf 0, sondern bei 20k o.ä.

Die ganze German SuperhighrollerMTT Bande spielt ja auch aus einer Stakingtasche. Das hat McDonald bei Redit mal geschrieben. Es gibt im Prinzip 2 "Mannschaften". Die Dough Polk&Co Stakinggruppe und die deutsche Gruppe. Und die sind dann untereinander noch irgendwie alle verswapped. Und dann haben da wahrscheinlich noch so Leute wie Ragen und Leon mit ganz tiefen Taschen ihre Finger im Spiel. So lange da nur irgendwer was shipped, geht da keiner broke.

Das entscheidende sind wohl die Kontakte. Kennst Du Leute mit tiefen Taschen (oder gar ein Stakingnetzwerk), dann bekommst Du viel einfacher ein Staking.


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Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005

Geht halt im wesentlichen um Skill und Kontakte zu Leuten mit Geld.

Wenn du z.B. den Skill hast NL400 zu schlagen und Leute kennst, die dich persönlich gut kennen (dir vertrauen) + deinen Skill gut einschätzen können, wirst du halt auch immer ein Staking für NL400 bekommen. Somit kannst du halt eigentlich immer NL400 spielen und brauchst theoretisch auch keine PokerBR, weil du auch immer staked spielen könntest (habe ich auch schon Leute kennengelernt). In der Regel wirst du auch bessere Konditionen als hier im Forum bekommen, weil halt die 2 größten Risiken (dass du mit dem Geld abhaust oder doch nicht Winningplayer bist) viel besser von den Stakern eingeschätzt werden können und somit ihr Risiko sinkt und somit sie bereit sind bessere Cuts zu machen.

Gibt halt doch auch einige Leute, die die Bankroll hätten hohe Limits zu spielen, aber nicht den Skill. Von denen liegt halt ein Teil der Bankroll dann brach und daher sind die eigentlich immer auf der suche nach Stakees.

-----

Auch gute Leute können broke gehen, hat halt nichts mit dem Pokerskill am Tisch zu tun. Falsche Risikoeinschätzung oder einfach ein zu hoher Lebensstandard sind halt oft die Punkte.


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Hey josch,
Habe im Thread: "Heute noch mit online poker anfangen" gepostet.
Das erklärt eigentlich die Antwort zu Deiner Frage.
Live ist es simpel. Man arbeitet kurz und crushed dann nl400 indem man sich mit 100€ an den Tisch setzt.
Ich habe das mehrfach gemacht. Mich hat mal einer angesprochen, der etwas heller im Kopf war. Er meinte so was wie:"Alter wie machst Du das? Du sitzt hier jeden Abend mit 100€ und wenn Du aufstehst, hast Du einen Berg über 1K vor Dir." ^^
Natürlich muss man etwas besser runnen, aber nur etwas besser. Du spielst sss, dann mss und bs Strategie. Solid nach Harrington cashgame und Charts reicht live für nl400 und 1K locker aus.
Live geht das. Online wird die Aktion von den Anbieter gebreakevent! Das sieht man wenn man low stackes spielt, wo die Spieler immer noch extrem schlecht sind.
Auch hier Absatz rauseditert. Nächstes Mal wird es sanktioniert. - buschips


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Warum setzt Du dich nur mit 100€ an den Tisch, wenn Du doch 160k auf der Bank hast. Angst?


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Original von limpinbarney
Warum setzt Du dich nur mit 100€ an den Tisch, wenn Du doch 160k auf der Bank hast. Angst?

Habe keine 160K auf der Bank. Ich bin in meiner Karriere mehrfach broke gegangen. Wobei ich kaum verloren habe. Sondern die Gewinne in bestimmten Phasen die Kosten nicht mehr decken konnten.
Spiele seit 08. das sind 7 Jahre. 160K /7 macht 22K pro Jahr. Das noch in Dollar, also musst Du noch was abziehen.
von 20K€ mim Jahr leben ist schwer.

PS. Wäre online fair, müsste ich wahrscheinlich nix mehr machen als faul rumliegen.


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Ich glaube bei ihm ist das auch eher der Fall. Ne Freundin beschwert sich auch immer das sie "pleite" ist. Obwohl sie 2K hier und 5K da liegen hast. Pleite heißt für mich. Portemonnai ist leer und ich habe kaum was zu essen im Kühlschrank, bin also auf finanzielle Hilfe angewisen. Broke im Poker ist für mich, dass die Bankroll = 0 € ist. Konten ebenfalls Null.
Glaube viele spielen sich nur auf, um der Aufmerksamkeit wegen. Guissem hat mit Sicherheit n gutes BRM. Er schämt sich nur mit 50K Bankroll an die nl1K Tische zu gehen ^^


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Edit by buschips - Spam entfernt.


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