Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
Mit Poker das erstemal in Kontakt kam ich vor ca. 4 Jahren, als ich im ersten Studiensemester in eine WG einen Mitbewohner durchs Pokern sein Taschengeld auffrischen sah. Er erzählte mir damals wie er sich allein mit Pokern ein Notebook finanziert hatte. Er spielte auch zwischendurch live mit Freunden, wo ich einmal am Tisch dabei war. Damals hatte ich aber noch absolut keine Ahnung von Poker. Ich hatte mich zwar Online bei einem Anbieter angemeldet, aber stets nur mit Spielchips gepokert und Hände gespielt über die ich heute lachen müsste. Meine Motivation damals war natürlich auch etwas an Geld nebenbei zu erspielen.
Als ich dann die WG verlies spielte ich lange Zeit nicht mehr, bis ich vor ca. einem Jahr wieder Lust dazu bekam. Diesmal wollte ich es aber richtig anfangen und hab mir auch gleich 2 Bücher dazu gekauft. Anhand dieser habe ich dann angefangen zu spielen.
Zuerst spielte ich FL, wo ich dann aber fast meine komplette BR verspielt habe. Wegen dem Verlust und der Tatsache, dass das (mir empfohlene) FL mir nicht gefallen hat, bin ich auf NL umgestiegen, bei dem ich seitdem recht gut fahre.
Was ich anfangs noch nicht wusste, aber was mich immer mehr am Poker interessiert, ist die strategische und mathematische Seite des Spiels. Diese wurde in letzter Zeit fast mehr zum Motivator als das erspielte Geld.
Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
Ich habe oft in müdem auch betrunkenen Zustand gepokert und dabei große Verluste eingefahren. Daraus habe ich gelernt und mich größtenteils gebessert.
Den Tilt finde ich auch immer seltener, da ich durch den Erwerb des Wissens über Wahrscheinlichkeiten und der Varianz Suckouts als normalen Bestandteil des Pokerns akzeptiere.
Meine Schwächen sehe ich oft in bestimmten Situationen wo ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll, da ich eine bestimmte Erwartung an das Spielgeschehen habe. Eben durch über die Zeit fixierte Spielmuster. Meine Schwäche ist also die Starrheit und Unflexibilität im Spiel und das Betrachten jeder Situation und Hand als eine eigene und andere.
Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
Tight aggressiv zu spielen bedeutet für mich, mit nur ausgewählten starken Händen ins Spielgeschehen einzusteigen und dieses durch Bets und Raises zu dominieren und kontrollieren.
Die Schwäche die ich in dieser Spielweise sehe ist die Transparenz des Spielstils und die leichte Lesbarkeit.
Grüße
Kobra