hi @all,
stellt euch schon mal auf nen längeren Post ein, ihr könntet mir in meinem Werdegang aber sehr helfen bei ner guten Antwort
ich sehe momentan die vielen verschiedenen Pokervarianten und weiß einfach nicht, wohin mit meiner ganzen Zeit (hab gerade mein Abi gemacht). Ich will mich nicht auf eine Variante konzentrieren und mich damit ein halbes Jahr beschäftigen um dann festzustellen, dass das nix für mich ist und mit der nächsten Variante anfangen.
Kurz gesagt: Ich suche etwas, worauf ich meine Energie und meinen Lernwillen bündeln kann um mir damit Geld zu verdienen.
Mein Ziel: Ab Oktober (Semesterbeginn) regelmäßig Geld durch Pokern verdienen, um damit mein Studium zu finanzieren (hourly sollte mindestens 15$ betragen).
Voraussetzungen: Intelligenz, viel Freizeit (ich bin bereit, bis zu 40h/woche mit poker zu verbringen, ruhig auch 50% lernen und 50% spielen) und ein Grundverständnis für das Spiel, leider auch ein sehr verbesserungswürdiges Mindset (schleichender Tilt, keine Ausblendung des bisherigen Sessionergebnisses etc.)
Möglichkeit a: MTTs
Pro: Sehr hohe Fischdichte auf den Micros, habe auf eine Samplesize von 500 MTTs einen ROI von 60% und bin mir sicher, die Micro-MTTs dauerhaft schlagen zu können.
Contra: Sehr hoher Zeitaufwand/wenig Flexibilität, weshalb diese Variante eigentlich auch schon rausfällt (mit Ausnahme gelegentlicher MTT-Marathon-Sessions).
Möglichkeit b: SitnGos
Pro: Dauert kürzer als MTTs, außerdem habe ich die DoNs bzw. 50fifties bis zu 10$ ohne Hud und große Lernanstrengungen mit nem ROI von 8% geschlagen (SS:400), hourly ~6$ bisher
Contra: Normale Fullring/sixmax sitngos sind bisher gar nicht meine Welt und machen mir auch nicht sonderlich Spaß. Außerdem sind die Spots, besonders in DoNs fast immer die gleichen -->langweiliges grinden, wenig anspruchsvoll
Möglichkeit c: Cashgame
1. NLHE: Ich habe Mitte Januar angefangen, mich ernsthaft mit NLHE Cashgame zu beschäftigen, zunächst mit Fullring. Leider habe ich noch 2 Wochen Schule und konnte bisher noch nicht so viele Hände spielen.
Nach 5K Händen Fullring NL25 und 8bb/100 hat mich das langweilige, nittige rumgegurke getiltet und ich habe entschieden, mich mit Shorthanded Theorie zu beschäftigen. Hier habe ich seitdem 13K Hände mit 2bb/100 gespielt, wobei ich mindestens 3bb/100 durch tiltanfälligkeit verdonkt habe. Wenigstens ist Shorthanded wesentlich spannender als FR.
Kontra bei SH: Das Rake ist wesentlich höher und man kommt oft in schwierige Spots, die man als Anfänger (wie ich momentan) nicht so gut einschätzen kann. Ich weiß nicht, ob sich das auf Dauer durch die höhere Fishdichte wieder ausgleicht, oder ob doch in FR mehr Geld rauszuholen ist.
2. PLO/andere Varianten: PLO/Razz machen mir Spaß und ich fühle mich auch relativ wohl beim spielen und habe bereits ein ganz gutes Gefühl für diese Varianten. Dennoch habe ich mich weit weniger mit Theorie beschäftigt als in NLHE. Ich weiß nicht, ob hier mehr oder weniger rauszuholen ist als in NLHE.
FL/Stud sagen mir überhaupt nicht zu.
Mein Ziel ist es, innerhalb des nächsten halben Jahres mich eingehend mit EINER Spielvariante zu beschäftigen und es dort mindestens bis auf NL/PL/Razz100 bzw. 50$ BI bei SitnGos zu schaffen. Meine Bankroll beträgt derzeit ca. 2300$, also theoretisch schon genug für NL50 / 50$ SnG.
Ich hoffe, die konsultierte community kann mir bei meiner Entscheidung helfen
EDIT: Ich bin während dem Studium nicht zu 100% auf das Geld angewiesen, Varianz sollte also nicht die entscheidende Rolle spielen. Solange ich nicht regelmäßig 600$/Monat verdonke ist das alles nicht so schlimm.