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[Geschlossen] Krankenversicherun Als Pro

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Original von Menace78
Das ist falsch. Poker wird gesetzlich als reines Glücksspiel betrachtet. Sobald Steuern für Gewinne aus Pokerspielen gezahlt werden müssen, würde gesetzlich eingeräumt werden, dass es sich um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, was dann wiederum dazu führen würde, dass Poker Cashgames legal in der Öffentlichkeit abgehalten werden dürften.

Per Definition handelt es sich bei Kartenspiele um Glücksspiele, wenn ein Rest Karten aus dem Deck während des Spiels nicht ausgeteilt wird.

1. Fall – Legales Pokern als Freizeitbeschäftigung

Einnahmen aus legalen Glücksspielen betreffen die private Vermögensebene und sind damit steuerfrei.

Auch Poker ist in den Augen der deutschen Justiz ein Glücksspiel, genauso wie Lotto und sämtliche Casinospiele (Roulette, Blackjack etc.). Steuerlich ist dies ein Vorteil, da damit alle Gewinne aus Casinos und Pokerspielen im ersten Schritt erst mal steuerfrei sind. Das gilt auch für einen Millionengewinn in Las Vegas!

Die aus den Gewinnen resultierenden Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden usw.) unterliegen dagegen schon der Besteuerung. Werden Gewinne also angelegt, müssen die Erträge in der Steuererklärung angegeben werden.

Gelegentliche Homegames, auch wenn um Geld gespielt wird, sind übrigens legal, wenn diese in geschlossener Gesellschaft und nicht gewohnheitsmäßig stattfinden (§§ 284, 285 StGB).

Da also Gewinne aus legalem Gelegenheitsspiel nicht versteuert werden müssen, können im Gegenzug auch keine Verluste, Reisekosten, Übernachtungen und sonstige im Rahmen des Spieles entstandenen Kosten von der Steuer abgesetzt werden.

2. Fall – Legales Pokern als Profi

Ein Profispieler erzielt gewerbliche Einkünfte nach § 15 EstG (Einkommenssteuergesetz) und muss diese versteuern. Dies hat das Bundesfinanzgericht in zwei Entscheidungen geklärt (BFH XI R 48/91; BFH/NV 94,622). Entschieden wurde ein Fall, dass ein Kartenspieler täglich sechs Stunden spielte und dabei einen Reingewinn in Höhe von €1.500 erzielt hat. Dieser war nach Auffassung des Gerichts zu versteuern.

Die Abgrenzung zwischen Freizeitspieler und Profi wird in der Praxis dadurch vorgenommen, ob der Großteil der Arbeitszeit mit Pokern verbracht wird, ob noch andere Einkünfte erzielt werden und ob eine ernsthafte Gewinnabsicht verfolgt wird. Die Höhe der Steuer wird an den tatsächlichen Einnahmen festgemacht, also abzüglich aller in diesem Rahmen erfolgten Aufwendungen (Turnier-Buy-ins, Verluste etc.). Ein Profispieler sollte daher alle Ausgaben sehr detailliert aufzeichnen und sich diese eventuell auch von Mitspielern bestätigen lassen.

3. Fall – Illegales Pokern

Die bisherige Rechtsmeinung ist, dass Einnahmen aus illegalem Glückspiel ebenfalls nur dann steuerpflichtig sind, wenn das Pokern regelmäßig als gewerbliche Tätigkeit einzustufen ist. Wird also der Großteil des Lebensunterhaltes durch z. B. Onlinepoker finanziert, so ist der Gewinn steuerpflichtig. Auch hier können dann aber Verluste steuerlich geltend gemacht werden, sofern diese nachweisbar sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass allein die Teilnahme am Onlinepoker noch nicht zu einer Steuerpflicht führt, wenn nur unregelmäßig und nicht im gewerblichen Sinne gespielt wird. Das hat aber keinen Einfluss auf die Strafbarkeit von Onlinepoker!

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass ein Gewinn aus der Teilnahme an Liveturnieren, Live-Cashgames und Onlinepoker nur dann versteuert werden muss, wenn der Spieler hauptberuflich Poker spielt, unabhängig davon, ob dieser Gewinn legal oder illegal erzielt wurde.

Siehe hier:


kauai
Beigetreten: 15.06.2006
Oldschool Grinder

Original von Kahless
kann man sich nicht auch einfach gar nicht krankenversichern? ich werde zum beispiel nie krank, da würde sich das für mich gar nicht lohnen.

schon ziemlich kurzsichtig oder? also ich würd lieber an 'ner anderen Stelle sparen als an der Gesundheit.


Wustenfuchs
Beigetreten: 06.10.2006
Oldschool Grinder

Man bekommt den günstigen Studentententarif aber nur bis zum 30 Lebensjahr oder maximal bis zum 14 Fachsemester!


FrankCastle
Beigetreten: 03.06.2006
Oldschool Grinder

Bin freiwillig bei der AoK Versichert. Die wollen jetztl meinen Beitrag festlegen. Dafür gibts hier nen Wisch auf dem man alle Einkünfte auflisten soll. Muss ich hier Pokergewinne darlegen (die behaupten das zumindest, obwohl sie das ja nicht kontrollieren könnnen...)? Wird wenn ich das tue die Steuer aufmerksam auf mich? Kann ich das ganze umgehen? HELP!


BoneCS
Beigetreten: 14.10.2006
Elite Grinder

also die barmer kostet, wenn man keine einkünfte hat, monatlich 150€!!!!


Leraner
Beigetreten: 18.09.2006
Oldschool Grinder

Für junge gesunde Freiberufler lohnt es sehr sich privat zu versichern.

Aber VORSICHT, unbedingt genügend Angebote einholen und Vorteile und Nachteile der Angbote wie z.B. Zuzahlung , Leistungen , monatlicher Beitrag, Rückerstattung der Beiträge bei Gesundheit etc... analysieren, damit ihr das richtige findet!

*edit by Jim: siehe Forenregeln!*


FishermanAC
Beigetreten: 25.08.2006
PokerStrategist

Original von ThirstyToni

1. Fall – Legales Pokern als Freizeitbeschäftigung

Gelegentliche Homegames, auch wenn um Geld gespielt wird, sind übrigens legal, wenn diese in geschlossener Gesellschaft und nicht gewohnheitsmäßig stattfinden (§§ 284, 285 StGB).

Da also Gewinne aus legalem Gelegenheitsspiel nicht versteuert werden müssen, können im Gegenzug auch keine Verluste, Reisekosten, Übernachtungen und sonstige im Rahmen des Spieles entstandenen Kosten von der Steuer abgesetzt werden.

Du triffst in Deinem Beitrag eine Reihe von Falschaussagen. Es bringt nichts sich die augenblickliche Situation schön zu reden und andere dadurch zu verunsichern. Lies Dir bitte die von Dir genannten Paragraphen noch mal richtig durch.

Ich selber habe für die Justiz gearbeitet, bin allerdings kein Jurist. Ich würde sehr gerne auf ein anderes Forum verweisen wo ein Jurist die augenblickliche Situation perfekt darlegt. Er hat sich nicht nur mit Pokern beschäftigt sondern promoviert gerade in Steuerrecht.

Da ich hier allerdings keinen Link setzen kann bitte ich Dich oder Euch mal in Google nach Poker Institut zu suchen. Dort im Forum findet Ihr was Ihr gesucht habt. Einer der besten Threads die ich bisher zu dem Thema gelesen habe. Das was dort geschrieben wird spiegelt genau das wieder was mir der ein oder andere Richter bzw. Staatsanwalt zu dem Thema sagen konnten.

Dort wird bis hin zur Krankenversicherung alles abgedeckt was die augenblickliche Situation in Deutschland betrifft.

Ganz kurz und knapp:

Illegal, aber weder Politik noch Justiz interessiert sich augenblicklich dafür. Sollte der EuGH sich in Zukunft noch etwas mehr mit der Materie beschäftigen könnte eine Änderung des Staatsvertrages den Pokerspielern helfen. Bis dahin gilt allerdings das deutsche Gesetz und das sieht bisher weniger rosig aus.

Auch ich hoffe irgendwann auf den EuGH. Ich möchte schließlich gerne selber entscheiden wofür ich mein verdientes Geld ausgebe. Wenn es legal ist bin ich auch gerne bereit Steuern zu zahlen. Und das Thema Sucht sollte man dann anders bekämpfen als mit einem Verbot.

Am besten schaut Ihr es Euch einfach dort an. Er erklärt es besser und hat deutlich mehr Ahnung als ich.

Edit: Habe gerade erst diesen Beitrag gelesen. Gibt in etwa genau das wieder was auch in dem anderen Forum steht. Lag ich mit meinem Fazit wenigstens nicht ganz daneben.

Klick


timl79111
Beigetreten: 09.06.2006
PokerStrategist

Original von kauai

Original von Kahless
kann man sich nicht auch einfach gar nicht krankenversichern? ich werde zum beispiel nie krank, da würde sich das für mich gar nicht lohnen.

schon ziemlich kurzsichtig oder? also ich würd lieber an 'ner anderen Stelle sparen als an der Gesundheit.

das geht schon! jeder arzt behandelt dich, aber man wird anders behandelt (beim zahnarzt z.b. nur kostengünstige, meist nicht vernünftige lösungen).
wer ohne krankenversicherung da steht, wird schief angeschaut - zu recht: sollte mal etwas größeres anstehen, op am meniskus oder und und ... dann wird es sehr teuer und deine pokereinkünfte sollten schon sehr groß sein.
und als nächstes, wenn man mal ne längere zeit aus ner kv raus ist, ist es unheimlich schwierig dort wieder rein zu kommen.

an der gesundheit, wie kauai sagt, würde ich (auch nicht mehr) sparen!


VCRulez
Beigetreten: 21.06.2006
Oldschool Grinder

Original von Leraner
Für junge gesunde Freiberufler lohnt es sehr sich privat zu versichern.

Und wieso sollte ich mich privat versichern? Wie oben geschrieben kostet der Beitrag bei der Barmer z.B. 150€. Billiger wird eine private Versicherung sicher nicht sein oder?


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