Da du doch einige punkte angesprochen hast ich hierzu insgesamt ne ganze Menge geschrieben habe, unterteile ich es mal - der Übersichtlichkeit halber - auf mehrere Posts. Du kannst aber gerne auf Einzelheiten nochmal genauer eingehen und nachfragen.
Generell ist es so, dass wir uns in der sehr frühen Phase eines SnGs sher tight verhalten sollten. D.h. entsprechend unserer Position sind wir dann in früher Position sehr tight und werden dann - je später unserer Position - entsprechend looser. Aber verhältnismäßig für die frühe Phase generell tight. Dann macht es natürlich noch einen Unterschied, ob vor uns bisher alle gefoldet haben und wir "firstin" sind, oder es vor uns bereits limps und/oder raises gegeben hat.
Sollten wir firstin sein und eine hand halten, die wir spielen möchten, empfehle ich immer diese hand dann zu raisen und nicht zu openlimpen. Nach bereits limpern vor uns, können wir spekulative hände wie pocketpairs oder meinetwegen gute suited connecters bei entsprechenden odds mitlimpen. Sollten wir in später position dann aber z.b. mit 66 firstin kommen, empfehle ich auch jeden fall zu openraisen und nicht zu openlimpen.
Das lese ich hoffentlich auch so aus deinem post heraus und nehme an, dass dies openraisingrange für den CO ist, richtig?
also meine Line aus CO ist ohne limps: 66+, A2s+, K8s+, Q9s+, J9s+, T9s, A5o+, K9o+, QTo+, JTo
Dazu möchte ich im moment nur soviel sagen (da es ja primär auch erstmal speziell um die Hand ATs geht - allgemein über das Verhalten in den entsprechenden Situationen in der frühen Phase können wir uns aber gerne auch noch weiter austauschen), dass ich die range um einiges zu loose finde. Gerade wenn man vielleicht noch nicht ganz so viel Erfahrung gesammelt hat, ist es auf jeden fall besser in der frühen phase einen ziemlich tighten ansatz zu fahren, da man dann ganz einfach weniger fehler macht bzw. anfällig dafür ist. Deshalb spielen wir nur starke hände und diese dann aggressiv um auch gut value von den schlechteren händen unserer gegner zu ziehen und eben spekulative hände wie pocket pairs, da sich diese postflop auch gut weiterspielen lassen (entweder super getroffen und wir können gas geben; oder verfehlt und wir können uns billig aus der hand trennen bzw. nach odds und outs callen).
mit Limper: 77+, A8s+, K9s+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+, QJo
Das lese ich heraus, dass das deine range ist mit der du nach limpern ein isolationsraise machst, so wie in der hand zu sehen? Auch hier wäre das aus meiner sicht deutlich zu loose und unnötig in einem DoN, wo es darauf ankommt seinen stack möglichst gut zusammen zu halten und nicht marginal chips zu riskieren, da verlorene chips halt viel mehr wert sind, als gewonnene.
Diese range (77+, A8s+, K9s+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+, QJo) fände ich am CO als openraisingrange vertretbar mit geringfügigen änderungen, aber nach vorigen limpern solltest du um einiges tighter sein.