hi,
ich würde gerne wissen, ab wie vielen Händen vom gegener, man ihm eine einigermaßen richtige PFR range geben kann?
Ist nicht so einfach und weiterhin spielt kaum jemand statisch. Ich denke bei 1k Händen hat man eine ziemlich gute Annährung, bei 500 Händen hat man im Grunde eine Tendenz von der man Wahrscheinlichkeiten ableiten kann.
Extreme Gegner erkennt man allerdings schneller, vor allem passive Fische und Maniacs. Ob ein Gegner ein TAG, Nit oder LAG ist, dazu bedarf es eine größere Sample, weil diejenigen ihre Hände anders/besser selektieren und man öfter mal besser/schlechter runnen kann. Bsp: Nit kommt an den FR-Tisch und bekommt bei den ersten 100 Händen 3 mal AA, 2 mal KK, 10 mal AK, 5 mal QQ und ggf. noch ein paar andere Hände die er raist, so hat er in diesen Händen locker mal einen PFR von 25+. Oder ein LAG ist einfach total Carddead und spielt die ersten 100 9/7.
Bei Fischen erkennt man das schneller, weil diese, wenn sie sich langweilen, einfach so mal irgendeinen Trash spielen, aber bei denen ist einer sehr hoher/niedriger PFR Standard und man sollte die weaken Ranges und das Postflopverhalten möglichst exploiten, wärend man den Reg erstmal ABC-mäßig spielen sollte, bis man eine gute Sample zur Tendenz hat.
Hallo NstartP,
Du schreibst uns nicht, welche Pokervariante Du spielst. Für NL Holdem empfehle ich Dir zu Deiner Frage diesen Strategieartikel:
Evaluation und Exploit von Stats
Für FL Holdem dürften die dort getroffenen Aussagen auch zutreffen, insbesondere was die Werte VP$IP und PFR angeht.
Gruß
wespetrev
danke soweit
Ich spiele NL SH.
ABC-mäßig?
Sollte man dann Regs vor 400-500 Händen gar nicht bluffen? z.B. raise cbet, wenn er auf 200H 20/17 spielt und 80%cbettet.
Ich würde mich ja nicht als NL-Experte bezeichnen. Aber wenn Du mich fragst, suche ich selbstverständlich nach geeigneten Bluff-Spots auch gegen Gegner, bei denen die blaue Zahl noch <500 ist.
Gegen viele Gegner auf den Micros erreiche ich die Zahl gar nicht.
Ich würde das von meinem Beobachtungen am Tisch abhängig machen. Aber lies mal den Artikel. Da steht einiges über solche Dinge drin.
Original von NstartP
danke soweitIch spiele NL SH.
ABC-mäßig?
Sollte man dann Regs vor 400-500 Händen gar nicht bluffen? z.B. raise cbet, wenn er auf 200H 20/17 spielt und 80%cbettet.
also 80% ist deutlich erhöht dazu dann 20/17 und er hat das Board oft verfehlt, je nach Boardstruktur würde ich anfangen gegen ihn seine cbets zu attackieren, wenn deine Range das Board besser hittet als seine und doch etwas equity hast womit du bei einem call noch etwas anfangen kannst.
Alternative ist zu schauen wie viel er am Turn weiterspielt, Ich hatte z.B. mal jemanden mit 94% Cbet aber nur 30 % Cbet am Turn, quasi ein typisches Float Opfer.
Es geht immer darum Tendenzen zu erkennen und sein eigenes Spiel daran anzupassen. Hier fällt Villian sicherlich aus der Norm weil er zu viel Cbettet jetzt musst du für dich festlegen wie du das am besten Exploitest, siehe Ansätze oben entweder Float oder cbet raisen wenn das Board für dich einigermaßen ok ist, und damit ist nicht gesagt das du marginal broke gehen sollst am Flop.
Klar ist 80% ein hoher C-bet wert, aber du weißt doch gar nicht was er cbettet. Er kann eine polarisierte (nuts oder nothing) und eine depolarisierte (thin value, semibluffs usw.) cbet range haben.
Beim Poker ist es wichitg sich Notes über die gegnerischen Tendenzen zu machen. Jeder Gegner spielt in gewissen eine andere Range obwohl sie die gleichen Stats haben.
Ich persönlich würde nicht allzu viel Wert auf die Stats legen. Notes machen ist deutlich wichtiger.
Stats sind gut um beim multitablen zu sehen wer ein Fisch und wer vermutlich ein reg ist.