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the_typhoon
Beigetreten: 02.03.2005
Oldschool Grinder

€dit: hab' nicht bemerkt, da�? er noch Einkommen hat und unterschätzt, da�? man als Gambler von einigen Menschen anscheinend doch noch Kredite erhält.

Auch ich würde in seiner Situation callen, wenn ich verliere würde ich mir nicht wegen dem Call sondern wegen dem Buy-In (klarer Versto�? gegen das BR-Management) in den Arsch treten.


peppard
Beigetreten: 01.05.2005
Elite Grinder

irgendwelche reads von mr.millionaire? ;)

Aber auch statistisch sollte hier wohl ein Fold kommen.
Der Nutzen von zusätzlichen $700000 ist weit geringer als der entgangene Nutzen von verlorenen $700000. Ich denke geringer als die 4:1 Chance von AA gegen mr.millionaires all-in range.

Wenn die $700000 aber nicht alles sind, was an Bankroll da ist, sieht es schon anders aus. Bei $100000 Reserve würde ich wohl schon callen, denn so eine Chance bekommt man nicht oft ...


Denz
Beigetreten: 16.01.2005
Elite Grinder

Die Frage wäre wesentlich interessanter wenn er 2 schwarze Könige vor Augen hätte...Asse ist jawohl der klarste call EVER.
Wenn ich nicht bereit bin mein ganzes Geld zu riskieren brauche ich auch nicht in das Spiel einzusteigen, eine grössere Edge wird es in dem Spiel nicht geben.

Also entweder er bleibt ganz weg von dem Spiel oder er called hier!


oblom
Beigetreten: 07.04.2005
Oldschool Grinder

Für einen 100.000$/a-Spieler ist ein Verlust der Bankroll zwar bitter, aber sicher nicht der Super-GAU. Allerdings kann sich der Typ nie wieder in den Spiegel schauen, wenn er den Laydown macht.

Denz' Variante mit KK gefällt mir besser. Da kommt dann aber wohl jeder ins Schwitzen.


the_typhoon
Beigetreten: 02.03.2005
Oldschool Grinder

Original von Denz
Wenn ich nicht bereit bin mein ganzes Geld zu riskieren brauche ich auch nicht in das Spiel einzusteigen

Er wollte ja auch eigentlich Short-Stack spielen, er kauft sich nur durch einen Mouse-Slip mit seiner gesamten BR ein.


ja ihr könnt jetzt alle klug daherreden aber kommt mal selbst in so eine situation... dann macht ihr euch alle aber ganz schön in die hose


300.000 darfst du noch verdienen, dann müsstest du die ersten Dollar auf dein deutsches Konto transferieren. Das deutsche Konto... ob du das noch benutzen kannst? Geld ist eh keins drauf. Du arbeitest zum kleinstmöglichen Lohn; so kurz wie möglich. Deine Finanzen sind ein perfekt ausgeklügeltes System, dass in einem ständig zirkulierendem Geldfluss alles in Gange hält, ohne einen cent zu kurz zu kommen, oder übrig zu lassen. Ja. Dein Leben ist perfekt.

Anscheinend ist aber bei 1.000.000 das Konto voll, von daher könnte er ja eh nur 300.000 gewinnen oder 700.000 verlieren. Seh ich doch richtig oder?

Einer meinte ein paar Posts vorher, dass er dann kein Geld mehr für Strom etc. haben könnte. Das ist falsch da er ja arbeiten geht und ein "perfektes System" ausgeklügelt hat. Das erste mal auszahlen würde er ja erst wenn er die Million hat, von daher ist er anscheinend auch noch nie an das Pokergeld gegangen.


the_typhoon
Beigetreten: 02.03.2005
Oldschool Grinder

Original von patr1k
Einer meinte ein paar Posts vorher, dass er dann kein Geld mehr für Strom etc. haben könnte. Das ist falsch da er ja arbeiten geht und ein "perfektes System" ausgeklügelt hat. Das erste mal auszahlen würde er ja erst wenn er die Million hat, von daher ist er anscheinend auch noch nie an das Pokergeld gegangen.

stimmt das hatte ich hier übersehen


peppard
Beigetreten: 01.05.2005
Elite Grinder

Original von bozz23
ja ihr könnt jetzt alle klug daherreden aber kommt mal selbst in so eine situation... dann macht ihr euch alle aber ganz schön in die hose

Deshalb machen wir uns ja jetzt schon Gdanken, damit wir dann später einmal richtig entscheiden können :)

Zur KK-Version:
grobe stats: 1:4 dog gegen AA, 2bis3:1 Favorit gegen alles andere

Tja nun müsste man mr.millionaire schon kennengeht er nur mit AA all-in - oder gerade damit nicht ...

Ohne Reads ist das grob 1:1, also reines Glücksspiel. Das hatte Hero nicht vor, er sollte die Kontrolle über seine Einsätze behalten und folden. Wenn mr.millionaire richtig loose ist, kann Hero ja gleich mit kleinerem Stack zurück kommen und ihn ausnehmen. Ein Fold hier hat wohl auch keine bleibenden psychologischen Folgen.


Original von the_typhoon

Original von Matthias Wahls
All-in ist erzwungen. Ein richtiger Spieler (und jemand, der sieben Jahre spielt ist halt einer) kann eh nicht anders.

Was zu beachten ist: der Bursche hat das Potential 100.000 Dollar pro jahr zu verdienen. Als nichts mit Strick oder Brücke. Au�?erdem würde er sich sein Leben lang fragen, was aus dieser Hand geworden wäre. Und er würde sich auch seine Feigheit ein Leben lang vorwerfen. Dieser Vorwurf würde ihn verfolgen wie ein nie enden wollender Apltraum. Und au�?erdem: das �?qivalent von 7 Jahren Arbeit in einer Minute verdienen zu können ist eine verlockende Vorstellung.

Nun also zur Analyse. Was könnte der Gegner haben?

1. AA
Damit ist der All-in Move (des Gegners) nicht besonders gut, denn im Prinzip gewinnt man damit nur die Blinds, zu wenig für AA.
AA ist ist für unseren Hero die ungefährlichste Variante und zudem noch profitabel, da man sich ja die Blinds teilt.

2. ein hohes Pocket Pair (KK oder QQ)

AA ist gegen KK mehr als 4 zu 1 Favorit

Meine Gewinnerwartung mit diesem Move wäre hier also 80 %, d.H. 560.000 Dollar. 560.000 Dollar für eine Minuten Schwitzen. Das All-in ist so forciert als nur sonst was.

Hmm, aber irgendwie pa�?t dein Standpunkt nicht so ganz zu dem was du zum BR-Management schreibst: Kapitalerhaltung steht an höchster Stelle.

Der Kerl mag' 57k $ in der 4-Tage Woche machen, aber dafür braucht er (je nach Sicherheitsbedürfnis) mindestens 250k $ um Downswings abzufedern. Wenn er im o.g. Bsp. called und verliert mu�? er wieder ganz unten anfangen, wie lange wird es dauern bis er wieder profitabel Pokern kann? Was ist wenn er die Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann, bevor es soweit ist?

Du baust dir doch selber gerade im Rahmen des Coachings eine neue BR auf. Nun stell' dir mal vor du hättest au�?er der mickrigen BR kaum noch private Rücklagen, hättest keine Pokerschule gegründet und könntest kein Schach spielen. Hättest du da nicht ein paar Wochen lang ein mulmiges Gefühl im Magen?

-t-�-ph-00-n-

Ich sehe dort keinen Wiederspruch. Unter normalen Bedingungen sollte man die Kapitalerahltung über die Profitmaximierung stellen. Aber dies ist doch hier wohl keine normale Bedingung. Die Call-Entscheidung bringt dir 560.000 Dollar. Wie ich schon an anderer Stelle mal geschrieben habe. Das Konkrete (spezielle Situation) steht immer über dem Allgemeinen (Regel, Prinzip).

Ich hatte auch geschrieben, dass sich der High Roller Geld leihen kann (in der Szene ist es Usus, dass er das auch tut, nämlich von seinen Kollegen, natürlich kann er auch einen Kredit aufnehmen). Er muss also definitiv nicht von unten anfangen.


Karpfen
Beigetreten: 20.03.2006
Oldschool Grinder

Da weiss ich ja an wenn ich mich wenden kann, falls ich bankrott bin
Matthias


dayero
Beigetreten: 26.02.2005
Oldschool Grinder

Original von Matthias Wahls

Gerade jemand, der die high stakes profitabel spielt würde hier callen.
Literaturempfehlung zu diesem Thema: "The Professor, The Banker And The Suicide King" von Michael Craig. Im Falle der Niederlage leiht sich der typische High Stakes-Spieler Geld und ist schnell wieder oben auf.

Meiner Meinung nach hat jemand der hier folden würde nicht das Zeug (mental) zum richtigen High Stakes-Spieler (400/800 Dollar und höher).

Im übrigen sind wir alle, aus einer bestimmten Perspektive heraus, Glückspieler. Genauso wie jedes Casino. Da wir uns aber nur auf Spiele einlassen, die uns ein Edge bescheren, verdienen wir a la long Geld damit. Das Casino macht es nicht anders.

wenn man eigentlich noch geld zur verfügung hat, um weiterhin auf den üblichen limits zu spielen, ist das natürlich ein call. ich betrachte pokern mit korrektem br-management nach wie vor nicht als glücksspiel. die chance, da�? ein profi und winning player mit einer winrate >1bb/100 über ein jahr, also meinetwegen 300-500k hände, nicht signifikant im plus ist, ist vermutlich geringer als die wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden - in den meisten berufen. casinobesitzer sind auch keine glücksspieler. deshalb gibts auch überall limits. das ist ihre form von br-management.


Kannst du denn beweisen, dass du nicht einen 100k Hände DS haben kannst? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Poker hat eben einen gewissen Glücksfaktor, den man durch korrektes Spiel einschränken, aber nicht beseitigen kann.


ich hätte das problem nicht da ich mir schon längst viel davon ausgecasht hätte^^
dann hätt ich nicht alles verlieren können weil schon was davon im RL zirkuliren würde :)


lvcc
Beigetreten: 19.02.2006
PokerStrategist

wenn er jetzt called, setzt er es aufs Spiel. Wenn er foldet, würde er es sich aber selbst eingestehen.

Wenn er foldet, wird er es den Rest seines Lebens bereuen!

Eindeutig CALL - und wenn er verliert, hat er immer noch die Chance, wieder anzufangen und es besser zu machen beim nächsten "all-in".

Obendrein verliert er ja nix - er hat ja noch nie etwas ausgecashed, es ist also für ihn nix anderes als "virtuelles Spielgeld".

==> Win-Win!

Mike


dayero
Beigetreten: 26.02.2005
Oldschool Grinder

Original von fummi
Kannst du denn beweisen, dass du nicht einen 100k Hände DS haben kannst? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Poker hat eben einen gewissen Glücksfaktor, den man durch korrektes Spiel einschränken, aber nicht beseitigen kann.

wenn du mir irgendwas nennen kannst, was keinen gewissen glücksfaktor hat, lasse ich das argument vielleicht gelten.


lvcc
Beigetreten: 19.02.2006
PokerStrategist

Original von bozz23
ja ihr könnt jetzt alle klug daherreden aber kommt mal selbst in so eine situation... dann macht ihr euch alle aber ganz schön in die hose

Kein Problem - ich folde, ohne eine Sekunde zu überlegen. Aber ich bin auch erst am Anfang und noch lange kein WinningPlayer! ;)

Ansonsten bleibe ich dabei: mit der Geschichte im Hintergrund kann man nur callen.

Mike


Korn
Beigetreten: 14.01.2005
Elite Grinder

Wenn der Protagonist hier foldet, hätte er sich gar nicht erst an den Tisch setzen sollen, denn mit dieser Strategie (Fold AA gegen all-in von nem Fish-Millonär) ist der Tisch für ihn wohl -EV.

In dem Fall wäre unser 7 Jahre Profi auch kein guter Spieler. 1. Schlechtes BR Managment 2. Viel zu emotional bei der Sache.


Original von dayero

Original von fummi
Kannst du denn beweisen, dass du nicht einen 100k Hände DS haben kannst? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Poker hat eben einen gewissen Glücksfaktor, den man durch korrektes Spiel einschränken, aber nicht beseitigen kann.

wenn du mir irgendwas nennen kannst, was keinen gewissen glücksfaktor hat, lasse ich das argument vielleicht gelten.

Schach


Justus
Beigetreten: 16.07.2005
Elite Grinder

klarer call - er casht nie von pp aus, er braucht das geld gar nicht, er kennt den wert von soviel geld kaum weil er es nie einsetzt, er ist pokerspieler und für ihn ist sein kontostand auf pp wie der punktestand für irgendeinen ranglistenspieler - er würde 100% callen, und ich würde es ebenfalls sofort tun, was kann er denn schon verliern?
$700.000 mit denen er nie was gemacht hat? soo intelligent kann er dann ja auch net sein, weil wozu soviel geld aufm pp konto haben? jeder ansonsten vernünftige mensch hätte min. 500.000 ausgecasht und wenn mans net braucht halt gewinnbringend angelegt, er aber sieht den geldwert gar net, er zockt net für geld sondern "br-points", und der beschreibung nach ist doch klar dass er sich nur darüber definiert, denn was andres macht er net

gewinnt er, verdoppelt er, er wird weiterzocken wie vorher auch
verliert er, fängt er entweder von vorn an oder denkt etwas über sein leben nach und hört auf soviel zu pokern und kümmert sich auch mal um den rest des lebens (und vielleicht macht er das sogar wenn er gewinnt und verdoppelt weil er die mio überschritten hat)

wer das nicht callt sollte nicht pokern, er setzt nur geld dass er über hat - er verliert keine lebensgrundlage -> pflichtcall


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