Original von ribpoker
Auf den 22ern würde ich AKs nicht mehr als drawing hand bezeichnen, dazu callen Dich viel zu viele Hände, die Du dominierst und pockets sind nunmal eher selten.
BuyIn hin oder her, ne Made Hand ist es nicht.
Gerade die Suitedness gibt Dir nochmal ne Extraequity.
Jep, kann man auch drauf drawen.
Raises aus EP erzeugen aber imo auch auf den 22ern durchaus die nötige Foldequity, um aggressives Spiel zu rechtfertigen. Nur bei einem auffällig loose-passiven Tisch würde ich hier limpen.
Loose-passive = Spielen zu viele Hände, aber raisen die nicht. Na ja, wenn Du gerne gesqueezed um große Pötte spielst und das auch noch in einem SnG bitte. Selbst an einem weak-tighten Tisch raise ich AKs nicht als early Position, eventuell aus MP1, wenn er sehr weak-tight ist und extrem meine Contis respektiert, aber dann eher auf Level3, auf Level1 geht es um nichts und doch um den frühen Turnierausschied. An einem weak-tighten Tisch ist ggf. limp + 1/3-1/4 Pot Probe am Flop preiswerter als 2,5-3BB preflop+u.U. Conti OOP.
Ist nur ein Gefühl, aber irgendwie passt es in meinen Augen nicht zusammen, einerseits supertight das Turnier zu beginnen und auf der anderen Seite mit AK nen familypot zu suchen.
Ich suche mit AK auch keinen Familypot, aber Donks callen Dich eh (und dann spiele ich mit der schwachen Hand OutOfPosition lieber einen kleinen Pot), egal ob Du raist oder nicht und bessere Hände konkret 22-AA callen Dich auch eh, es sei denn Du überbettest heftig den Pot, dann callen Dich nur noch (viel) bessere Hände, auch uncool.
Gut, ich kann es mit pocket 22 gleichsetzen - wenn ich am Flop nix treffe, dann ist die Hand für mich gestorben, aber das Problem ist halt, wenn ich alle mitspielen lasse, weiß ich ja selbst mit TPTK nicht genau, wo ich stehe, HU kann ich dafür gegen den richtigen Gegner schon mal meinen Stack riskieren, im multiway pot muss ich gg Widerstand sogar folden, wenn mich der Flop gut getroffen hat.
Nein, wenn Du preflop AK raist, riskierst Du immer broke mit TPTK zu gehen, wenn nicht ist das ein heftiges Leak.
Gelimpt gehst Du seltener broke und kriegst mehr Value von dominierten Händen (vor allem zur Zeit, wo sich AK-limping noch nicht so herumgesprochen hat). Erfordert natürlich etwas Postflop-Skill.
Ich glaube, das ist nix für mich, dazu bin ich zu aggressiv - ist es vielleicht in letzter Konsequenz ne Frage des persönlichen Spielstils?
Jep, habe ja auch geschrieben, dass beide Varianten vermutlich gleichwertig sind. Je besser man in ICM im Vergleich zu postflop ist, desto eher sollte man vielleicht zur AK-limping-Variante greifen.
Es gibt noch einen weiteren Vorteil, insbesondere gegen Regulars. Normalerweise limp/callen wir Pockets 22-JJ early aus früher-mittlerer Position. Ein aufmerksamer Villain könnte uns theoretisch mit any2 isolieren und auf jeden auf any A-,K-Board rausbluffen. Sobald AK,AQ in der Limp/Calling-Range ist, kann er das nicht mehr.
Wie auch immer, mir ist es Ralle, ob ihr das gut findet, es gibt für beide Ansichten HighRoller, die dies erfolgreich betreiben (1st In immer Raising hier z.B. FA_Morgoth; auf 2p2 ist Pudge etwa ein eifriger Vertreter des AK-limping), meinen ROI stört dies nicht und je weniger diese Ansicht teilen, desto besser an sich.