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A New Hope...Meine Reise zu den Midstakes [NL SH Cash]

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Mart74
Joined: 27.04.2009

Schön zu sehen, daß es bei dir läuft und draws auch mal bei uns ankommen, oder zumindest bei dir.

Die AJ hat naja 44 und 22 wenn es überhaupt infrage kommt das er sie jemals hat würden wohl turn raisen und bei dem 5x raise aufm river gehen alle alarmglocken an, was nicht heissen will, dass ich nicht gecallt hätte

Die Aks: Du sagst Du weisst das er ein overpair hat und stellst trotzdem rein? wir haben 44% equity gegen AA und KK aber nur 33% gegen QQ, ich weiss nicht, ka ob das am flop rein muss rein muss, klar nach nem call und hit kriegst du in der regel kein geld mehr . keine Ahnung wie man das mathematisch rechnet und folden auf die 1/2 flop bet kommt mir auch dumm vor.

In der Einsteigerstrategy gibt es keine 4bet calls. Aber sieht so aus als ob da jede Made Hand reingeht und dazu zählt dann ja auch der NFD.

GL weiterhin!


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Tween
Joined: 02.06.2006

Ja, in der AJs Hand kann er tatsächlich noch 44er haben. Damit hätte er er auch keinen Grund den Turn zu raisen, weil dann nur schlechteres folden wird und protecten muss er ja auch nicht. Hätte da 44er auch nur bis zum River runtergecallt und dann erst geraist...vor allem wenn da noch ein Fisch im SB sitzt, der ja auch noch weiter in der Hand bleiben soll. Daher ist das theoretisch wohl ok hier reinzustellen, auch wenn AA irgendwie am meisten Sinn machen bei ihm :(

Zu AKs:
Du hast recht, wenn wir uns die nackten Zahlen angucken, bin ich knapp unter 50% Equity. Aber nur, wenn er wirklich immer zu 100% Aces hat, manchmal hat er aber vielleicht auch was anderes, dann wäre es sehr viel klarer am Flop. Hier in der Hand ist aber schon etwas investiert worden und der Pot ist auf dem Flop bereits 40bb groß. Wenn wir jetzt sagen, das Villain safe AA hat und diese nie foldet, wir also eine foldequity von 0 haben, dann bräuchten wir für einen break even push in dem Spot:

Eq = 31,37$/30,37$+41,48$+31,36$ = 31,37$/103,21$ ----> ca 30%

Wir brauchen also minimal ca 30% Equity, um kein Geld zu verlieren. Die haben wir in diesem Spot auf jeden Fall und damit ist der Push auf dem Flop auch klar profitabel, selbst wenn Villain immer AA hat und diese nie foldet. Wenn ich allerdings davon ausgehe, dass Villain wirklich zu 100% immer Aces hat, dann wäre der Preflop call der Fehler gewesen, der dann zu der Situation auf dem Flop geführt hat, aus der ich dann nicht mehr rauskomme.

Also ja, die Frage ist berechtigt warum ich Preflop calle, wenn ich weiß dass Villain Aces hat. Naja, ich weiss es ja nicht zu 100%. Ich hab diese Plays auch schon mit Trash-Händen gesehen...selten zwar aber es kommt mal vor. Dazu könnte kommen, dass Villain vielleicht kurz vorher mal ein Youtube Video gesehen hat, wo gesagt wurde, dass er AA auch mal folden sollte und er das jetzt in 1 von 10 Fällen sogar macht auf dem Flop
Keine Ahnung, was da noch alles passieren kann bei ihm aber wenn ich mit so einer Hand auf dem Flop angekommen bin, dann gehts einfach rein. Und ja, Preflop kann man streiten, ob das -EV ist AKs hier zu callen. Meine Argumentation dafür ist, dass ich von mir weiß, dass ich hier nicht mehr als das Minimun verlieren werde aber auf der anderen Seite alle Implieds der Welt habe, falls ich AA schlagen werde. Wenn es dann ein klitzekleiner gamblecall war, dann ist das schon ok für mich hier ;)


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PokerSpass
Joined: 05.02.2006

Gratuliere zum gutem Start auf NL 50. :f_drink:
War ja eine wilde Achterbahnfahrt mit Happy End, nix für schwache Nerven. :f_cool:


Antwort
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Tween
Joined: 02.06.2006

So, da wieder eine Woche rum ist, hier nun ein kleines Update:
Die Woche war leider geprägt von leeren SNAP-Pools und ich kam nicht so viel zum spielen. Hab mich dann zwischenzeitlich auch nochmal an die regulären Tische gesetzt aber muss da immer wieder feststellen, dass ich mehr mit Tische suchen beschäftigt bin, als mit spielen. Es ist einfach unglaublich nervig, wenn man sich an einen vollen Tisch gesetzt hat, auf seinen Blind wartet und sobald man dran ist, auf einmal nur noch Heads-Up spielt, wenn überhaupt. Bin in der Woche durch alle Limits gesprungen und hab NL10, NL25, NL30 und NL50 gespielt, wo eben was ging...

Dann hat meine EV-Kurve entschieden, dass sie doch lieber wieder über meiner Net-Winnings-Linie sein will und ist nach oben abgezogen. Ganz deutlich sieht man, wenn man sich den Graph der heutigen Session anguckt, wie die Session angefangen hat...green und orange sind erstmal getrennte Wege gegangen:

Die Hand, die zu dem großen Split geführt hat, war diese:
KK:

Spoiler

Pacific Poker - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by Holdem Manager 3

UTG: $19.87 (39.7 bb)
MP: $93.22 (186.4 bb)
CO: $92.94 (185.9 bb)
BTN: $2.57 (5.1 bb)
SB: $68.22 (136.4 bb)
Hero (BB): $53.28 (106.6 bb)

SB posts $0.25, Hero posts BB $0.50

Pre Flop: (pot: $0.75) Hero has K♣: K♦:
fold, MP raises to $1.50, CO raises to $4.50, 2 folds, Hero raises to $11.75, fold, CO calls $7.25

Flop: ($25.25, 2 players) T♦: 2♥: 2♣:
Hero bets $8.33, CO calls $8.33

Turn: ($41.91, 2 players) 5♦:
Hero bets $33.20 and is all-in, CO calls $33.20

River: ($108.31, 2 players) Q♥:

Results: $108.31 pot ($4.00 rake)
Final Board: T♦: 2♥: 2♣: 5♦: Q♥:

Spoiler

CO shows Q♣: Q♦:: (Full House, Queens full of Twos)
(Pre 17%, Flop 8%, Turn 5%)

Hero shows K♣: K♦:: (Two Pair, Kings and Twos)
(Pre 83%, Flop 92%, Turn 95%)

CO wins $104.31

Hab heute erst mit NL50 angefangen, bis der Pool gestorben ist und dann NL25 weiter gespielt. Wie man im Graph sieht, konnte ich es am Ende glücklicherweise noch in die grünen Zahlen retten und den Tag mit einem Plus von 101,77$ beenden. Nach EV wären es zwar 255$ gewesen aber ich will mich nicht beschweren...es gab auch genug Sessions, wo es andersrum war
Bin aber mittlerweile relativ stolz auf meine redline, dahingehend konnte ich mein Spiel sichtbar verbessern und es kann noch besser werden :)

An den Reg Tischen lief es leider gar nicht und ich musste dort ein paar Stacks verteilen. Merke auch, wie ich das gar nicht mehr gewohnt bin und mir das Fast-Format viel mehr zusagt. Ich spiel mittlerweile 3 Tische NL50 SNAP und ich brauch auch diese Schnelligkeit dabei...keine Zeit zum Ablenken, keine Zeit Stacks nachzutrauern, sondern es geht einfach immer sofort weiter. Das ist wie gemacht für mein ADHS-Gehirn und da funktioniere ich am besten. Ich kann halt auch 3-5x so viele Hände spielen in der Zeit, das wurde ganz deutlich, als ich diese Woche Reg- und SNAP-Tische gemixt hatte. Da hab ich schon 20 Hände gespielt während ich noch drauf gewartet hab, dass ich auf den Reg-Tischen mal an der Reihe bin. Also auch, wenn man an den Reg-Tischen vielleicht seine Winrate durch Tableselection optimieren kann, mach ich das durch pure Quantität einfach wett.

So sahen die Sessions der Woche aus:

Spoiler

Und hier ist der Wochengraph KW46:

Spoiler

Wie man sieht, konnte ich die Woche mit +$159,36 abschließen und meine Bankroll steht jetzt bei 1531,84$ :f_drink:


Antwort
Zitat
Tween
Joined: 02.06.2006

Ich zieh mal meine Wochenupdate etwas vor, da ich mir für dieses Wochenende vorgenommen habe mehr Theorie zu machen. Außerdem hoffe ich, dass ihr aus meinen Fehlern lernen könnt, denn ich hab auf jeden Fall Mist gebaut :f_ugly:

Erstmal muss ich sagen, dass ich im Grunde eigentlich zufrieden mit meinem Spiel war. Habe natürlich immer mal Fehler gemacht aber das gehört für mich dazu und ich gehöre auch leider zu der Sorte Mensch, die immer selber erstmal hinfallen müssen, um daraus zu lernen. Die Sessions der Woche waren eine Herausforderung, weil ich echt sehr lange Phasen hatte, in denen ich einfach Carddead war und ich glaube, ich bin noch nie so oft hintereinander mit KK in AA gerannt und hatte selten so schwache Valueranges am River, weil ich einfach nichts mehr getroffen hab. Aber wenn ich früher in diesen Phasen immer sehr viel Verluste hinnehmen musste, schaff ich es mittlerweile fast immer durch meine Redline irgendwie im Break-Even-Bereich zu bleiben. Ich finde, das ist ein sehr wertvoller Fortschritt für mich! :)

Meine Sessions liefen eigentlich immer nach dem gleichen Muster ab:
Ich schieb als Favorit das Geld in die Mitte, verliere einen Stack und kämpf mich mühsam wieder auf 0, damit ich dann wieder in AA oder so renne und es geht wieder von vorne los...bisschen nervig, auch wenn ich natürlich verstehe, dass das wichtigste der EV ist.
Aber alles gut, das gehört dazu und damit komm ich klar. Womit ich allerdings weniger gut klarkomme ist, wenn ich merke, dass mein Mindset angeknackst ist und ich anfange zu tilten, ich aber nicht aufhöre zu spielen. Dann bin ich es nämlich selber schuld und ich ärger mich nur noch über mich selbst. Das ist leider diese Woche nicht nur einmal passiert aber gestern Abend war es ganz extrem. Ich erzähl euch das, damit ihr nicht den gleichen Fehler machen müsst:

Die gestrige Session lief genau nach dem oben beschriebenen Muster ab:
Ich verliere ganz am Anfang einen Pot, wo man nichts anderes machen kann, kämpf mich wieder nach oben und verlier dann den nächsten Pot im vergleichbaren Stil. So weit, so normal. Gestern waren aber soooo viele Fische im NL50 Pool unterwegs, teilweise mit den wildesten Stats und ich und 3 andere Regs haben uns um die Fische gekloppt. In diesen Momenten ist es natürlich nochmal frustrierender, wenn man nichts hittet und mit seinem AK am laufendem Band gegen K7o oder so verliert. Naja, der Pool war ziemlich klein und am Ende war es nur noch ein Tisch mit mir, einem anderen Reg und 4 Fischen. Ich hatte Position auf den Reg und wir konnten beide die Fische um eine Menge Chips erleichtern. Nebenher hab ich noch NL25 gespielt, wo es überhaupt nicht lief und ich einen Stack nach dem anderen verloren hab. Muss mir die Hände nochmal genau angucken aber ich glaube nicht, dass ich da viel hätte anders machen können. Ich habs dann so gegen Mitternacht geschafft wieder break-even zu sein, war dann auch müde und wollte eigentlich aufhören...nur noch ein paar Hände gegen die Fische auf NL50 spielen...das war schon der erste Fehler :f_ugly:

Naja, der große Fehler kommt aber jetzt, denn der NL50 Tisch ist ziemlich schlagartig leer gegangen und auf einmal saß ich mit einem 60/40 Fisch mit effektiv ca 180bb Stacks im Heads-Up. Ok, schade...dann mach ich jetzt aus, denn ich bin absolut kein Heads-up Spieler! Das dachte ich zumindest aber hatte dann AK und die Hand muss ich natürlich noch spielen. Wie es kommen musste, hab ich gegen T5o verloren, weil der Typ am River sein 2 Pair geluckt hat. Da ging der Tilt so richtig los, denn ich wollte die Session nicht in den roten Zahlen beenden(sehr fischiger Gedankengang, ich weiß) und dachte, dass auch wenn ich kein guter Heads-Up Spieler bin und der Rake dafür viel zu hoch ist, muss ich doch trotzdem eine Edge gegen den 60/40 Dude haben. Ist auf jeden Fall ein Fehler und jemand wie ich sollte definitiv kein Heads-Up gegen so einen Gegner spielen. Jede Aktion von ihm hat mich auf Tilt gebracht. Seine openraising sizes waren so unglaublich random zwischen 2x-10x. Seine betting sizes irgendwo zwischen 1BB und 250% Pot und ich sitze da mit oesd und verliere gegen 63o bottom pair. Ich konnte es einfach nicht sein lassen und hab den klassischen break-even-hunter gemacht aber egal mit wie viel Equity ich gespielt hab, am Ende hab ich verloren.

Bevor ich es realisiert hatte, war ich auf einmal wieder knapp 2,5 Stacks down und kurz davor meine Maus an die Wand zu werfen. Ich hab eigentlich kein Problem damit zu verlieren, wenn es schlechtes Spiel war aber gegen so einen Dude, der einfach irgendwelche Knöpfe drückt und ständig gewinnt, bin ich echt anfällig für Tilt.
Hab dann glücklicherweise irgendwann doch noch den Absprung geschafft und mir jetzt vorgenommen etwas mehr Reflektion und Theorie zu betreiben, denn genau dieses Verhalten war früher der Grund, warum ich den Sprung in die damaligen Midstakes (damals NL200) nie geschafft hab und den Großteil meiner BR vertiltet hab. Zumindest hab ich es nicht mehr so weit kommen lassen und 2,5 Stacks sind ja noch verkraftbar aber trotzdem mehr als ärgerlich.

Also die Lehre, die jeder daraus ziehen kann ist:
- Wenn man merkt, dass man besser nicht spielen sollte, weil man müde, unkonzentriert oder was auch immer ist, dann sollte man es lassen!
- Wenn man nur weiter spielen will, um seine Verluste wieder reinzuholen, dann sollte man es definitiv lassen! Its one big Session und es kommt nicht drauf an, wie du den Tag beendest, sondern nur dass du mit positivem EV spielst!!!
Und Mindset, körperliche Fitness, guter Schlaf und gutes Essen sind alles Faktoren, die Einfluss auf den EV haben. Das hab ich gestern wieder ganz klar erleben müssen :facepalm:

Hier ist der Graph der gestrigen Session:

Spoiler

Da sieht man ungefähr ab Hand 1300 ganz deutlich, wie gut das Heads-up gelaufen ist :f_rolleyes:

Never again! Egal wer mir da gegenüber sitzt...dafür bin ich einfach nicht gemacht...Ich glaube, ich sollte wie früher wieder so kleine Post-It Zettelchen an meinen Monitor kleben, die mich daran erinnern keinen Mist zu bauen

Naja, der Schaden ist auf jeden Fall reparabel und ich werd es schon überstehen. Vielleicht war es auch wichtig, dass ich den Fehler wieder gemacht habe und mir wieder klargeworden ist, dass das alles kein Selbstläufer ist, sondern der Erfolg mit stetiger Investition von Arbeit und Entwicklung verbunden ist.

Hier die Results der Woche:

Und der NL50 Graph der Woche:

Ist euch eigentlich schon meine stabile Redline aufgefallen? :happy: (Sorry, aber darüber freu ich mich am meisten )

Finds eigentlich noch ok. Fühl mich ganz wohl auf NL50 und glaube auch dort bestehen zu können. Dadurch, dass ich mehr Rake produziere, sollte ich mich eigentlich auch für die 20% Rakeback qualifiziert haben. Müsste da nochmal genau nachgucken, wie das geregelt ist aber ich meine ab 200$ Rake/Woche, steigt man in eine neue Stufe mit höherem Rakeback auf...das wär über ein Stack für mich.

Hier noch der all over Graph der Woche:

Spoiler

Da sieht man, was das für eine Achterbahn war und wie die letzten beiden Sessions quasi ein Freifall waren...

Immerhin bin ich diesen Monat noch im Plus, was ja auch erstmal positiv ist:

Spoiler

Wollte einfach auch noch was halbwegs positives posten :transpire:

Damit bin ich aber trotzdem seit meinem letzten Update -$113,82 nach unten gefallen und meine Bankroll steht damit jetzt bei 1418,02$.

Auf meinem Lehrplan für die kommenden Tage steht jetzt erstmal Turn- und Riverplay, mitsamt ordentlichen Gameplan in dem Bereich, verbessern. Kennt da zufällig jemand guten Content in die Richtung? Bin für jeden Tipp dankbar! :f_drink:


Antwort
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Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Hallo Tween,

klingt sehr vielversprechend, was du spieltechnisch draufhast. Allerdings scheint es doch nicht ganz so rund zu laufen. Du hast ja auch schon selbst einige Dinge benannt. Aber es ist für den außenstehenden Beobachter ziemlich eindeutig, wo die wahren Probleme liegen, wenn man sich so deine Posts durchliest. Van daher folgende

Tipps:

  • Verzettele dich nicht und konzentriere dich auf eine Variante. Ziehe diese dann über einen selbst festgelegten Zeitraum ohne Abweichungen durch und verschriftliche beides. Beispiel: "Ich spieleab jetzt ein nach einem festen Bankrollmanagement (s.u.) definiertes Limit (z.B. NL 50) bis zum Jahresende (31.12.2025 23:59 Uhr), wobei ich nur SNAP-Tische und keine Reg-Tische (und schon gar kein HU!!) spiele."
  • Setze dir ein Zeitlimit pro Session fest (z.B. 90 Minuten) und halte dich zu 100% dran. Mache dann immer eine Pause von 15 Minuten, bevor du weitergrindest.
  • Definiere dir einmal ein adäquates Bankrollmanagement und halte dich zu 100% dran (Details s.u.).

Bankrollmanagement:

Allgemeine Vorbemerkungen:

Bei deiner Spielstärke würde ich dir ein progressives BRM empfehlen. Eine Roll von 1,5k finde ich für NL 50 viel zu loose. Ein Vorschlag wäre folgendes BRM, welches nach hinten raus immer tighter (man könnte auch sagen: professioneller) wird:

  • NL 25: Richtwert $1250 --> Abstieg bei Unterschreitung von $1000 --> Aufstieg bei Überschreitung von $3000 (50/60)
  • NL 50: Richtwert $3000 --> Abstieg bei Unterschreitung von $2500 --> Aufstieg bei Überschreitung von $7000 (60/70)
  • NL 100: Richtwert $7000 --> Abstieg bei Unterschreitung von $6000 --> Aufstieg bei Überschreitung von $16000 (70/80)

Du kannst es gerne auch noch tighter machen, aber auf keinen Fall looser!!!. Du wirst merken, dass du bei Befolgen obiger Tipps auch wieder wesentlich besser wirst schlafen können.

Viel Erfolg!


Antwort
Zitat

Warum sollen 30 Buy-ins zu loose sein?

Ich habe in der Vergangenheit schon mit deutlich weniger geschottet.
Mit einem guten Mental Game ist das meiner Meinung nach der beste Weg, um aufzusteigen.

Rein statistisch gesehen verbrennt man sehr viel EV auf den kleinen Limits, wenn man ein zu konservatives BRM spielt – gerade als Funplayer.

Als Profi ist das etwas anderes:
Ein Profi darf im Grunde nie absteigen und muss genug Gewinn machen, um monatlich auscashen zu können.

Als Funplayer ist das Schlimmste, das passieren kann, dass man absteigen muss oder vielleicht sogar zwei Limits durchgereicht wird.
Solange man für NL2 noch 30 Buy-ins hat, kann man ja praktisch nie broke gehen.

Und die Limits unterscheiden sich ohnehin nicht so stark voneinander – es liegen keine Welten dazwischen.
Die Regs haben überall Leaks, und Fische sind Fische.

Je öfter man höher spielt als gewohnt und desto öfter man gefordert wird, desto schneller gewöhnt man sich daran und wird selbst eher zu einem „NL50-Reg“.


Antwort
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svn8888
Joined: 16.12.2011

Aber du hast doch sicher mitbekommen, daß es in seinem letzten Post durchgehend darum geht, wie er selbst sein Mental Game als nicht wirklich solide beschreibt???

Theoretisch scheint ihm ja klar zu sein, wie er sich verhalten muss und welche Fehler er vermeiden sollte.

Aber dann ist das Mindset vielleicht doch nicht so sattelfest, so daß ihm erst am Ende der Session klar wird, was er eigentlich tun und lassen wollte.

Aber Einsicht ist ja immer der erste Weg zur Besserung, und ich glaube auch, daß es ihm leichter fallen könnte, wenn er sich nicht zwischen verschiedenen Varianten und Limits verzettelt, sondern erst mal einen klaren disziplinierten Weg geht, bis er all das, was er theoretisch für sich ausgemacht hat auch verinnerlicht und automatisiert hat.

Dann sollte sein Mindset auch weniger Tilt anfällig sein, wenn ein Fisch eine Hand luckt, und man dann aus Ego-Gründen halt nicht meint, es ihm heimzahlen zu müssen um dabei die Kontrolle über sein Spiel zu verlieren und das erst nach der Session realisiert.


Antwort
Zitat
Tween
Joined: 02.06.2006

Danke für den Input, Sendrafreak :f_drink:

Zu den Tipps kann ich sagen, dass ich das weitestgehend schon genauso mache. Also ich spiele momentan nur noch SNAP. Reg Tische funktionieren für mich auf 888 nicht mit den ganzen Restriktionen in De.
Es ist auf 888 allerdings so, dass sich NL25 und NL50 SNAP nicht großartig voneinander unterscheiden, da eigentlich alle Regs, die normalerweise nur NL50 spielen würden, zwischen diesen beiden Limits hin- und herspringen. Das liegt einfach am Traffic. Dadurch ist es vom Spielniveau her fast identisch. Zumindest fast, weil es im Umkehrschluss sehr wahrscheinlich auch NL100 Regs gibt, die auch immer mal wieder auf NL50 zu finden sind. (Das ist aber eine Mutmaßung von mir, weil ich mir den NL100-Pool natürlich noch nicht angeguckt habe. Aber würde Sinn machen, da dort schon immer mal wieder neue Namen regelmäßig auftauchen.)

Das Ding mit dem HU gegen den Fisch hab ich ja hier schon mit der Intention als "abschreckendes Beispiel" gepostet...das wird garantiert nicht mehr vorkommen
Den Fehler musste ich offensichtlich einfach nochmal machen, um es zu verinnerlichen :f_ugly:

Beim Thema Bankrollmanagement bin ich allerdings eher bei Superior. Ich hab ja im Grunde nichts zu verlieren, da ich weder vorhabe auszucashen noch auf einem Limit broke zu gehen. Meine Grenzen stehen auch fest, also sollte ich z.B. unter 1,25k fallen, werd ich mich erst wieder auf NL25 hochgrinden. Das gute ist, dass das auf SNAP alles ziemlich schnell geht, weil man so viele Hände/h spielen kann.
Ich bin da nämlich auch ein Gewohnheitsmensch und je länger ich auf einem Limit spiele, desto besser werde ich dort auch schon ganz automatisch. Da unterschreib ich Superiors letzten Satz sofort! Und ich finde auch, dass ich EV verschenken würde, wenn ich zu lange auf NL25 bleibe, da sich das Spiel auf NL50, wie gesagt nicht so stark unterscheidet und ich ja unterm Strich schon winning player bin. Denke, dass das ab einem gewissen Punkt verschenkter Value wäre.

Was aber stimmt ist, dass ich während den Sessions viel zu oft die Live-Play Anzeige von Holdem Manager im Blick habe und auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, ist es glaube ich nicht zu leugnen, dass das durchaus Einfluss auf mein Spiel haben könnte. Ich hab mir daher auch vorgenommen Holdem Manager während den Sessions zu minimieren und erst am Ende zu gucken, wie es gelaufen ist.
Mein BRM ist auch progressiv gestaltet, habe mir zum Beispiel vorgenommen NL100 erst ab min 40, eher 45, Stacks zu shotten...und dann sehr konservativ bei 5 Stacks Minus wieder abzusteigen. Bin da aber auch flexibel und wenn ich merke, dass ich mich noch nicht bereit fühle, dann werd ich das noch tighter gestalten. Aber da bin ich ja noch nicht...

Gerade ist halt wieder so ne Phase, in der alle auf einmal nur noch Nuts haben und ich jedes mal AA gezeigt bekomme, wenn ich Preflop pushe. Dass diese Phasen nervig sind, kann wohl jeder Pokerspieler nachempfinden...da kann es sein, dass meine Wortwahl etwas dramatischer ausfällt. Zu meinem Werdegang und Fortschritt als Pokerspieler gehört halt auch, dass ich das alles verarbeiten, reflektieren und von mir abschütteln kann, damit mein Spiel am Ende nicht darunter leidet. Deswegen halt ich das hier auch alles fest und schreibe offen meine ganzen fischigen Gedanken und Fehltritte hier rein, verwende Ausdrücke wie "break-even-hunter", um die Lächerlichkeit/Sinnlosigkeit dieser Aktion noch weiter zu unterstreichen. Am Ende ist es mein Ziel von meinen eigenen Fehlern zu lernen und das kann ich am Besten, wenn ich ganz offen darüber rede. Vielleicht bringt es ja auch anderen etwas, dass sie diese Fehler erst gar nicht machen müssen. Das fänd ich dann optimal :)
Aber um ehrlich zu sein, bin ich unterm Strich schon relativ zufrieden wie weit ich gekommen bin und wie sich mein Spiel merklich verbessert hat :f_drink:


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Original von svn8888
Aber du hast doch sicher mitbekommen, daß es in seinem letzten Post durchgehend darum geht, wie er selbst sein Mental Game als nicht wirklich solide beschreibt???

Tatsächlich nein, sorry. Ging an mir vorbei. Bin jetzt nur auf den Post von Sendrafreak eingegangen.
Ich hatte den langen Post vom Blogger ehrlich gesagt nur überflogen. Und beim ersten mal überfliegen las sich das doch alles sehr gut.
Jetzt beim zweiten Mal drübersehen sind mir die Wörter „Maus an die Wand werfen“ aufgefallen. :/

Wenn das Mental Game nicht on top ist, ist der Approach mit den aggressiven Shots nicht gut. Denn ja, dann besteht wirklich die Gefahr, broke zu gehen. Das ist das Gleiche wie wenn man im Tilt die Limits aufsteigt, um irgendwelche Losses zu chasen. Das kann ab und an gut gehen, irgendwann läuft man aber auch dort Gefahr broke zu gehen.


Antwort
Zitat

Original von Tween

Was aber stimmt ist, dass ich während den Sessions viel zu oft die Live-Play Anzeige von Holdem Manager im Blick habe und auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, ist es glaube ich nicht zu leugnen, dass das durchaus Einfluss auf mein Spiel haben könnte. Ich hab mir daher auch vorgenommen Holdem Manager während den Sessions zu minimieren und erst am Ende zu gucken, wie es gelaufen ist.

Gerade ist halt wieder so ne Phase, in der alle auf einmal nur noch Nuts haben und ich jedes mal AA gezeigt bekomme, wenn ich Preflop pushe. Dass diese Phasen nervig sind, kann wohl jeder Pokerspieler nachempfinden...da kann es sein, dass meine Wortwahl etwas dramatischer ausfällt. Zu meinem Werdegang und Fortschritt als Pokerspieler gehört halt auch, dass ich das alles verarbeiten, reflektieren und von mir abschütteln kann, damit mein Spiel am Ende nicht darunter leidet. Deswegen halt ich das hier auch alles fest und schreibe offen meine ganzen fischigen Gedanken und Fehltritte hier rein, verwende Ausdrücke wie "break-even-hunter", um die Lächerlichkeit/Sinnlosigkeit dieser Aktion noch weiter zu unterstreichen. Am Ende ist es mein Ziel von meinen eigenen Fehlern zu lernen und das kann ich am Besten, wenn ich ganz offen darüber rede. Vielleicht bringt es ja auch anderen etwas, dass sie diese Fehler erst gar nicht machen müssen. Das fänd ich dann optimal :)
Aber um ehrlich zu sein, bin ich unterm Strich schon relativ zufrieden wie weit ich gekommen bin und wie sich mein Spiel merklich verbessert hat :f_drink:

Hey, ich finde, du kannst wirklich zufrieden sein. Du hast hier eine richtig schnelle und positive Entwicklung hingelegt. Das zeigt meiner Meinung nach auch sehr gut, wie viel es bringt, regelmäßig Hände zu posten und immer wieder Fragen zu stellen.

Ergebnisorientiert war ich persönlich nie – also im Sinne von: Ich schaue mir während der Session nicht ständig meine Live-Ergebnisse an.

Was bei mir aber lange Zeit ein großes Problem war: Sobald es über einen längeren Zeitraum schlecht lief – was ja beim Poker völlig normal ist und einfach dazugehört – bin ich bei jedem ausgedehnten Downswing innerlich explodiert. Teilweise hier im Forum, größtenteils aber in privaten Discord-Chats.
Ich bin einfach nie gut damit klargekommen, wenn es plötzlich nur noch bergab geht. Wenn es hochgeht, fühlt es sich ja oft an wie: „Okay, jetzt habe ich es endlich verstanden!“ Und sobald der Downswing kommt, kippt das Mindset und man kann die Situation nicht mehr rational betrachten.
Nüchtern wissen wir alle, wie Variance funktioniert – aber wenn der Downswing nur lange genug anhält, fällt man trotzdem leicht aus dem Gleichgewicht.

Das Einzige, was mir wirklich geholfen hat, war Zeit. Die Länge und Häufigkeit der Downswings hat meine Toleranzschwelle mit der Zeit erhöht. Je öfter ich da durchmusste, desto besser konnte ich damit umgehen. Und wie du schon sagst: Das gehört zur eigenen Entwicklung einfach dazu.

Nicht jeder kann von Anfang an ein Zen-Mönch sein, der große Downswings selbstbewusst wegatmet nach dem Motto:
„Ich bin gut genug, ich weiß es, und wenn ich lange genug grinde, bin ich am Ende wieder on top.“
Vor allem nicht, wenn man eigentlich gar nicht genau weiß, wo man steht. Durch ständige Aufstiege und immer neue Herausforderungen hat man – im Gegensatz zu vielen Regulars oder Profis – ja kaum eine große Sample oder eine gefestigte Winrate.
Andere Grinder haben Millionen Hände gespielt, ihre 3bb/100 irgendwo bewiesen und spielen seit Jahren dieselben Limits. Die wissen genau, wo sie stehen.

Wir als aufstrebende, ehrgeizige Freizeitspieler müssen uns und unser Spiel bis zu einem gewissen Punkt immer wieder hinterfragen. Das ist normal – und Teil des Weges.


Antwort
Zitat
Tween
Joined: 02.06.2006

Jo, danke! :f_drink:

Finde auch dass Upswings, genauso wie Downswings, einen gefährlichen Einfluss auf das Spiel haben können. Das musste ich auch schon selber erfahren. Da hittet man ohne Ende, jeder Draw kommt an und man fühlt sich wie ein Pokergott, während man trotzdem sehr schlecht gespielt haben kann. Da sollte man dann auch nicht aufhören sein Spiel zu reflektieren und wahrscheinlich sollte man es sogar genau dann am ehesten machen...

Dass ich immer wieder Probleme mit dem Mindset habe, hab ich ja nie zum Geheimnis gemacht, steht ja auch schon in meinem Anfangspost und Themen wie Emotionsregulierung etc werden mich eben mein ganzes Leben begleiten. Das gehört einfach zu mir und das muss ich akzeptieren. Aber daran arbeite ich ja und es ist bereits um einiges besser geworden. Dass es dann, wie gestern, immer mal wieder Rückschläge oder Tage gibt, an denen es nicht so funktioniert, ist dann aber auch erwartbar. Tatsächlich war der aller größte Fehler, den ich gestern gemacht hab, nach wenig Schlaf und stressigem Tag überhaupt zu spielen.
Wenn ich so Ausdrücke wie "Maus an die Wand werfen" schreibe, ist das btw nicht wortwörtlich gemeint, das soll eher meinen inneren Zustand beschreiben, dass ich mich geärgert habe. Da benutze ich dann eine etwas bildlichere, dramatisierende Sprache, um es klar zu machen. Also mir rutscht maximal ein etwas lauteres Fuck You! im RL raus...
Ich seh halt grundsätzlich wenig Mehrwert darin nur von meinen Sun-Runs zu berichten und alles was schief läuft tot zu schweigen. Finde dass beides Teil des Spiels ist und es eben zur Entwickung dazu gehört. Jeder hat ja seine Leaks und bei mir wird das immer ein Bereich sein, wo ich aufpassen und daran arbeiten muss.

Ich finds tatsächlich auch ziemlich sinnlos von mir ständig auf die Live-Play-Anzeige zu gucken und trotzdem mach ich es. Wenn ich aber, wie oben schreibe, dass ich mich am meisten über meine immer gerader werdende Redline freue, dann mein ich das genauso. Nach einer Session mit positivem EV und schöner Redline, bin ich schon zufrieden. Nicht dass die Dollars nicht auch nice wären :transpire:


Antwort
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bigdog63
Joined: 24.10.2011

Ein Kommentar zum Thema Live-Play: Stimme der generellen Meinung zu, dass es nicht zielführend ist. Andererseits, habe ich das Gefühl, dass es mir hilft Auto-Pilot zu erkennen, wenn die Redline steil monoton abwärts geht. Gerade in Phasen, wenn ich Carddead bin.


Antwort
Zitat
PokerSpass
Joined: 05.02.2006

Wie läuft es so ?
Update please.


Antwort
Zitat
Fyrebird
Joined: 13.08.2024

Original von bigdog63
Ein Kommentar zum Thema Live-Play: Stimme der generellen Meinung zu, dass es nicht zielführend ist. Andererseits, habe ich das Gefühl, dass es mir hilft Auto-Pilot zu erkennen, wenn die Redline steil monoton abwärts geht. Gerade in Phasen, wenn ich Carddead bin.

Ich merke es auch manchmal bei mir, dass ich z.b einen großen pot aufm einen Tisch habe und auf dem anderen irgendwie am river angekommen bin mit QTs auf 742 9 J . Das ich sozusagen die QTs erst auf dem River wahrnehme. Flop/Turn im autopilot gecheckt habe.
Das ist immer ein sehr gutes Anzeichen dafür das ich die Session beenden sollte


Antwort
Zitat