Es erscheint mir fast wie ein Paradoxon, deshalb bitte ich um Gedanken dazu
Folgende Situation:
5-handed
Blinds: 200/100/25
Stacks nach Ante:
MP: 3320
CO: 1255
BU=Hero: 1595
SB: 3375
BB: 3530
MP und CO folden. Die anderen beiden seien unknowns.
Die ICM Nash Calculator Results sagen mir, daß ich ca. 36% pushen kann.
Wenn ich dem Wizard die gleichen Callingranges verpasse und die Edge auf 0 stelle, dann empfiehlt er mir ca. 68% zu pushen. Das ist ein Riesenunterschied. Warum ist der Wizard so loose?
Wenn die Leute die Nash-Range callen, dann sollte ich doch auch die Nash-Range pushen und nicht etwa fast doppelt so viele Hände. Oder?
Intuitiv ist mir aus Future-Game-Gründen natürlich klar, daß ich hier auch recht loose in die Bigstacks reinpushen muß, da sie nicht viel callen werden. Mein Stack ist nämlich immerhin noch dazu geeignet, sie auf das Niveau von CO runterzubringen. Wenn ich jetzt zu viel folde, stehe ich an der Bubble als Shorty gegen drei Bigstacks, von denen sich jeder leisten kann, zwei bis drei Runden auf eine gute Hand gegen mich zu warten, wenn CO von einem der Bigstacks rausgenommen wird.
Gebe ich beiden die "Average"-Range, die beim Wizard voreingestellt ist, dann kann ich sogar any 2 pushen. Allerdings liegt daß wohl daran, daß die "Average"-Leute hier anscheinend noch deutlich tighter callen als die Nash-Freaks.
Berücksichtigt der Wizard das Future-Game auch dann, wenn ich die Edge auf 0 stelle?
Zusammengefaßt:
Wizard mit Average-Callingranges: 100%
Wizard mit Nash-Callingranges: 68%
Nash: 36%
Mich interessiert weniger eine Bewertung der Hand als eine Begründung, warum der Wizard hier bei Nash-Callingranges fast doppelt so viel pusht wie Nash.
