Original von buddy1988
ok das leuchtet mir ein. habe mir folgendes training hierzu überlegt:
(bitte um korrektur, falls etwas falsch/verbesserungswürdig ist)
1. ein gefühl für ranges generell bekommen (range strategieartikel)
=> was bedeutet 10%/15%/40% pushing/calling range
Richtig. Du solltest natürlich ein grundsätzliches Verständnis haben, was in welcher Range drin ist. Was die Counter-Range angeht, musst du halt einige Tests machen und mit dem Equilator rumspielen. Gegen eine Range welche aus 99 - AA besteht hast du mit 65s 22% equity. Mit 88 (welches spieltechnisch höher eingestuft ist als 65s) lediglich 18%. Das kommt daher, dass du deine Hand sowieso verbessern musst, nur was willst du mit 88 machen? Ein Set oder eine 1 Card-Straight. Mit 65s kannst du TwoPair, FH, Straight, Flush etc. pp treffen.
2. mit dem ICM trainer trainieren und lernen nach NASH zu pushen
=> PoF nach streng nach NASH trainieren, um ein gefühl für PoF ranges im
Verhältnis zu den chipstacks zu bekommen (geht nur mit erfahrung oder?)
Mit dem ICM-Trainer trainieren ist in Ordnung. Ich persönlich bevorzuge es aber gewisse Szenarien damit zu trainieren. Wenn ich Probleme kurz vor der Bubble oder an der Bubble hatte, habe ich hände mit 4-5 Spielern trainiert. Wenn ich mir nicht sicher war, was zu callen, habe ich es so gesetzt, dass ein Gegner vor mir All-In ist. So Situation à la was mache ich 9 handed im SB mit AA bringt halt nix, weil es eh klar ist.
3. oben genanntes an gegner anpassen gegen rock looser pushen/tighter callen
úsw.
Wenn du dies trainieren willst, solltest du auf jeden Fall mit dem Wizard arbeiten. Ist meiner Meinung nach sowieso das mit Abstand beste tool um ein Gefühl für Ranges zu entwickeln.
wäre der lernpfad in ordnung? bin mir bei NASH etwas unsicher, weil es auf mich so wirkt, als ob man wirklich viel viel erfahrung braucht und das alles sehr dynamisch ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir unter NASH das gleiche verstehen. Du sprichst hier immer von NASH und dann von PoF-Phase und Bubble.
NASH ist eine Equilibrium-Strategie. Es ist daher ein perfektes Gleichgewicht. Wenn du nach NASH pushst und dein Gegner nicht nach NASH callt, macht er einen -EV Move.
Was tut NASH also? NASH sorgt dafür, dass dein Spielstyle nicht exploitet werden kann. Während der Anwendung eines unexploitbaren Spielstyle kann man allerdings auch nicht den Gegner exploitbaren. NASH ist daher eigentlich nie MAX EV.
Ferner geht NASH davon aus, dass dein Gegner nach NASH spielt. Wenn du also das NASH Calling-Chart anschaust, geht es davon aus, dass dein Gegner nach NASH pusht. Wenn dein Gegner aber 7BB deep nur TT+, AQs+, AK pusht, hat das nichts mit NASH zu tun und die NASH Calling Tabelle ist extrem stark -EV.
NASH und auch SAGE (siehe Strategiesektion) sollten IMO nur angewandt werden wenn man sich keine Edge gegen den Gegner geben kann. Wenn du dich also auf den 3.50ern auf Stars rumschlägst und mal wieder ein BRB-Coaching-gebender Unam/Shakin oder wer auch immer vorbei kommt und du keine Leaks findest (und so ehrlich bist, join.me nicht einzuschalten
) kann es deinen EV erhöhen. Das Problem welches du haben wirst, ist wenn sie realisieren das du nach NASH spielst, was ja nur funktioniert wenn man push-or-fold spielt und sie dich verstärkt minraisen. Aber das ist eine andere Geschichte.
und noch eine letzte frage: wie kann man abschätzen, wie viel % jemand nach NASH pushen darf, ohne zu rechnen? nur erfahrung?
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du nicht NASH meinst (Erklärung siehe oben), sondern ICM.
Vieles ist Erfahrung.
Vieles ist aber auch Wissen.
Wissen in dem Sinne, dass du als alleiniger Bigstack an der Bubble loose pushen kannst und deine Gegner wenig callen können.
Wissen in dem Sinne, dass du weisst, dass für die als Avg. Stack es interessanter ist den Shorty zu busten als gegen den CL aufzudoppeln.
Wissen in dem Sinne, dass du in der ersten Hand eines SNGs nicht mit QQ preflop broke gehen kannst, weil dir dafür die Equity fehlt (ausser dein Gegner pusht wirklich alles, was aber selten der Falle ist).
Zum Abschluss noch etwas. Wenn du deine Gegner auf Range setzt: überprüfe ob du richtig lagst!
Wenn du deinen Gegner auf 5% setzt (was ungefähr 88+,AJs+,KQs,AKo entsprechen sollte) und der Gegner zeigt dir KK, dann ist das in seiner Range. Also kein Fehler hier festzustellen. Wenn er dir aber nun QTs zeigt hast du seine Range falsch definiert.
Das ist auch das tückische an Stats. Nur weil jemand 5% 3bet gemäss HUD hat, bedeutet dies ja nicht, dass er nur for Value eine 3bet macht. Er kann mit seinen AA callen wenn er weiss du machst 100% CB am Flop und versuchen dich mit KTs rauszubluffen oder im falle eines calls von deiner Seite mit einer spielbaren Hand (kann gut mit dem Board connecten) einen grösseren Pot zu spielen.