Cliffs
- Online-Poker in DE mit 33,4 % noch vor Online-Wetten (29,4)
- 600.000 Spieler, weltweit Platz 2 hinter den USA
- Jeder Spieler investiert (!) im Jahr im Schnitt 226,35 Dollar
- Tendenz des Artikels neutral bis leicht freundlich gegenüber Online-Poker
- Kritik am Glücksspiel-Staatsvertrag
- Skandale: Absolute Poker und FTP, bei FTP ohne Zitat/Quelle der Punkt "Windows Keys wurden kopiert und sollten weiterverkauft werden".
Prinzipiell ist der Artikel gut und ausgewogen geschrieben. Kann man vom Leitmedium für IT-Themen in Deutschland am Ende auch erwarten. Lediglich der Punkt Bots wird da ein wenig in die Märchenecke gerückt. Die würde es kaum geben und wenn dann von den Räumen sehr schnell gebannt. DasGebuesch würde nen Herzkasper kriegen. Pokerstrategy wird einfach im Rahmen des generellen Business genannt (Gründer, Idee, Sitz, Screenshot der Seite). Also eigentlich nur die Beschreibung der Schule und das Finanzierungsmodell, ohne weitere Wertung.
Ansonsten geht es eben um das Business, die Probleme einer fehlenden Regulierung bzw. wie schon erwähnt der Umstand, dass "viele Sicherheitssiegel der Anbieter meist weniger Wert sind als das Honorar des Grafikers für deren Erstellung". Es gebe halt keine staatliche bzw. unabhängige Stelle, die sich die Software der Anbieter oder die Zufallsgeneratoren im Quellcode ansehen können.
Interessant fand ich auch den Aspekt ob Poker jetzt Glücksspiel ist oder nicht. Da werden an einige wissenschaftliche Studien abgehandelt. Da geht es zum Beispiel um den Faktor "Wiederholung", wobei Online-Spieler aufgrund der häufigen Wiederholung von Spielsituation die Schwelle vom Glücks- zum Geschicklichkeitsspiel viel schneller nehmen als Offline-Spieler. Ein weiterer Punkt ist die Sozialschädlichkeit. Diese sei beispielsweise gegeben, wenn die Einsätze in keinem vernünftigen Verhältnis zum Einkommen stehen. Dies sei Online aufgrund des breiten Angebots nicht der Fall, bei den Offline-Spielbanken mit ihren hohen Mindesteinsätzen schon.