Ein gescheiter SSS'ler wird in late Position eine ganze Menge Hände raisen,
und zwar umso mehr, je ängstlicher du foldest.
Wenn ein SSS'ler in early oder frühe mp openraist, da stimme ich dir zu, wirst du sinnvollerweise nur Hände spielen, mit denen du halbwegs eine Equity-Edge gege seine Range hast, denn du hast sehr wenig implieds.
Der SSS'ler profitiert davon, daß BSS'ler ja auch gegen ihresgleichen spielen müssen. Wenn z.B. ein BSS'ler relativ loose raist, aber oft auf eine 3-Bet bzw. Push vom SSS'ler foldet, weil er sich gegen eine Premiumhand hinten sieht, dann kann der SSS'ler auch hier wieder (in Maßen) looser werden als er es nach Chart sein dürfte.
Ist alles eine Imagefrage. Das supertighte Image des SSS'lers ermöglicht ihm halt auch, glaubhaft zu bluffen und damit Card-dead-Phasen zu überbrücken.
Die Basic-Strategie ist wie in jeder Pokervariante auf den höheren Limits nicht mehr ohne Anpassungen spielbar, aber wenn es hier Videos von SSS auf NL1k gibt, dann sagt mir das, daß man als SSS'ler zumindest mit einer ausgefeilten Strategie, die gegnerische Stats und Reads gnadenlos ausnützt auch sehr, sehr weit kommen kann.
Ich für meinen Teil habe SSS bei NL50 aufgegeben. Aber auch nur deshalb, weil ich da ein Down hatte und mir das Postflopspiel fehlte. Folgerichtig auf FL gewechselt