Sooo geht weiter. Sorry, war die letzten Tage nicht zuhause :/
Wir machen uns also weiter auf den Weg richtung Stavanger und es wird sehr schneller klar, dass es in der Küstenregion schwer mit wildcampen sein wird.
Der Weg dahin ist wieder super schön und wir halten öfters mal an und essen eine Kleinigkeit oder genießen einfach nur den Ausblick.
In Stavanger selbst sind wir dann nur ca. 20 Minuten mit dem Auto und entschließen, dass wir nicht so richtig Bock auf anhalten und Stadt anschauen haben, das Wetter war auch nicht so super. Also geht es weiter Richtung Preikestolen. Als wir dort ankommen fängt es schon an zu regnen. Dafür fahren wir direkt an einem Campingplatz vorbei (Preikestolen Camping). Wir fahren trotzdem erstmal so nah wie es geht an den Anfang der Route, um zu sehen wo es dann losgehen wird. Es gibt einen Parkplatz eine ganze Ecke vorher und einen direkt am Anfang des Weges, der aber 100 kr kostet.
Als wir dort sind ist es schon ziemlich neblig und der Regen wird stärker, wir fahren also erstmal wieder zum Campingplatz, um uns zu erkundigen, ob es noch einen Platz gibt und ggf. das Zelt aufzubauen. Platz gibt es, aber wir entscheiden uns noch eine Weile im Auto zu sitzen, bis der Regen aufhört um dann das Zelt aufzubauen.
Das passiert dann zum Glück auch recht schnell. Wir haben zwei Zelte dabei und bauen das auf, welches nach Aussage des Bruders meiner Freundin das bessere ist. Das hat allerdings auch schon viele fehlende Schnüre und gebrochene Plastikteile, die dann mit Paketband "repariert" worden sind. Soll aber reichen. Obwohl wir ca. 40 Heringe von beiden Zelten dabei haben, sind alle bis auf 10 innerhalb von 15 minütiger absoluter Frustration und 5 maligem hin und herschieben des Zeltes ziemlich verbogen. Der Boden war absoluter Horror. Irgendwann geht es dann einigermaßen, obwohl wir etwas Angst vor einer windigen Nacht haben.
Wieder soll es Internet im Aufenthaltsbereich geben, diesmal aber wirklich, wenn auch mit ständigen Verbindungsabbrüchen. Wir versuchen dort zu recherchieren, was wir die nächsten Tage noch so machen können.
Schnell setzt sich ein (natürlich) deutsches älteres Ehepaar zu uns an den Tisch und wir kommen ins Gespräch. Der Mann empfiehlt uns zum Langfossen Wasserfall zu fahren, der in der Nähe eines Campingplatzes ist den er uns ans Herz legt und der auch ganz gut in die Route passt. Ist also so beschlossen und im Internet steht, dass noch weitere Wasserfälle in unmittelbarer Nähe des Langfossen und der Straße sind.
Wir Essen noch etwas (Dr. Oetker Fertigreisgericht in Wrap ♦) und gehen dann schlafen.
Am nächsten Tag ist das Wetter glücklicherweise perfekt. Wir checken früh aus, fahren zu dem nähergelegenen Parkplatz und gehen den Weg zum Preikestolen hoch. Der Aufstieg soll ca. 2 Stunden dauern. Schon am Campingplatz waren überall Schilder auf denen stand, dass in Stavanger eine Pfadfinderkonvention mit 15k Teilnehmern stattfindet. Natürlich genau in unserer Woche und es wurde leider wirklich entsprechend voll. Aber auch sonst ist das wohl ein sehr beliebtes Ziel und anscheinend immer ziemlich überfüllt.
Wir sind glücklicherweise ziemlich früh dran, da ging es noch. Auf dem Weg runter gingen sehr viel mehr Leute mit uns runter als uns auf dem Hinweg entgegen gekommen waren.
Der Aufstieg macht trotzdem viel Spaß, ist sehr abwechslungsreich und auch die Freundin ist begeistert, so muss das sein.
Wir brauchen ca 1-1,5 Stunden hoch und es ist ca. 11:30 als wir ankommen. Wärend wir da sind kommen mehr und mehr Leute an und nach ca. 30 Minuten machen wir uns auf den Rückweg. Wir fahren nochmal zum Campingplatz um erneut zu duschen (ansich nicht erlaubt aber wayne). Auch wenn es keine wirklich anstrengende Strecke war (viele Kinder, Ältere und Hunde) war es einfach unglaublich warm und man kam dadurch gut ins schwitzen.
Danach geht es auf zu "Kyrping Camping", der Tipp des Mannes mit dem wir am Vorabend gesprochen haben. Der Platz liegt an der E135 zwischen Etne und Odda, allerdings auf ca. 1/4 der Strecke, also sehr viel näher an Etne. Wir müssen eine Autofähre benutzen, ist aber extrem unkompliziert und kostet 92 kr. Verlängert die Reisezeit aber natürlich etwas.
So absolut begeistert waren wir von dem Campingplatz dann auch nicht, auch wenn die Bucht in der er liegt ganz schön war. Neben uns leider eine (natürlich wieder deutsche) Familie mit nervigen Kleinkindern. Die Fahrt war wieder extrem schön, wenn auch relativ lang, sodass wir nicht viel mehr machen als Zelt aufbauen, etwas Essen und den Sonnenuntergang beobachten. Was es zu Essen gab weiß ich nicht mehr, jedenfalls haben wir es wieder in Wraps gewickelt. Geht mit fast jedem Essen, schmeckt, und spart Teller.
Reicht erstmal hoffe ich
Noch ein paar Bilder:
Spoiler

Direkt hinter dem Campingplatz

schon recht weit oben

rechts in der Ecke sieht man die Aussichtsplattform

Auch da oben irgendwo...

Blick von der Aussichtsplattform/dem über den Lysefjord ragenden Fels

Stau beim Abstieg...Zum Glück nicht durchgehend ganz so voll, aber man sieht das wirklich einiges los war.

Bucht bei Kyrping Camping

Sonne geht unter