Mir ist der folgende Gedanke gekommen und ich würde eure ernsthafte Meinung dazu hören (ich weiss, einige ironische Kommentare lassen sich hier nicht vermeiden...)
Wenn über Entscheidungen in Turnieren (nicht nur da) nachgedacht wird, orientiert man sich meist an der Statistik, den Odds usw. . Das sind jedoch alles Faktoren, die auf der Annahme basieren, dass ich häufig spiele, immer wieder in die gleiche Situation komme und dann ev. +EV bin.
Habe ich die korrekten Odds oder bin gar Favorit, dann war meine Entscheidung richtig, usw., denn auf Dauer....
Doch was ist, wenn es darum ginge, nur noch ein einziges Turnier zu spielen, beispielsweise das ME bei der WOSP, und dann nie wieder Poker.
Würdet Ihr, und wenn ja, wie, die Strategie für ein solches Turnier maßgeblich ändern? Oder einfach so spielen, wie jedes Turnier auch?
Eine solche Situation kann manchem utopisch erscheinen. Doch für mich ist sie damit vergleichbar, wenn ich als jemand ohne viel Geld mich zufällig über Satelites für ein großes Turnier qualifiziere und für mich ansonsten für die nächste Zukunft keine Aussichten bestehen, weitere solche Turniere zu spielen.
Wie auch immer. Wenn ich mein letztes Turnier überhaupt spiele, bringt es mir wenig, wenn ich als 60:40 Favorit in ein Pot all-in gehe, wo ich z.B. nur 40% der Potgröße bringen muss und somit mathematisch korrekt liege. Wenn ich rausfliege, werde ich keine Gelegenheit mehr haben, von diesem "korrekten" Spiel zu profitieren.
Daher meine Frage, ob Ihr für eine solche Situation eure Risiko-Grenzen hochschrauben und die Strategie ändern würdet. Wenn ja, dann konkret wie?