Hallo,
normal halte ich ja nicht so viel von Gejammer im Forum - da müssen meistens meine Mitspieler dran glauben - aber mittlerweile hilft es mir einfach nicht mehr, jeden Cooler, jedes Suckout via ICQ breitzutreten. Sie sind es mittlerweile wohl auch Leid sich meine Scheiße anzuschauen. Deswegen müsst ihr das jetzt an dieser Stelle lesen.
Primär geht es für mich darum, mir den ganzen Kram mal "von der Seele zu schreiben". Freue mich über jeden ernst gemeinten Kommentar, jede Kritik. So Sprüche wie "Käse zum Whine?" mögt ihr mir gnädigerweise ersparen, ich zwinge niemanden das hier zu lesen.
Vielleicht erst mal zu meiner Person als Pokerspieler. (Ernsthaft) Anfangen habe ich ungefähr letztes Jahr im Juni. Nach ein paar Tausend Händen Fullring auf Party, bin ich denn sehr früh auf .01/.02 NL SH zu Stars gewechselt.
Alles verlief soweit gut.
(Nachtrag: das Resüme ist wesentlich länger geworden, als es eigentlich sollte)
Erster Weg durch die Limits (Juni 07)
Mit NL25 fing es dann langsam mit den ersten größeren Swings an. Ich habe bestimmt 120k hands auf nl25 verbracht und in dieser Zeit diverse Downswings mit 10-16 stacks gehabt (ich schätze im Nachhinein, es waren zwischen 7-10 Stück). Das hat mich damals ZIEMLICH geärgert, aber habe einfach weitergespielt und irgendwann hat es sich bezahlt gemacht und ich hatte eine sehr solide NL100 BR. Auf Grund eines größeren Cash-outs kam es aber vorerst nicht zu NL100 und ich habe weiter NL50 gespielt.
Es folgte ein 18 Stack Downswing (16 Stacks NL50, 2x NL25). Das ging mir damals schon ziemlich an die Nerven.
Nachdem ich dann auf NL25 abgestiegen war, habe ich nur noch Rot gesehen. Nach jeder Session wurde immer ein Stück mehr von der BR ausgecasht, ich hatte einfach keinen Bock mehr zu spielen. NULL Motivation. Das war Anfang Oktober 07.
Irgendwann hats mich dann wieder gepackt, zumal ich auch keinen Bock hatte/habe neben dem Studium etwas zu arbeiten.
Der Neubeginn (Ende November 07)
Angefangen habe ich wieder mit einer $400 Roll. Was soll man sagen, ich wurde freudig empfangen, mein Down ging weiter, mittlerweile waren es 26 Stacks und ich hatte noch $200. Nachcashen kam für mich nie ernsthaft in Frage.
Hab dann nur noch blinkende Lichter gesehen, und flupp, war ich auf NL100, zwei Tische, bereit meine RestBR mit ein paar -EV Moves ans Volk zu verteilen.
Derweil wurde ich sehr intensiv per ICQ zugetextet, wie dumm das sei, die restliche Kohle sinnlos zu verballern.
Nach ~3 Orbits hab ichs dann eingesehen und hab aufgehört. BR: $180.
Habe dann brav NL10 gespielt, in 3-4k Hands hatte ich denn ungefähr 8 Stacks drin. Innerhalb von ~1k Hands war ich denn über die Hälfte wieder los.
Wieder blinkende Lichter, ne halbe Stunden auf Volltilt einige wertlose Sachen durch die Bude befördert. Das war gut. Gereicht hats mir aber nicht wirklich, kam dann auf den grandiosen Gedanken mit meinen $2xx einfach NL25 zu spielen. Wenns klappt, klappts, wenn nicht, halt nicht...
NL25 lief fortan einfach gut, hatte das Limit ziemlich im Griff.
Die nahe Vergangenheit, das Jahr 2008, Zentrum dieses Threads:
NL50 war ein einziger Krampf, 3 Shots gebraucht zum Aufsteigen. Nach 42k Hands das erste mal überhaupt aus dem Minus raus.


NL100 lief von Anfang an sehr gut. Manch einer mag das anders sehen (winratemäßig), aber nach NL50 konnte es nur besser werden. (Anm.: Ich war schon seit NL25 kein 10+bb/100 Winner mehr. Ich bin mit jeder Winrate über ~2,5 PTBB absolut zufrieden.)


Ich bin weitestgehend von Downswings verschont geblieben. Einmal 42k hands Break Even auf NL50, und danach nochmal 20k auf NL100. Das hat mich nicht weiter beeinträchtigt, es hat mich zwar genervt, aber es hat dazu geführt, dass ich einfach immer weiter gespielt habe, weil ich die Scheiße einfach hinter mir haben wollte.
Das sollte aber nicht so bleiben. NL200 kotzt mich von Tag zu Tag einfach mehr an.
Das war der erste Tag, hochmotiviert und unwillens den ersten Shot im Minus zu beenden, 14.2.08
Hatte gleich 3 FH over FH, 1 Set over Set + paar andere Sachen. Ich hab mich gefühlt wie ausgekotzt.
Als ich endlich Break Even war hingegen, habe ich mich gefühlt als wenn ich gerade $10k gemacht hätte.

Weiter gehts mit dem 15.2. - 27.2.
Da fing es denn langsam an. Die Angst vor der nächsten Session, TROTZ Upswing. Sessions immer frühzeitig beendet "um dem Downswing auszuweichen" - was natürlich Käse ist.
Vielleicht kann man zu diesem Zeitpunkt schon meine mentale Haltung sehen. Normal habe ich seit ich wieder angefangen habe 2000-3000 hands täglich gespielt. In diesen 13 Tagen kam ich auf insgesamt 8,2k Hands.

Habe sehr wenig gespielt aber konstant Theorie gemacht.
Um eins vorweg zu nehmen, habe mein Spiel wenig bis gar nicht umgestellt.
Ende des Monats wollte ich denn endlich den "mentalen Durchbruch" schaffen, mich zwingen einfach 3-4k Hands pro Tag zu machen, komme was wolle.
Das Resultat kann unten betrachtet werden. Es handelt sich um den Zeitraum 28.2. bis zum 4.3. (praktisch gerade eben), wo es mir einfach zu viel wurde.
Mal abgesehen davon, dass ich in den ersten 4k Hands >10 Stacks verloren habe, bin ich seitdem am swingen WIE BESCHEUERT

Nach dem ersten Suckout war ich sauer, nach dem zweiten habe ich angefangen zu lachen. Bei #3 & #4 ist mir der Kragen geplatzt, hab mich ausblinden lassen und angefangen zu schreiben.


Einzelne hands poste ich auf Wunsch. Alles in allem kann sich aber denke ich jeder vorstellen was so passiert... man schiebt den Stack rein, wenn man weit vorne ist und bekommt einfach mal um mal einen reingewürgt..
Seit einer Woche verlier ich alles, was man irgendwie verlieren kann.
Weiß nicht mehr weiter..... Motivation ist im Keller, würde am liebsten alles Auscashen und fertig...
so far, Dennis
