mal wieder ne Reportage, recht kurzweilig aber auch nichts wirklich weltbewegendes.
Frage mich manchmal wie bescheuert TV Produktionen ablaufen müssen.
"So Boris, jetzt nimm mal das iPad und guck dir diese 10 Jahre alte Iveyhand an und dann sag sowas wie "boah voll der blöff" "
Leider lächerlich schlecht. Also versteht mich bitte nicht falsch, ist sicher interessant und unterhaltsam als Story, die mit Poker nichts anfangen können aber im Gesamtkontext betrachtet, fehlt mir da völlig die Aufarbeitung der rechtlichen Grundlagen, die in Deutschland so irrsinnig widersprüchlich sind. Da stellt sich der Sprecher der GdP hin und faselt was von Glücksspiel - ja bitte, lass es Glücksspiel sein aber Steuern sollen wir darauf trotzdem zahlen. Hä? Man sieht in diesem Beitrag, dass die Gesetzlage völlig inkongruent ist aber irgendwie spricht man das nicht an. Auch, dass die ach so tollen Steuereinnahmen durch eine gute Regulierung wesentlich höher ausfallen würden, fehlt komplett.
Da man die Fragen an den Polizisten weggelassen hat, ist überhaupt nicht ersichtlich, ob der sich überhaupt zu Poker geäussert hat. Es ist viel wahrscheinlicher, dass es dem um ganz andere Spiele ging, nämlich ganz allgemein um Glücksspiele. Es fällt wirklich sehr auf, dass dem Polizisten das Wort Poker kein einziges mal über die Lippen kam.
Für mich hatte das sehr starke Elemente von Kubrick, Nixon und der Mann im Mond. Das war eine brillante Mockumentary, in der gezeigt wurde, dass durch gezieltes Weglassen der Fragen und echte Antworten von echten, sehr bekannten Personen auf ganz andere Fragen ein völlig falscher Anschein erzeugt werden kann. Nur gab's da am Ende die Auflösung, was tatsächlich gemacht wurde.
Original von Quentin73
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS81ZmQ3YTMyZS05MTk5LTQ4NDQtOTgwZS04ODVhMTdjNmJlMWVfZ2FuemVTZW5kdW5n?fbclid=IwY2xjawHK4QVleHRuA2FlbQIxMQABHfE10c8LB1Z7t7OfkKg7WLudVjZ2uRBXnp7-1NO1sbchJR1DDnzwRP756A_aem_0BSpBQBvDg8hx6-Ff_aDegmal wieder ne Reportage, recht kurzweilig aber auch nichts wirklich weltbewegendes.
Halt der Klassiker:
Ein paar Spieler portraitiert.
Dann den Polizisten mit berufsbedingtem Wahrnehmungsbias - der erhobene Zeigefinger darf nicht fehlen.
Noch ein bisschen Frauenquote.
Aktuell widersprüchliche Rechtslage nicht erläutert.
Typisch dilletantisches Niveau vom ÖR (ein paar Perlen mal außen vor gelassen)
Original von aaaRt
Leider lächerlich schlecht. Also versteht mich bitte nicht falsch, ist sicher interessant und unterhaltsam als Story, die mit Poker nichts anfangen können aber im Gesamtkontext betrachtet, fehlt mir da völlig die Aufarbeitung der rechtlichen Grundlagen, die in Deutschland so irrsinnig widersprüchlich sind. Da stellt sich der Sprecher der GdP hin und faselt was von Glücksspiel - ja bitte, lass es Glücksspiel sein aber Steuern sollen wir darauf trotzdem zahlen. Hä? Man sieht in diesem Beitrag, dass die Gesetzlage völlig inkongruent ist aber irgendwie spricht man das nicht an. Auch, dass die ach so tollen Steuereinnahmen durch eine gute Regulierung wesentlich höher ausfallen würden, fehlt komplett.
der widerspruch interessiert halt laien-zuschauer überhaupt nicht. natürlich kann man alles sonstwie genau erläutern, aber die sendung muss ja den normalsterblichen auch erreichen. und dafür fand ich sie schon ziemlich gut gemacht.
Nicht alles an der Doku war schlecht. Es ging halt vieles am Mischmasch unter und weil keine Zahlen präsentiert wurden blieb alles im Unklaren. Es sind aber Daten vorhanden. Warum hat man sich die nicht besorgt?
Zum Thema, wer profitiert? hätte man sich ja einfachen Fragen stellen können:
Wer nimmt wie viel mit? Staat, Veranstalter, welcher Anteil an den Spielern und jeweils wie viel?
Dann hätte man ja gesehen, wer profitiert, und vor allem, wie viel. Super interessant wäre der Unterschied zwischen Deutschland und Österreich gewesen. Mehrere Profis hatten das ja thematisiert. Was ist denn für die Spieler besser? Kann man das mal in Zahlen ausdrücken, damit wir wissen, wovon geredet wird?
Die Einnahmen des Staates bekommt man als Journalist bestimmt raus, wenn man Finanzministerium und Innenministerium anschreibt (Steuern und Konzessionsabgaben), die Veranstalter veröffentlichen Zahlen in ihren Geschäftsberichten, wenn sie börsennotiert sind (die meisten sind es) und manche Veranstalter verraten vielleicht auch was über den Erfolg ihrer Spieler, wenn man sie danach fragt (oder man kauft eine Datenbank).
Irgendwie ist man an der selbstgestellten Frage doch ziemlich stark vorbeigegangen. So bleibt der Eindruck von einer verpassten Gelegenheit. So wahnsinnig viel habe ich für die investierte Zeit nicht bekommen.