ich zitiere mal aus unserem artikel über spekulative hände:
Wie spielst du niedrige Pocketpairs?
Der Wert niedriger Pocketpairs besteht fast ausschließlich in ihrem Set-Value, also in ihrer Chance einen Drilling zu machen. Zu den niedrigen Pocketpairs zählen 22, 33, 44, 55, 66.
In der frühen Phase solltest du versuchen, so billig wie möglich den Flop zu sehen. Es sollte keine Erhöhung gegeben haben. Je häufiger am Tisch vor dem Flop bisher erhöht wurde, desto seltener solltest du sie in früher Position spielen. Eine Erhöhung kann man mitgehen, wenn du selbst und der Gegner mindestens das 20fache der Erhöhung noch an Chips zur Verfügung haben.
In der mittleren Phase solltest du die niedrigen Pocket Pairs etwas vorsichtiger spielen, da es hier schon des Öfteren zu All-Ins kleiner Stacks kommen kann oder mittlere und größere Stacks grundsätzlich aggressiver werden. Von daher sollten niedrige Pocketpairs in dieser Phase erst ab mittlerer Position gespielt werden und auch nur dann, wenn es keine Erhöhung gab und du nicht mehr als 5% deines eigenen Stacks einbringen musst, um den Flop zu sehen.
Postflop ist die Spielweise niedriger Pocketpairs relativ eindeutig: Verfehlst du den Drilling, investierst du keine weiteren Chips, sondern gibst die Hand auf.
Die Wahrscheinlichkeit, ein niedriges Pocketpair als Starthand zu erhalten, liegt bei 2,2%. Am Flop trifft man einen Drilling oder besser in 12,7% aller Fälle.