So, ist zwar kein Meisterwerk, aber der Sinn sollte schon rüberkommen
Hallo Rembrandt,
in SNG's gibt es die Tendenz, dass Chips von kleinen Stapeln auf Big Stacks übergehen, denn mit einem größeren Stack kannst du in bessere Spots kommen.
Dies bedeutet, in jeder Hand wird jeder Stack einige Chips im Durchschnitt gewinnen oder verlieren. Mit grossem Stack wirst du in der Regel Chips gewinnen, und wenn du einen Teil deines Stacks riskierst, solltest du nicht nur deinen tatsächlichen EV, aber auch deinen Future EV berechnen.
Dies bedeutet, dass du mit einen großen Stack einige scheinbar + EV Spots überspringen musst, da bei Verlust auch der future EV beeinträchtigt ist. Dies ist die Basis dessen, was gemeinhin als "negative Edge" bekannt ist.
Im Umkehrschluss mit einem kleinen Stack: du benutzt ebenfalls future EV, aber bei einem Aufdoppeln kannst du die negative Edge verringern oder sogar ins Positive wenden. Spots, die auf den ersten Blick -EV sind, können so u.U. auch gespielt werden.
Dein EV berechnet sich actualEV + FEV, wo FEV der future EV ist und kann sich positiv oder negativ auf deine stacksize und die aktuelle Situation im SNG auswirken. Wenn dein FEV -x ist, kann ein Push mit einem tatsächlichen EV -x noch profitabel sein. Die Blinds haben einen grossen Effekt auf x (FeV).
Nun ist die Frage, wie man den FEV berechnen kann und das ist eigentlich nicht so einfach. Im Idealfall müsste man das gesamte SNG simulieren um es auszurechnen. Eine einfache Methode besteht darin, herauszufinden, wie viel du im Durchschnitt in der nächsten Hand gewinnen oder verlieren würdest.
Du kannst das Nash Gleichgewicht verwenden um einen ersten Anhaltspunkt für Ranges zu erhalten und den avg. EV der nächsten Hand berechnen. (die Blinds machen hier einen grossen Unterschied).
Dann kannst du einerseits weiter gehen und man kann bis ins Unendliche gehen, aber es kommt zu mehr und mehr Komplexität.
Ich glaube, unser ICM Trainer hat diese Simulationsmethoden und es gibt verschiedene Methoden und Annahmen, wie es abzuschätzen ist.