Original von tom2606
habe gerade mal einige rechenspiele gemacht.
und um es vorweg zu sagen, ich würde niemals auf die bescheuerte idee kommen duch pokern zu leben wenn ich damit nur genauso viel verdiene wie in meinem ersten berufsjahr.
aber trotzdem finde ich die rechnung ganz interessant, v.a. für leute die "nur" hauptschulabschluss haben etc.
diskussionen dieser art gibts schon zur genüge ich weiss, aber ich wollte das nochmal anstossen.
ich habe vor nem halben jahr mit HU SnG angefangen und dort selbst zu beginn schon locker ne hourly von 20$ zusammenbekommen.
also mit etwas fleiss und arbeit wird JEDER auf so ne hourly kommen wage ich mal zu behaupten.
gehe ich von nem 6 stunden tag aus und 5 tagen die woche komme ich dabei auf ein jahresgehalt vo 28800$ zu deutlich besseren arbeitsstunden.
rechne ich dort jetz meinen rakeback von FTP dazu bin ich bei ungefähr 33.000$
das sind momentan 27.000 €
wenn ich ein brutto gehalt von 45.000 € habe bleiben genau diese 27.000 € übrig.
klar, ich würde mich nicht auf poker versteifen wenn ich nicht weiss ob es profitabel, legal etc. bleibt, von sachen wie persönlichem druck und sozialen netzwerken ganz abgesehen.
schon garnicht wenn ich durch einige jahre berufsjahre ein vielfaches von dem verdienen kann.
aber wäre ich irgendjemand mit ner lehre der seine 25K pro jahr verdient (Brutto) und selbst nach 2-3 jahren ausm job wieder einsteigen könnte dann würd ichs probieren.
man ist doch dämlich sich 8-10 stunden der arsch abzurackern wenn man das gleiche auch auf der couch verdienen kann.
und die 20$ hourly halte ich ja für die unterste grenze die du wirklich ohne jeden grips schaffst.
eure meinung dazu?
was sagen diejenigen von euch die mit ihrem job wohl nie über ein brutto gehalt von 45k hinauskommen werden?
noch nie mit dem gedanken gespielt?
Vorab, ich bin selbst Akademiker.
Aber dieser Post trieft ja nur so von Unreife, Großkotzigkeit und sozialer Fehlbildung. Meine Fresse, es gibt so viele Leute, die ein finanziell sehr ausgewogenes und teilweise unabhängiges Leben führen, völlig egal welchen Schulabschluß sie erreicht haben. Ob es nun ein Schulabbrecher ist, der bei nem Bekannten ne KFZler Lehre gemacht hat und dann zu einem erfolgreichen Meister mit eigener Werkstatt geworden ist, oder ein Abiturient, der sich im Studium sämtliche Hirnzellen weggeballert hat und jetzt Briefe austrägt.
Btw das derzeitige durchschnittliche Jahreseinkommen eines Deutschen liegt weit unter den 45k€, die du hier erwähnst. Also solltest du mal andere Zahlen verwenden und dein verwöhntes und verzogenes Hirnchen mal etwas mit sozialer Kompetenz ausstatten.
Pokerpro zu sein ist ein ziemlich normaler Job, wenn man sein Mindset u nd sein Umfeld darauf abstimmt. Man kann auch mit Smallstakes (nich unter NL100) davon leben, aber man muß sich dann bewusst sein, dass es nich für die Ewigkeit ist. Um die Lücke dann im Lebenslauf zu füllen, muß jeder selbst was finden. Is aber mit Connections alles möglich. Auf der sicheren Seite ist man beim Pokern erst, wenn man (wie bereits erwähnt wurde) soviel monatlich verdient, dass man rund 50% davon für die BR verwenden kann (zB 4k€ fürs Leben + 4k€ für die Roll). Weil dann kann man auch soweit vorsorgen, dass man bei eventuell auftretenden Legalitätsproblemen erstmal ein Polster hat, bis man sich neu orientiert.
Aber, was viele und v.a. OP hier vergessen, ist, dass man mit Poker relativ schnell und einfach auch zu solchen Summen gelangen kann, die über Jahre und für manchen auch für ein ganzes Leben reichen. Wenn man die Disziplin, aber natürlich auch Talent besitzt, um die Midstakes auf Dauer zu schlagen, gibt es genug Beispiele für Leute, die nie mehr für 45k€ im Jahr die Finger krum machen. Das sollte man nicht vergessen und dieser Chance einen Versuch zu widmen, finde ich persönlich nicht verwerflich.