Urlaub ist leider vorbei, schön wars.
Ich schreib den TR wie er mir durch den Sinn kommt, wenn wer nähere Fragen hat einfach raus damit.
Unser Flug ging von Wien – Madrid – Miami, Aufenthalt in Madrid war mit 1h recht kurz bemessen. Da unser Flieger von Wien auch noch ca. 45min Verspätung hatte bin ich leicht nervös geworden, in Madrid sind wir dann zum Anschlussflug gelaufen. Ist sich aber grade noch so ausgegangen.
Ankunft spät Abends in Miami, dort in einem Motel nahe dem Flughafen geschlafen.
Unsere erste richtige Station sollte aber wie geplant Ft. Lauderdale werden. Der Transfer mit dem Greyhoundbus hat gut geklappt
Ft. Lauderdale hat mich überrascht. Cooler Strand und sehr gechillte Leute. Was wir so mitbekommen haben gibt’s dort recht viele schwule Paare, die sich auch in der Öffentlichkeit zeigen. Spricht für die dortige Lockerheit, stört uns auch überhaupt nicht.
Das NHL Spiel haben wir sausen lassen, weil das Stadion doch recht weit außerhalb ist. Keine gute öffentliche Verkehrsanbindung, und Taxi war uns zu teuer.
Fazit Ft. Lauderdale: für ein paar Nächte absolut OK. Wir haben und dort mal ein wenig akklimatisiert.
Nach 3 Tagen sind wir zu den Bahamas, genauer Freeport auf der Insel Grand Bahamas, weitergezogen. Die Fähre „Bahamas Express - Baleària“ hatte unterirdische Bewertungen bei Tripadvisor. Ich werde recht leicht seekrank und habe mich auf einen Höllentrip eingestellt. Den Berichten nach kommt es bei den Überfahrten regelmäßig zu Speib-Orgien. Von dem haben wir Gott sei Dank nichts mitbekommen, sowohl bei Hin-und Rückfahrt hat sich keiner übergeben. Sehr mühsam ist hingegen die Wartezeit auf der Fähre. Die reine Fahrzeit ist ca. 3h, man muss aber nochmal 2-3h draufrechnen für Boarding und Verlassen des Schiffs.
Da jemand gefragt hat wegen Tagestrips zu den Bahamas: würd ich ganz klar abraten! Die Strapazen als Tagesgast wären mir viel zu hoch. Vielleicht ists per Flugzeug angenehmer, per Fähre würde ich das nie mache.
Also, Fähre war OK, erster Eindruck von Freeport auch. Super Hotel mit perfektem Zimmer (Pelican Bay).Wir waren über Silvester dort und haben das New Years Dinner im hoteleigenem Restaurant genossen. Nette Party.
Die Unternehmungsmöglichkeiten in Freeport sind überschaubar. Es gibt einen netten Hafen mit einer Menge an kleinen Bars/Restaurants, das wirkt aber sehr nach Touri-Abzocke. Entlang des Hauptstrands sind die Mega-Resorts aufgereiht, der Strand ist aber öffentlich zugänglich. Schweine im Meer haben wir in Grand Bahamas keine gesehen, die dürften nur in Nassau schwimmen.
An einem Tag wollten wir tauchen, gab aber leider keinen freien Plätze mehr.
Wir waren einen halben Tag Schnorcheln und Kajak fahren, das war aber ein Reinfall. Keine schöne Natur und überhäuft mit Kreuzfahrtschiff- Passagieren.
Ein anderes Mal spielte das Wetter nicht mit, und wir haben den ganzen Tag im Zimmer verbracht. Um den Jahreswechsel sind in den USA unzählige American Football Spiele aus den College Ligen, Rose Bowl, Orange Bowl, uswusf. Uns ist am Zimmer auch nicht fad geworden.
Gibt ein großes Casino vor Ort, wir waren dort aber nur zwecks Bankomat und Geld abheben drinnen. Währung ist zwar Bahamian Dollar, die Umrechnung zum USDollar ist aber 1:1 und man kann auch mit US Dollar bezahlen.
Fazit Freeport/Bahamas: Ganz OK, aber nicht umwerfend. Vielleicht auch weil das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat, rückblickend würd ich das aus der Reiseplanung streichen. Für einen Tagesausflug total uninteressant!!
Zurück in Ft. Lauderdale haben wir uns einen Mietwagen geschnappt. Vorab haben wir bei Alamo ein Standard-Auto reserviert, am Flughafen dann hatten wir die volle Auswahl und haben uns für einen Fort Fusion entschieden. Super Auto, hat die ganze Reise keine Macken gemacht.
In Orlando angekommen haben wir uns ein NBA Spiel angeschaut, was auch ein riesen Erlebnis war! Bin nicht so der NBA Fan, meine Frau auch nicht. Aber wie die Amis diese Events aufziehen ist schon großartig. Gute Stimmung, tolle Show, nur die Magics haben leider verloren.
Tags drauf sind wir ca. 100km ins Kennedy Space Center gedüst. Dort einige Führungen mitgemacht, absolut empfehlenswert! Man kommt zu dem Launchpad, von dem Neil Armstrong 1969 zum Mond geflogen ist. Wenn man für geschichtsträchtige Orte was über hat ist man dort richtig.
Orlando Tag 3 war für die Universal Studios reserviert, wir haben und beide Parks und Fast-Entry geleistet. Super spaßig, aber auch wirklich teuer (ca. 190€ pro Person). Würde ich aber trotz des Preises wieder machen.
Spät abends haben wir dann mitbekommen, dass am nächsten Tag im Kennedy Space Center eine Falcon9 Rakete starten soll. Und zwar um 05:00 AM, um diese Zeit hat der Park aber noch nicht offen. Wir sind also um 03:30 in der Früh von Orlando los, um uns an der Küste bei Titusville ein nettes Plätzchen zu suchen, wo wir das Schauspiel erleben wollten. Wir waren nicht die einzigen, sehr viele Zuschauer haben sich trotz der frühen Zeit eingefunden. Leider was alles umsonst, ca. 70 Sekunden vor dem geplanten Start wurde der Countdown abgebrochen. Schade Marmelade, hätte ich sehr gern miterlebt.
Fazit Orlando: Top! Basketballmatch, Universal Studios, Kennedy Space Center sind quasi ein Muss wenn man dort in der Gegend ist. In den Universal kann man auch gut und gern 2+ Tage verbringen, und sonst gibt’s rund um Orlando auch noch einige Freizeit- Wasserparks die ganz cool sein sollen.
Nächste Station war Sanibel Island. Sehr ruhige Insel, entspannte Leute. Wir haben dort einen Strandtag eingelegt, wer gerne Muscheln sucht ist dort richtig. Auch eine Kajaktour durch die Mangroven unternommen, sehr cool! Die Leute dort haben genug Kohle, lassen das aber nicht bei jeder Gelegenheit raushängen. Sehr entspannt, tolle Natur, keine gespielte sondern Ehrliche Freundlichkeit bei den Leuten.
Fazit Sanibel: Top, hätten es dort auch länger ausgehalten.
Auf der Durchreise nach Key Largo haben wir den Tamiami Trail - Highway 41 quer durch die Everglades genommen. Gibt dort einige Raststationen und Infocenter, rundum schon die Alligatoren in freier Wildbahn. Eine Bootstour durch die Everglades darf auch nicht fehlen und war ein tolles Erlebnis.
Weiß grad den Betreiber nicht mehr, wenns wen interessiert kann ich nochmal nachschauen.
Krokodile zu Hauf, und alleine die Bootsfahrt war das Geld wert. So durch Schild zu düsen ohne echte Wasserstraße ist was Feines.
Abends in Key Largo angekommen haben wir nicht mehr viel unternommen, am nächsten Tag dann gleich weiter Richtung Key West gefahren.
Die Strecke entlang der Inseln ist schön, aber nicht umwerfend. Immerhin wurde da eine Wahnsinnsautobahn im Paradies gebaut. Schaut´s euch mal auf Googlemaps an, schon irgendwie pervers...
Key West ist schweineteuer und sehr touristisch. Wir haben eine 2h Jetskitour rund um die Insel unternommen, die war preislich in Ordnung und war echt lustig. Bin noch nie Jetski gefahren, gehen gut ab die Teile und man wird ganz ordentlich durchgebeutelt.
Fahrrad ausgeborgt und die Stadt erkundet. Hemingway-Haus, Duval Street, Leuchtturm. Abends steigt die Party in der Duval Street.
Fazit Key West: Würde ich nicht mehr hinfahren. Sehr lange Anfahrt, sehr touristisch, sehr teuer.
Letzte Station war dann wieder Miami, genauer das Art Deco Viertel in Miami Beach. Der Strand ist überwältigend, kilometerlanger feiner Sandstrand der ganz leicht ins Meer abfällt. Der Ocean Drive ist allerdings das Gegenteil. Kilometerlang reiht sich Hotel an Hotel, dazwischen Hochhaus-Ruinen und Hochhaus-Neubauten.
Die Bustour hat uns dann auch bissl mehr von Miami gezeigt, allzu viel gibt’s da aber nicht herzuzeigen. Miami hatte für uns kaum Höhepunkte. Wir klapperten die Lincoln-Road ab, wo sich in einer Fußgängerzone unzählige Kleidergeschäfte aneinanderreihen. Zweimal ins IMAX Kino und Interstallar und Birdman angeschaut.
Fazit Miami: Überhaupt nicht meine Stadt. Die Freundlichkeit der Menschen wirkt sehr aufgesetzt. Komplette schickimicki-Stadt, die nicht viel zu bieten hat.
Gesamtfazit USA:
Nachträglich würden wir einiges anders machen. In den 3 Wochen hatten wir 10 verschiedene Hotels, wodurch man sich kaum wo einleben konnte. Stationen wie Bahamas und Key West würde ich streichen, dafür anderswo ein paar Nächte anhängen. In Miami hätten auch 1-2 Nächte gereicht.
Sehr gut gefallen haben uns Orlando mitsamt der ganzen Umgebung, Sanibel und die Everglades.
Als wir vor 3 Jahren in New York waren ists mir nicht so aufgefallen, vielleicht ist das in Florida aber noch extremer: die Scheinheiligkeit der Amis. Alle superfreundlich und tun auf beste Freunde, wenn Sie aber merken dass du bei Ihnen nichts kaufen/essen möchtest verfliegt die Freundlichkeit sofort. Lifestyle steht vor allem in Miami an oberster Stelle, daran wird man gemessen. Jeder aufgetakelt bis zum geht nicht mehr, alle aber nur auf sich bedacht.
Das Essen ist auch ein eigenes Kapitel. Meine Frau ist Vegetarierin und hat sich in den Wochen echt schwer getan. Jeder isst dort Fleisch, und das in großen Mengen. Kulinarisch ists keine Geschmacksexplosion, überall Burger, Burger und nochmal Burger. Frühstücken wie man es auch Wien kennt ist dort nicht. Kein Schwarzbrot, kein Baguette, wenns gut kommt Toast. Waffeln, Pancakes, Donuts, Bagel stehen am Programm.
Die nächste Fernreise wird wieder Richtung Asien gehen, von den USA hab ich jetzt wieder länger genug. Preislich alles sehr teuer, kann man mit Asien nicht vergleichen.
Möchte die Reise aber nicht missen, waren super Erlebnisse und Eindrücke – nach 3 Wochen habe ich mich aber schon wieder auf daheim gefreut!