Ja ist gut, war ja klar das sowas hier kommt,ich wollte mir hier eigentlich nur ein paar Ratschläge einholen,konstruktiv.
"Applications of NL Hold'em" ist Pflichtlektüre für GTO. Davor musst du aber die Basics intus haben, sonst verstehst du nur Bahnhof. Diese Basics gibts hier zu Hauf oder kompakt in Buchform in zB. "Easy Game" und "Analytical Hold'em", wobei letzteres Buch mit mehr Formeln aufwartet, was für ambitionierte Spieler sehr wichtig ist. Der einfachste und direkteste Weg wär alles mit einem Coach zu erarbeiten. Da musst du aber wohl 10 Stunden Coaching einkalkulieren. Würd mir da ggf. erstmal einen für die Basics buchen und wenn selbiger Coach dich für gut genug hält einen für GTO. Dieser Weg ist allerdings auch der kostspieligste.
Ok danke für die Hinweise, soweit ich das verstanden habe,ist GTO eine Spielweise mit der man sowohl BSS SH als auch andere Andere Formen des Pokerns spielen kann.
Auf welchem Level ist es denn Sinnvoll dann GTO anzuwenden?
Ich würde wenn es soweit ist gerne ein Coach nehmen,ich möchte jedoch erstmal auf NL 5 starten mit BSS SH und mich mithilfe der Möglichkeiten die man hier hat hocharbeiten.
Spiel halt nicht cg auf Stars ( vor allem micros imo totale Zeitverschwendung ) sondern such dir fischige Games auf anderen Seiten. Paar k im Monat gehen heute auch noch ohne Probleme ( wenn man die Zeit dafür hat ).
Du kannst ja verschiedene Seiten ausprobieren. Spiel mal ein paar Hände hier und da und schau wies dir gefällt. Rakehöhe variert von Seite zu Seite, Traffic ebenso. Da es am Anfang aber sowieso um den Lernfortschritt gehen sollte und nicht um Winnings, ist die Rakehöhe vernachlässigbar.
Original von 1outerHITS
Lern GTO, dann is NL100 easyAnsonsten lass es sein, 2008-2016 hat sich ne Menge geändert.
Solche Aussagen verstehe ich nicht.
Erstens kann man "GTO" nicht einfach lernen, zweitens bedeutet es, wenn einer GTO spielen würde, dass er eine spieltheorie optimale Strategie spielt. Kann das jemand, sollte jedes Level zu schlagen sein, denn GTO bezieht sich imo prinzipiell nicht auf Limits. Es werden halt auf unterschiedlichen Limits unterschiedliche Spielzüge optimal sein, aber das ist einfach nur Logik.
Solltest du also auf NL100 eine optimale Strategie spielen, erklär doch bitte mal wieso du auf NL1000 nicht optimal spielen kannst. Immerhin bekommt da auch jeder nur zwei Karten ausgeteilt
Original von xbr0k3nDre4m
Es werden halt auf unterschiedlichen Limits unterschiedliche Spielzüge optimal sein
nein
Mit GTO ist ja nur eine Annäherung an selbiges Optimum gemeint, also eine Strategie, mit der du kaum exploitet werden kannst, wenn du sie halbwegs gut hinbekommst. Wenn du sinnvolle gegnerische Startranges hast (limitabhängig) und den Plan für die gängigsten sizes und Szenarien zusammengebaut hast, kannst du tatsächlich auf kleinen und hohen Limits spielen. Zu knacken ist der Plan, wenn man "komische" sizes spielt, die du in deinem Plan nicht berücksichtigt hast, weil du dann die passenden Frequencies nicht mehr weißt oder wenn die Startranges stärker von deinen Annahmen abweichen. In der Praxis fährst du mit nem GTO-nahen Plan aber gut, wenn du für maxEV Zwecke häufiger und sinnvoll abweichst. Wenn man vom GTO nahen gameplan redet, meint man nicht "perfektes Poker", das man blind runterspielen soll. Es ist einfach nur ein starker default gameplan. Mit häufigen exploits kombiniert, kann man sich so nen ziemlich guten Autopilotmodus erarbeiten, wenn man die exploitmöglichkeiten schnell erkennt. Perfekt ist das Spiel deswegen noch lange nicht, aber für angehende Pros, die massig Hände spielen wollen, ist der Ansatz imo der beste. Dabei würd ich aber nicht alles ausrechnen versuchen und mit ERF rumrechnen. Das ist alles nicht praktikabel. Der Plan muss am Reißbrett komplett für die Praxis zusammengebaut werden, also mit fix und fertigen value-bluff Verteilungen gegen betsize x und für die gängisten y Szenarien. Wenn du das ordentlich hinbekommst, was nicht so easy ist und ne Weile dauert, dann bist du gut unterwegs.
Ich meinte sowas hier...
Angenommen du spielst NL5 FR und vier Spieler Limpen zu dir hin und du sitzt mit QJs am Button, dann ist es wahrscheinlich optimal zu callen.
Während vermutlich auf NL500, wenn alle Spieler vor dir gefoldet haben, ein raise der optimale Spielzug für diese Hand in dieser Situation ist. Wobei natürlich die Spielweise der Blinds in beiden Fällen berücksichtigt werden muss. Die PF Handranges unterscheiden sich denke ich sehr wohl in den Limits. Das meint, man kann nicht allgemein sagen: raise QJs vom BU. Das ist der optimale Spielzug für diese Hand! Weil sich sehr wahrscheinlich die Umstände auf den einzelnen Limits unterscheiden.
Klar in GTO steckt das Wort Optimum schon drin, noch ein Grund warum ich die Aussage von 1outer nicht nachvollziehen kann. Wenn man optimal spielt, ist das imo schon superlativ und beschränkt sich nicht auf NL100.
wenn du dich an die voraussetzungen anpasst, ist es nicht mehr optimal, aber bestenfalls perfekt.
natürlich kannst du dir grenzen schaffen, innerhalb derer du ranges spielst, die solange optimal erscheinen, wie die voraussetzungen sich nicht verändern.
spielst du aber tatsächlich optimal, ost es völlig egal, was deine gegner machen, sie können deine spielweise nicht ausnutzen.
klar ist aber, dass GTO NICHT max EV ist, solange villain nicht selbst GTO spielt.
Also kann man GTO nur dann mit maximalem EV spielen wenn der Gegner auch GTO spielt, ist das nicht widersprüchlich?Dann wäre Villain ja genauso gut wie ich und so wie ich das mal gelernt habe soll man beim Pokern doch aus den Fehlern der Gegner Kapital schlagen.
In der Videosektion habe ich zwei Videos gefunden zum Thema GTO.
Gibt es auch Strategieartikel die sich mit dem Thema beschäftigen oder zumindest anschneiden?
Original von CJohnson
Also kann man GTO nur dann mit maximalem EV spielen wenn der Gegner auch GTO spielt, ist das nicht widersprüchlich?
GTO vs GTO ist maxEV (EV=0 exkl. Rake), GTO vs NICHT-GTO ist +EV, NICHT-GTO vs GTO ist -EV, NICHT-GTO vs NICHT-GTO = maxEV. In der Praxis spielen einige Pros GTOisch, dh. sie orientieren sich daran, spielen aber nicht perfekt danach, weils zu komplex ist. Damit sie halbwegs GTOisch spielen, überlegen sie sich vorher, wo sie Vereinfachungen machen können, damit sie das ingame auch umsetzen können. Dh. sie können nicht alle Eventualitäten berücksichtigen. Es tauchen immer wieder Situationen auf, die im Plan nicht abgedeckt sind. Dann muss eben auch immer wieder eine individuelle Lösung gefunden werden. Außerdem muss der EV auch möglichst hoch sein. Den besten EV findet man mit individuellen auf den konkreten Gegner zugeschnittenen Lösungen. Als Pro versucht man also einen Mix zu finden. Man muss sich überlegen, wo man sich an GTO hält und wo nicht, wo man auf EV verzichten will und wo nicht, zugunsten der höheren hourly winrate, weil schnellere Entscheidungsfindung und höhere mögliche Tischanzahl.
Die Quintessenz aus dem Ganzen für dich, ist die Frage ob du jetzt GTO lernen sollst oder nicht. Da sehe ich zwei Möglichkeiten: Entweder du befasst dich erst mit allem anderen außer GTO. Dadurch hast du ne gute Grundlage auf der du erstmal gegen normale Gegner gut zurechtkommst und der Einstieg in GTO fällt dir später leichter. Oder du machst nur genau soviel, dass du die absoluten Basics verstehst und startest dann direkt mit GTO Themen. Das ist mühsam, mathelastig, trocken und uU. motivationsraubend. Dafür kannst du früher gegen starke Gegner bestehen, also in den Limits schneller aufsteigen. Unterm Strich sollte bei beiden Wegen ein starker Spieler rauskommen. Du musst eben für dich selbst entscheiden, welchen Weg du einschlagen willst. Zweiterer ist nicht so leicht verdaulich. Mit nem Coach könntest du das aber auch so angehen, dass er dir nen fertigen GTO Plan scheibchenweise in die Hand drückt. Dann übst du jeden Teil des Plans auf den Micros und massig in Handanalysen, bis es sitzt. Ziel ist in dem Fall, dass du als Spieler in den meisten Fällen einfach nur funktionierst, dabei aber nicht weißt, warum du funktionierst. Das "Warum" lernst du wieder nur scheibchenweise nebenbei. So könntest du dir einiges des Matheteils ersparen bzw. nach hinten verschieben. Ist halt die Frage wie sinnvoll das ist und ob du das Geld für die Stunden und die Motivation dafür hast.
Original von CJohnson
Also kann man GTO nur dann mit maximalem EV spielen wenn der Gegner auch GTO spielt
genauso ist es.
du kannst dir doch leicht vorstellen, dass du nur dann einen positiven ev haben kannst, wenn du etwas anders machst als die anderen. sobald villain vom spieltheoretischen optimum abweicht, ist er exploitbar. je schlechter der spieler, umso mehr angriffspunkte. sobald du darauf eingehst, spielst du aber selbst nicht mehr optimal und bist wiederum für andere spieler am tisch angreifbar.
die frage dabei ist aber, wer ist überhaupt am besten in der lage, die tendenzen eines anderen zu erkennen. du hast mit abweichungen von GTO oftmals den max EV, weil deine gegner die abweichung entweder nicht erkennen oder falsch darauf eingehen. dann kommen noch so level-spielchen dazu.
hast du einen gegner, bei dem du keine tendenzen ausmachen kannst, wo willst du ansetzen? du kannst gegen so jemanden nur versuchen, selbst nicht angreifbgar zu sein. das ist dann der fall, wenn du optimal spielst. da dir gegen so jemanden nichts besseres einfällt, ist dein skill-spezifischer ev gegen diesen spieler mit GTO eben auch maximal. allerdings solltest du bedenken, dass dank rake beide spieler einen negativen ev haben, wenn sie jeweils auf gleichem niveau gto gegeneinander spielen.
aber auch hier ist die frage, ob der versuch, gto zu spielen, tatsächlich auch in gto mündet. wnn du bei einem gegner fehler nicht erkennen kannst, heißt das nicht, dass er keine macht. dann kannst du mit gto immernoch einen positiven ev haben, weil dein gegner dagegen fehler macht, von denen du nichtmal merkst, das er sie macht.
ziemlich verrückt, oder? ♦
Endlich mal offene Worte hier im Forum, normalerweise muss man dazu ja auch in andere Foren gucken. Danke!
Ich entscheide mich erstmal für den Weg,die Basics für NL SH zu lernen und auf NL 5 wiedereinzusteigen.
Ich brauche erstmal wieder Spielpraxis.
Früher habe ich als Pokertool Elephant und Equilab benutzt und möchte deswegen Pokertracker 4 zulegen,aber alles der Reihe nach.
Ich denke das ich bis NL 25 mit dem hier vorhandenden Möglichkeiten wie öffentliche Coachings,Videos und Hände posten zurechtkommen werde und man kann ja auch hier im Forum auch Fragen stellen.
Sobald ich nachhaltig die Bankroll für NL 25 SH zusammen habe,möchte ich tiefer mit GTO beschäftigen und werde mir dann auch einen Coach suchen, der mit mir die Thematik durchgeht
@ Renne
Danke für die Bücherempfehlungen! Wieviel würdest du denn für ein 10 Stunden Coaching zu GTO nehmen, wenn die Basics vorhanden sind? Ist nur eine theoretische Frage, falls ich mich entscheiden würde nicht dauerhaft nicht nur SnGs zu spielen, sondern auch CG.
Grüße
Kommt darauf an, wie gut die Chemie stimmt und wie ambitioniert der Schüler ist. Manchmal wandeln wir Einzel- in Longtermcoachings um, dann bekomme ich Anteile der Winnings, dafür kosten die Coachings nichts. Ansonsten nehme ich 100$/h.