Ich nehm ja gerne Kritik an, aber den Flopcall würd ich auch in späteren Folgen immer wieder durchwinken
Villain ist übrigens ein aggressiver guter Junge.
Ich nehm ja gerne Kritik an, aber den Flopcall würd ich auch in späteren Folgen immer wieder durchwinken
Villain ist übrigens ein aggressiver guter Junge.
@Sportbernd
deine cbet Range ist meiner Meinung nach eher auf der tighteren Seite und in der Tat so tight, dass wir wenn überhaupt nur einen knappen call am Flop haben.
Wir haben zwar mit 40% genug Equity, aber es werden sehr viele sehr toughe Entscheidungen auf uns zukommen, wenn du weiterbarrelst.
(und würdest du die komplette Range durchbarreln hätten wir ganze 15% mit 99 am River...)
Vielleicht hätte man im Video genauer fragen sollen wie die Range exakt aussieht, die die beiden Villain am Flop gegeben haben, ich denke sie werden mehr Broadwayhände drin gesehen haben und lass es nur 12 Combos sein (KQo oder AJo) und schon ist zumindest der Flopcall absolut alternativlos.
aber was sicher stimmt, ist, dass der Flopcall nicht so einfach durchgewunken werden kann, wie es KTU gemacht hat, da eben gegen ne sehr tighte cbet Range wir mit 2nd pair und so gut wie keinen backdoordraws einen sehr schweren Stand haben.
Na gut, unsere Sichtweise auf die Hand unterscheidet sich dann einfach dahingehend, dass ihr dem Gegner einfach starr irgendwelche Hände gebt oder gar die Stats als fixe Werte seht, und ich der Meinung bin, dass das vielleicht auf .25/.50 so funktioniert, wir hier aber zwei Regs auf 5/10 haben und einen Schritt weiterdenken müssen (erst recht in einem "Theory Battle"). Langfristig wird es einem guten 5/10 Reg niemals entgehen, wenn wir auf solchen Boards jedes Paar < T call flop/fold turn (oder gar fold flop) spielen und das ist halt eine miserable Strategie. Wir haben hier auch keine ausgefallene, seltene Situation, sondern eine Standardsituation wie sie alle paar Hände vorkommt, und da kann man Balancing nicht einfach ignorieren.
Wenn es um First Level ABC Poker gehen soll, sollte man vllt. auch die Hände im Small Stakes Kontext stellen.
Ich will auch nicht damit sagen, daß es kein Call ist, nur gibt es halt Anhaltspunkte dafür, das 99 von der Equityseite die letzte Hand sein könnte, mit der wir callen sollten, 7s7d hat schon nur noch 27% 5s5s dann nur noch 25%. Was irgendwie auch bedeutet das es knapp zu sein scheint.#
@Merlinius solange der Gegner nicht adaptiert, exploite ich ihn doch und nicht umgekehrt, es ist ja nicht so das wir auch starr spielen, wenn wir merken er adjustiert, adjustieren wir zurück und vice verca, so kommt man ja irgendwann zum spieltheoretischen Optimum. Ich setze aber sicherlich nicht voraus daß das der Gegner optimal spielt (dann sollte ich nicht gegen ihn spielen) oder er kennt meinen exploit, den ich gerade erst einsetze (weil dann kann er anscheinend in die Zukunft schauen).
part 1&2 knapp Internet
part 3 aaaRT
overall sehr knapp: Internet!
sehr tolles format wieder von dir KTU. wobei ich nur anmerken muss das du vielleicht noch ein bisschen neutraler als schiedsrichter agieren solltest, was diskussionsstoff + vorlagen betrifft!
weiter so!
Ich denke über starre Ranges sagt aaaRt was in Frage 3
Ansonsten möchte ich diese Diksussion gerne mit diesem Bild abschließen:

und den vielsagenden Worten: Das eine bedingt immer das Andere
Okay ♦ übrings hervorragende Arbeit übrings KTU, beeindruckend wieviel Mühe du dir gibt.
Original von Scooop
Wir haben zwar mit 40% genug Equity, aber es werden sehr viele sehr toughe Entscheidungen auf uns zukommen, wenn du weiterbarrelst.
Das obige Argument hört man häufig, an sich schon seit der Anfangszeit von Online-Poker, ala: wenn du hier X machst, könnte es sein, dass später toughe Entscheidungen kommen, also mach lieber Y.
Dieses Argument ist meistens falsch. Die "toughe Entscheidung später" heißt ja oft, dass es später noch sehr wertvolle Infos gibt, welche das eigene Spiel entscheidend beeinflussen. Es sind aber genau solche Spots, wo man Value erzeugen (aber auch vernichten) kann.
Anders gesagt: "Toughe Entscheidungen vermeiden" ist nicht automatisch +EV. Oft lässt man durch diese Herangehensweise sogar viel Value liegen.
Sinn macht dieser Ansatz dann, wenn man glaubt, dass man selbst auf later streets sonst oft schwere Fehler macht.
Ein anderer Fall sind pseudo "toughe Entscheidungen" die sich dadurch auszeichnen, dass es kaum nen Unterschied EV technisch ist, ob man nun X oder Y macht. Diese sind logischerweise völlig unkritisch.
Original von Korn
Original von Scooop
Wir haben zwar mit 40% genug Equity, aber es werden sehr viele sehr toughe Entscheidungen auf uns zukommen, wenn du weiterbarrelst.Das obige Argument hört man häufig, an sich schon seit der Anfangszeit von Online-Poker, ala: wenn du hier X machst, könnte es sein, dass später toughe Entscheidungen kommen, also mach lieber Y.
Dieses Argument ist meistens falsch. Die "toughe Entscheidung später" heißt ja oft, dass es später noch sehr wertvolle Infos gibt, welche das eigene Spiel entscheidend beeinflussen. Es sind aber genau solche Spots, wo man Value erzeugen (aber auch vernichten) kann.
Anders gesagt: "Toughe Entscheidungen vermeiden" ist nicht automatisch +EV. Oft lässt man durch diese Herangehensweise sogar viel Value liegen.
Meine Erfahrung in diesen spots, wo wir nur ne mittelstarke Hand haben, die (derzeit) alle bluffs schlägt und gegen alle Valuehände hinten ist, ist die, dass wir das obwohl wir IP sind nur sehr selten gegen wirklich gute Leute +EV spielen können.
Denn er entscheidet letztlich welche Turn- und Riverkarten er barrelt und unsere Hand ist im Grunde nicht wesentlich verschieden von TP+ok kicker und genau dagegen wird er ja seine Barrelfrequenzen ausrichten.
Wir stehen also an jeder street ohne wirkliche Ahnung wo wir stehen da und sein Informationsgewinn, nach call pre und call Flop ist wesentlich wichtiger zu nehmen als unserer wenn er den Turn dann checkt oder weiter bettet.
Die potenziellen Fehler die wir machen können (und werden) in dem spot sind halt so viel teurer als der möglicherweise eher tighte fold am Flop, dass ich gegen eine so tighte cbet Range wie die von Sportbernd eher zum fold tendiere.
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schaut man spieltheoretisch auf den spot, so dürfte 99, wenn wir tight coldcallen pre, im Übrigen auch nur knapp über dem Durchschnitt sein am Flop was die individuelle Handstärke unserer Range angeht.
Von daher kann man die Hand gegen tighte cbets durchaus weglegen und ich würde sogar im Zweifel eher Hände coldcallen, die weniger Equity haben als 99, sich aber am Turn wesentlich besser spielen, wie z.B. AQs mit backdoorflushdraw.
hey Scooop,
meinst du manchmal ist es sinnvoll den schwachen und kritischen Teil eingebettet in die Gesamtrange zu betrachten?
Also angenommen: Ich c/c TT auf K82 und folde es auch am Turn gegen eine 2nd Barrel. Wäre es nicht großartig, wenn ich meine Range dann so hätte, dass ein aggressiver Villain mich nicht bluffen kann, weil ich geug Kx+ in der Range hab?!
Dann hat Villain nur zwei Optionen: Entweder er lässt mich zähneknirschend meine Equity mit meinem schwachen Teil realisieren mit meinen schwachen Händen oder verblufft zu viel gegen meine Top Range.
Nur mal so als Idee.
jo, ist ne ganz gute Idee denke ich
die Frage um die es aber hier ging war doch, ob 99 überhaupt noch in die cc range gehört oder ggf. schon so gerade eben rausfällt.
callt man 99, so wird die Hand natürlich zum Teil durch bessere Hände protected, wobei man sie gerade dann gegen ne 2nd barrel folden sollte als bottom unserer Range...
fand das video recht unterhaltsam, für mich hat lnternet das rennnen gemacht.. man erkennt auch relativ klar dass er höhere stakes spielt.