Original von RondellBeene
Kann mir das mal jemand erläutern, wer diskutiert in den USA, wo (welche Behörde, Einrichtung etc.) und ist daraus schon etwas entstanden (Gesetzesvorlagen etc.)?
Onlinepoker ist bisher eine Grauzone in den USA, da es zwar nicht direkt verboten ist, aber immer wieder Schwierigkeiten beim Auscashen auftreten. Das Problem liegt bei einer vor wenigen Jahren gegründete Behörde (UIGEA), die illegale Glücksspieltransaktionen unterbinden soll, wozu Poker laut des relevanten Gesetzes (Interstate Wire Act of 1960) zwar nicht gehört, aber man kennt ja die Mühlen der Bürokratie.
In dieser Situation soll nun durch eine Marktabschottung ein legaler Markt für Onlinepoker entstehen. Das heißt, Amerikaner könnten vorerst nicht mehr bei internationalen Plattformen spielen, müssten sich jedoch ums Auscashen keine Sorgen mehr machen, dafür aber wahrscheinlich Steuern zahlen.
Dies wurde im amerikanischen Kongress von einigen Abgeordneten ausgearbeitet und soll nun an ein größeres Gesetz, die Vorlage zur Verlängerung der Steuererleichterungen aus der Bush-Ära, angehängt werden. Soweit ich das verstehe, ist aber weder die Anhängung noch das Durchkommen des Gesetzes an sich eine sichere Sache. Hier besteht also Grund zum Aufatmen.
Wenn das Gesetz in seiner jetzigen Form angenommen würde, könnten internationale Anbieter erst rund 3 Jahre später wieder am amerikanischen Markt um Kunden werben. Dabei handelt es sich um eine protektionistische Maßnahme zur Förderung einheimischer Räume.
Da in diesem Fall auch noch Abgaben für die Lizenz fällig würden, hätte das wohl direkte Auswirkungen auf das Rake. Poker wäre 3 Jahre lang völlig trocken und danach wegen höherer Abgaben und geringerer brand recognition der internationalen Räume im Spenderland Amerika wesentlich tougher als vorher.