Eine Variante fehlt hier noch:
Pot Limit Omaha
Ist das ein sachlicher Beitrag? ♦
Original von Playmo4ever
Eine Variante fehlt hier noch:Pot Limit Omaha
Ist das ein sachlicher Beitrag? ♦
ja - aber das wird schon so sehr komplex, weshalb wir andere Pokervarianten und Unterspielvarianten (SSS, etc) ausgeklammert haben
- georg
Original von D4niD4nsen
... Ich hab auch vor einiger Zeit FL gespielt auf FL1000 ...
Welches Limit meinst du genau? 20/40? Da wäre der Standard-Buyin mit 25 BB 1000.
Ich habe FL und NL schon ernsthaft gespielt (5/10 und NL200), und hab eine eindeutige Meinung gewonnen.
Als Hobbyspieler, für den Pokern wirklich nur ein Hobby ist, kann man mit NL deutlich mehr Geld gewinnen, mit deutlich weniger swings. Die Fehler deiner Gegner sind bei NL deutlich teurer, und wenn du zweimal dein set triffst Samstagabends, gehst du break-even raus, auch wenn du 5mal mit TP gerivert worden bist.
FL ist für (semi-)professionelle Spieler mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten dagegen deutlich interessanter, weil hier auf den high-stakes wohl auch deutlich mehr zu verdienen ist. Man spielt so viele Hände zum SD, dass man sein Spiel durch Analyse deutlich besser optimieren kann, die Informationen sind also deutlich kompletter als bei NL. Das macht FL online!! für die sehr ambitionierten Spieler deutlich interessanter als NL in meinen Augen.
der große Nachteil von SNGs ist in meinen Augen, dass der rake auf den hohen Limits nicht deutlich sinkt, aber ich hab keine Ahnung wie fischig das ganze ist.
Original von NoSekiller
FL:+ interessant, weil man wirklich jede Street spielt
+ interessant, weil sich sehr viele Hintergründe mathematisch analysieren und/oder belegen lassen
+ man spielt verhältnismäßig viele Hände und sieht viele Showdons~ da man beim FL nicht in einer Hand seinen ganzen Stack verlieren kann, ist das Tiltrisiko durch einen BadBeat deutlich kleiner. Es kann aber auch sehr ätzend sein, wenn ständig von den Fishen runtergecallt und dann geriverd wird.
Welche Art der Tiltgefahr jetzt für einen relevanter ist, muss jeder für sich entscheiden, darum weder + noch -- sehr swingig, weil man verhältnismäßig extrem schlecht protecten kann (was ist eigentl. swingiger? SNGs oder FL?)
- kein "Nervenkitzel" oder "Adrenalinstoß" mit All-ins
- teilweise wenig los auf höheren Limits und kleineren Anbietern
NL BSS SH
+ viele Fische
+ es ist so geil die zu stacken
+ im Vergleich zu FL weniger Swings
+ relativ größter Edge für kompetente Spieler gegnüber Fischen
- tilte manchmal wenn ich mehrfach hintereinander vom selben Fisch badbeatet werde
SNGs
+ mathematisch klare Entscheidungen durch ICM
+ deshalb tilte ich nicht in SNGs, man kann die Entscheidungen genau berechnen, Cashgame muss man viel mehr gegnerabhängig spielen
+ I like bubble abuse
- relativ geringer ROI
NL SSS
- suckt halt
FL - wie schon geschrieben viel mehr Aktion
Unter dem Aspekt des Live Spiels, also an nur einem Tisch, ist FL unschlagbar. Beim NL sitzt man den ganzen Abend am Tisch und wartet
auf gute Gelegenheiten. Bei FL ist dann halt Aktion am Tisch.
Original von Nani74
Fixed Limit hat Stil, NL nicht.
FL hat ungefähr soviel stil wie matheleistungskurs
NL ist dann mehr ein abend in der disco
naja wenn ich einige Beiträge hier so lese bin ich doch sehr gespannt auf die sachliche Diskussion am Mittwoch Abend.
also ich habe schon alles gespielt und kann mich dauerhaft nur für fl sh motivieren!!ich sehe fl als das anspruchsvollere spiel an was vllt viele auch abschreckt!! bei sngs ist meineserachtens der nachteil das man nicht "mit history" spielen kann, sprich den gegner nicht nach nem verlust ausnehmen kann da man ihn besser readen kann!! der vergleich mit der disko bei nl war sehr treffend!!!
ich habe alle drei varianten gespielt, FL bis 2/4 SH, SNGs bis 55er und momentan NL200 SH
FL hat mir nach am ende einfach keinen spaß mehr gemacht, ich halte es für ein ziemlich trockenes thema. in den höheren ebenen ist es wirklich wie matheunterricht, es geht hauptsächlich um equity-analysen und handranges. wem sowas spaß macht, der ist bei FL sicher gut aufgehoben.
SnGs sind zu 90% ICM, zumindest die Speeds. auch da geht es wieder um ranges und equity, aber nicht wirklich um komplexe entscheidungen oder postflop-poker. in der early-phase sind SnGs fast wie NL cash games, aber auch da etwas vereinfacht, da die stacks kleiner sind. auch das hat mich am endew gelangweilt und ich bin zu NL gewechselt.
SSS habe ich nie gespielt, aber es müßte den SnGs ähneln. mit 20BB geht es halt hauptsächlich um preflop und flop-entscheidungen, auch in höheren limits ändert sich das nicht. man stealt zwar und restealt, aber turn und river sind trotzdem fast komplett ausgeklammert. dafür hat man halt den generellen vorteil gegen bigstacks, aber das beeinflußt für mich halt nicht den spaß am spiel.
daher spiele ich jetzt NL cash games und mir gefällt es deutlich besser als die anderen varianten. es ist nicht schwerer als FL aber auch nicht leichter. es ist halt ein komplett anderes spiel. die entscheidungen haben größere konsequenzen als bei FL und sind schwerer als in SnGs. dafür werden kleine fehler nicht so hart bestraft wie bei FL. es geht halt darum, den gegner zu großen fehlern zu bringen.
bei FL muß ich in 1000 händen jeweils 0,1BB gewinnen, bei NL in einer 100BB. das macht dann auch den unterschiedlichen charakter der spiele aus, FL-Spieler sind immer auf der suche nach einer kleinen extra-edge, NL-Spieler suchen erstmal die großen leaks der gegner.
Original von NeuHier
Also ich hab alle drei Varianten probiert und verliere überall.Allerdings bei den SNGs am wenigsten.
zu geil
Original von Faustfan
ich habe alle drei varianten gespielt, FL bis 2/4 SH, SNGs bis 55er und momentan NL200 SHFL hat mir nach am ende einfach keinen spaß mehr gemacht, ich halte es für ein ziemlich trockenes thema. in den höheren ebenen ist es wirklich wie matheunterricht, es geht hauptsächlich um equity-analysen und handranges. wem sowas spaß macht, der ist bei FL sicher gut aufgehoben.
hm...irgendwas hast du dann aber falsch gemacht =P
FL macht man hauptsächlich beim Preflopspiel EQ-Analysen. Danach kann man die EQ teilweise zwar noch verwenden um gewisse Spielweisen zu beweisen/belegen (Stichwort: EQ-Calldown), aber beim Spielen selbst kann man es nur schwer anwenden. Da sind dann die Postflop-Entscheidungs-Skills gefragt
Mich würde mal das Verhältnis des Rakes zum Profit interssieren.
Da man z.B. bei den Midstakes in NL viele Hände Pflop spielt und entscheidet und bei FL häufig raked hands spielt.
Bezahlt man somit mehr BB/100 als bei NL ??
Ein Vergleich mit SNG fänd ich auch schön.
Zu diesem Thema gibt es eine sehr lesenswerte Artikelserie von Alan Shoonmaker (Autor von Psychology of Poker, Your Worst Poker Enemy und Your Best Poker Friend).
In diesem Teil geht er besonders auf die psychologischen Unterschiede und Anforderungen and die Spieler ein: Should You Switch to No-Limit Hold'em? Part II - The Critical Psychological Traits
Original von Tracoy
Zu diesem Thema gibt es eine sehr lesenswerte Artikelserie von Alan Shoonmaker (Autor von Psychology of Poker, Your Worst Poker Enemy und Your Best Poker Friend).In diesem Teil geht er besonders auf die psychologischen Unterschiede und Anforderungen and die Spieler ein: Should You Switch to No-Limit Hold'em? Part II - The Critical Psychological Traits
Er fokusiert sich hier aber stark auf das live-game.
Als ichs gelesen habe dachte ich, OGott und du spielst NL??
Habe lange Fixed Sh gespielt, ein paar SnG's und nun SSS
Fixed SH:
+ viele Hände
+ viel Aktion
+ sehr interessant durch komplexität
- hoher Rake
- sehr swingy
- geringe Edge gegen Fishe
- sehr schwer
SnG's:
+ Bankrolboost
+ auf den Lowstacks easy beatable
- wird schnell eintönig
- sehr hoher Rake
- sehr swingy
NL SSS
+ easy erfolgreich spielbar mit etwas Hirn
+ gut zum Bonustabeln mit Masstabling
+ akzeptabler Gewinn
= swings sind akzeptabel
- sehr eintönig
- hat wenig mit Pokern zu tun
NL BSS
+ mit Sicherheit die größte Edge gegen Fische
Wie im eingangspost schon geschrieben spiele ich seit einiger Zeit SSS udn wie ich finde auch mit gutem Ergebnis.
Bin aber der Meinung, das SSS nur zum BRB, Reads und Stats sammln und dient um später auf BSS umzusteigen. Beispiel NL100 SSS grinden (20$) und zeitgleich NL 20 mit BSS spielen.
Wobei ich aber mehr Lust habe mit etwas "Spielgeld" auf 5/10 Fixed Sh rumzudonken.
was mich vorallem interessiert sind die gewinnerwartungen bei vergleichbaren skill und spielaufwand -> also die true hourly win rate
wäre nett wenn jemand mit ner großen sampelsize in verschiedenen arten seine posten könnte
Original von D4niD4nsen
-> NL SH ist doch im groben die selbe OpenRaisingRange
-> NL SH ist viel komplexer gerade wegen den variablen Betsizes
die openraisingranges sind sehr verschieden imo. Mit suited connectors kann man in FL zB deutlich weniger anfangen als im NL -> implieds
Dafür ist es bei NL deutlich schlimmer wenn man mit ner dominierten Hand spielen muss.
und dass NL komplexer sei aufgrund der variablen betsizes kann nur jemand behaupten, der noch nie FL gespielt hat.
Man hat im NL ja schließlich auch seine standard betsizes und weicht sogut wie nie davon ab. Ob man jetzt 2BB mehr bettet oder nicht macht ja absolut keine Unterschied.
Für mich bleibt FL immernoch die "Königsdisziplin" und die am schwierigsten zu spielende. Wer wie ich zB an FL 3/6 scheitert, kann trotzdem noch ohne große Probleme bis auf NL200 kommen. Andersrum wär das sogut wie nicht machbar.
Braucht man sich nur mal anschauen wieviele ps.de FL highroller sich auch auf den NL highstakes durchsetzen können, wogegen es glaub nur lance ist der von NL kommt und beides wirklich gut spielen kann.
Also, NL ist langweiliger, aber für mich profitabler.