Hallo,
ich bin zwar bereits ca. 1 Jahr hier getrackt, habe aber die letzten 9 Monate so gut wie gar nicht mehr gespielt.
So richtig zum Poker kam ich durch die Spielgeldtische bei Facebook. Irgendwann wollte ich dann doch auch mal mit echtem Geld spielen...
Damals spielte ich 1$ SnGs. Zuerst mit 5$ Startkapital von Pokerstars, mit denen ich mich ganz gut geschlagen hab (hab immer noch ca. 24 Dollar auf Pokerstars liegen). Später entdeckte ich Pokerstrategy (zum Glück) und machte das Anfängerquiz und startete mit den 50$ auf Full Tilt und außerdem noch 8$ auf 888 Poker.
Ich las zwar die Harrington on Hold Em Bücher und spielte Recht viel, doch irgendwann lies dann mein Interesse nach und ich "opferte" meine Zeit für andere Hobbies.
Nachdem ich nun einige male mit Arbeitskollegen und im Fußballverein pokerte, hatte ich wieder Bock auf Poker. Allerdings diesmal Cashgame und keine Sit and Go's mehr.
Da Full Tilt zur Zeit dead ist, spielte ich vor 1-2 Wochen bei 888 Poker mit den restlichen 6,50$ Bankroll munter drauf los. In der Zeit meiner Abstinenz hatte ich wohl das meiste vergessen, als ich bei nur noch 0,60$ stand, dacht ich mir etwas Theorie auffrischen würde mir wohl gut tun...
Bin inzwischen wieder etwas hoch (weiter runter geht ja kaum) und lese nebenbei noch das 6-max Buch von Harrington und hoffe diesen Kurs in ca. 1-2 Monaten durchgearbeitet und verinnerlicht zu haben.
So genug schwadroniert, los geht’s mit Lektion 1:
Frage 1:
Aus welchen Gründen spielst du Poker?
Erstens, macht mir Poker unheimlich viel Spaß. Ich mag die strategische Komponente und die Spannung beim spielen.
Natürlich fließt der Faktor Geld auch mit ein. Es erzeugt ja quasi die Spannung. Beim NLHE kann man entweder alles gewinnen oder verlieren.
Da ich Student bin, habe ich auch relativ viel Zeit und würde mich langfristig schon über ein kleines Taschengeld freuen.
Kurzfristig möchte ich einfach besser werden, mittelfristig Multi-Tabling & ein Limit-Aufstieg (ob das mit den aktuell 3,50$ auf 888 klappt ist fraglich, ich habe allerdings noch eine Chance auf ein 2. Startkapital bei Everest oder ich zahle bei einem Partnerraum ein...) und langfristig, dass das Poker etwas abwirft (20-50€ im Monat wären schon genug fürs Erste) und trotzdem noch Spaß macht.
Frage 2:
Was sind deine Schwächen beim Poker?
- Tilt: Ich raste gerne mal aus wenn's nicht läuft wie's soll und ich die Fische bei 888 auf NL2 mit 52o einen 4BB raise mitgehen sehe und am Flop schon 2 Pair hitten...jedoch weiß ich, dass mir solche Pfosten auf lange Sicht Gewinne bringen und beruhig mich dann auch relativ schnell.
- Ich kann AA, KK, QQ schlecht weglegen, auch wenn die Line meines Gegenübers mir eigentlich sagt, dass ich hinten liege (hat sich aber inzwischen schon gebessert)
- Ich kann (noch) nicht Multi-tabling. Ich möchte aber sowieso erstmal nur einen Tisch spielen um mich so zu verbessern (da ich mich so nur auf einen Tisch konzentrieren muss)
- Ich bin mir noch unsicher bei der Überschlagung der Pot Odds wenn ich am Tisch spiele. Bzw. allgemein schnelles Kopfrechnen. Aber ich glaube so genau wie in den Büchern rechnet man eh nicht (z.B. 2,21:1 Pot Odds etc.)
- Meine Postflop Skills würde ich allgemein als schlecht einschätzen (aber dafür mach ich ja den Kurs
)
- Ab und zu Unkonzentriertheiten (wenn ich z.B. 10 Hände nacheinander nur Schrott gedealt bekomm achte ich nicht mehr auf meine Gegner (Trackingsoftware wird allerdings verwendet)
Frage 3:
Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
Allgemein lassen sich alle Spieltypen an 2 Achsen festmachen. Eine Achse ist dabei Loose bis Tight und die andere Aggressiv bis Passiv.
Ein tight-aggressiver Spieler (auch TAG genannt) befindet sich also im Achsenbereich wo sich Tight und Aggressiv treffen.
Tight bedeutet, dass nur ausgewählte Hände gespielt werden. Seine Handrange ist also eher klein und im "oberen Bereich" der Starthände anzusiedeln. Das BSS SHC ist beispielsweiße für den TAG-Style konzipiert und zeigt diese Starthände unter Berücksichtigung der Position, allerdings ohne Reads auf die Gegner).
Aggressiv bedeutet, dass man im Gegensatz zu Passiv eher raist als callt. Man übt also mehr Druck auf die Gegner aus (um so Fehler zu provozieren) und nimmt die Initiative durch die raises in die Hand anstatt nur die Bets der Gegner zu callen und durchzuchecken. Natürlich sind Checks auch bei TAGs erlaubt. Jedoch sollten die ausgewählten Hände die gespielt werden stets aggressiv vorgetragen werden.
So, das war’s erstmal.
Ich hoffe die Antworten passen so und ich hab nicht zuuuu viel geschrieben
onethirtyeight
