ich kenne das Problem und habe immer wieder Phasen in denen ich total Tiltanfällig bin und Phasen, da bin ich total Tiltresistent. Wenn ersteres der Fall ist hör ich meistens auf und wenn ich aber patou weiterspielen will gehe ich ein paar limits runter.
Der Grad zwischen a-game und tilt ist bei HU extrem schmal, da sehr viel readbasierend ist. Man muss sich das klar machen, ein falscher Read weil du dich deinen Emotionen hingibst und das ding ist gelaufen!
Ich werde mir die nächsten Tage auch the Poker Mindset mal holen, vll steht da ja was feines drin. Ansonsten kann ich noch folgende tipps geben:
- Du wirst NIEMALS der beste sein! Es wird immer spieler geben die um einiges besser sind als du. Erkenne das an und zolle ihnen Respekt und erkenne an (in dir) das du von diesem Spieler noch etwas lernen könntest! Sehe es also als Herausforderung wenn du nunmal so schon gegen ihn spielen musst und versuche ihn Klug zu exploiten. Wenn das nicht klappt dann sollst du am Ende von dir sagen können du hast dein a-game gespielt - du wirst sehen, du wirst sehr zufrieden sein, selbst wenn du am Ende verloren hast.
- Die meisten Spieler geraten auf Tilt, nicht weil sie a-game gespielt haben und Badbeats kassiert haben, sondern weil sie zwischendrin immer wieder schlechte und unüberlegte Moves drin hatten und am Ende dann verloren haben, obwohl sie ohne diese Moves wahrscheinlich gewonnen hätten. Die Allerwenigsten Spieler können damit gut umgehen. Oftmals ist es die Wut auf sich selbst die einem zum Tilt verleitet, BadBeats werden oftmals als vorwand benutzt um die Unzufriedenheit mit seinem eigenen Spiel zu entschuldigen. Mein Tipp hierzu ist sich selbst ständig als ein Schüler zu sehen. Die beste Fähigkeit eines Schülers ist wohl auch durch Fehler zu lernen! Analysiere deine Fehler, sage dir: "hey, das war unnötig, dass kann ich besser und werde es versuchen abzustellen!", aber sei nicht böse mit dir selbst - dont forget - du bist in einem ständigen Lernprozess, es wird immer ein Meister für dich geben!!!
- Spiele nicht Ergebnisorientiert. Mache dir ein festes BRM das auf den Buy in genau festlegt, wann du aufsteigst und wann du absteigst und lege eine genaue Zahl fest, ab welchem Betrag du wieviel als Belohnung auscasht.
Mache Pokerstove auf und checke bei einer entscheidenen sofort nach einem HU nach, ob du richtig gespielt hast oder vielleicht doch die Hand besser hättest gestalten können. Wenn du dir nun immer noch sicher bist das du alles richtig gemacht hast - sei zufrieden mit dir!
Erkennst du, dass du die Hand besser hättest spielen können: Überlege dir Strategien, mit welcher Line du besser davongekommen wärst. Hast du das getan: Sei zufrieden mit dir, du hast ein weiteres leak erkannt und abgestellt - dont forget.... .
- Falls dir ein Ergebnisunorientiertes spielen nicht gelingt: Gestalte dein BRM konservativer und steige ggf. ab. Das allerschlimmste ist bei HU positiv oder negativ auf scared money zu hocken, und das wirklich alleralleraller schlimmste ist es, dass man dies meist nicht so schnell bemerkt. Es sind die kleinen gutdurchdachten "gefühlvollen" bets, die den gegner vor eine schwere Entscheidung stellen und ihm zum Fehler zwingen und die einen selbst nur ein zu verkraftendes Risiko darstellen.
- Stelle den Player Chat und Observer Chat KOMPLETT AUS und mache ihn in deiner weiteren HU Karriere nie wieder an - es kostet dich nur Energie und Nerven. Dein Gegenüber kann sein wer will. Du spielst dein Spiel, es ist völlig egal ob du gegen einen realen Gegner oder gegen einen Computer spielen würdest. Du versuchst den Gegner zu exploiten - das ist eine Herausforderung. Gelingt dir diese nicht, dann solltest du daraus lernen und veruschen es beim nächstenmal besser umzusetzen - denke daran... nicht Ergebnisorientiert denken. Du kannst den Gegner exploited haben und trotzdem wird er gewinnen. Sei es durch ein Suckout oder weil er einfach das glücklichere Setup erwischt hat. Andersherum gilt das aber genauso.
Erkenne auch, wenn du mehr Suckout einsteckst als austeilst (Objektivität ist hier nur selten vorhanden) heisst das im Umkehrschluss das du ein überdurchschnittlich guter Gegner bist, da du meist mit der bessere Hand deine Chips reinschiebst.
And dont Forget - DU HAST IMMER EINEN MEISTER und bist deine komplette Pokerkarriere ein Schüler!!!