Original von josch2001
Du bist immer noch nicht auf meinen zitierten Beitrag eingangen. Für mich sagt der aus, dass man was probiert gleichzeitig aber schon voreingenommen an die Auswertung des Ergebnisses rangeht und es sich eben schön redet. Also ich bin schon des öfteren einmal im Traum aufgewacht und dann richtig. Wie man das als außergewöhnliche Erfahrung darstellen kann weiß ich nicht. Er hat dabei zweimal das Gleiche hintereinander geträumt und findet das toll.
Ich fände es toll, wenn er das was er geträumt hätte, dann wirklich erlebt hätte und so fängt er ja eigentlich auch an zu erzählen,d ann kommt aber dabei raus, dass er danach wirklich aufgewacht ist:rolleyes:
Und selbst wenn es so gewesen wäre, fragt sich wie hoch da der Wahrheitsgehalt liegt, wenn das im Rausch stattfindet.
Für mich hat das eher was mit Realitätsverlust zu tun als mit geistiger Reife.
Warum man überhaupt auf solche Sachen angewiesen ist frage ich mich auch. Gut, vielleicht könnte es wirklich was bringen, aber das Risiko da irgendwie abzurutschen und das ganze eben eher verzerrt wahrzunehmen halte ich für deutlich höher. Alkoholisierte Menschen, meinen ja auch noch supertoll Auto fahren zu können. Nur mal als Bsp..
Übrigens halte ich mich auch nicht für kleinkariert
Das heißt aber auch nicht, dass man zu allem neuen ja und Amen sagen muss
Es geht bei solchen Erfahrungen nicht direkt um das unmittelbar Erlebte, während die Substanz noch aktiv wirkt, sondern wie gesagt um das, was man hinterher daraus mitnimmt. Das mit dem zweimal aufwachen war halt ein Detail, was für ihn in dem Moment offenbar sehr beeindruckend war, aber natürlich hat das für sich alleine genommen jetzt erstmal keinen "Wert". Wert hat es, wenn man hinterher bewusst und selbst-reflektiert beginnt, sich selber zu ergründen anhand des vielen "Dateninputs", den das Hirn während so einer Erfahrung mit auf den Weg bekommt.
Psychedelika bringen halt tief im Unterbewusstsein vergrabene Ängste, Freuden, Erinnerungen, und Zusammenhänge an die Oberfläche und konfrontieren dich unmittelbar und oft ziemlich gnadenlos damit. Die Form, in der sie das tun, also der Trip, ist halt eher nur Beiwerk (wenn auch mitunter extrem beeindruckendes), und nicht das, worum es letztendlich geht. Deswegen geht dieses sich Versteifen auf das Detail mit dem zweimal aufwachen auch ein bisschen am Kern der Sache vorbei. Bzw anhand solcher Details wirst du nicht nachvollziehen können, was den Reiz ausmacht.
Du denkst da zu sehr in den klassischen Muster eines Alkoholrausches, wo die als "gut" empfundene Zeit während des Rausches stattfindet und eher wie ein Kurzurlaub ist, und wo man sich hinterher meist schlecht fühlt und regenieren muss, bevor man das ganze dann irgendwann wiederholen kann/möchte (beim einen früher, beim anderen später, bei wieder anderen gar nicht). Psychedelika, im Kontext der Selbsterforschung benutzt, sind aber oft gar nicht so genussvoll während sie wirken (das hängt aber auch vom set und setting ab. Mit guten Freunden in der Natur und der Absicht, eine gute Zeit zu haben, ist es wieder was anderes). Sie können dann sehr anstrengend und "brutal" zu einem sein, um dann hinterher aber um so mehr Wert für das Leben danach zu bringen. Quasi so eine kathartische Erfahrung, bei der man seine Ängste und Probleme durchleidet, um anschließened gestärkt und mit neuer Perspektive daraus hervorzugehen.
Es reicht aber nie, die Substanz einfach zu konsumieren und zu denken, damit wäre es dann getan. Die eigentliche "Arbeit", also das Aufarbeiten und Reflektieren, muss man schon noch selbst tun. Deswegen bist du mit deinem vorherigen post mit "auf den Hosenboden setzen und sich überlegen, was man möchte im Leben" gar nicht so weit weg mit deiner Meinung. Und ein "Muss" ist es auch auf keinen Fall. Jeder hat seinen Weg, den er gehen möchte. Es geht nicht darum, Dich jetzt zu überzeugen, auch mal Psychdelika zu nehmen. Es geht nur darum, aufzuklären, dass das ein legitimer Alternativweg ist, den viele auch tatsächlich und mit Erfolg gehen und gegangen sind. Im Gegensatz zu OP glaube ich allerdings nicht, dass es für jeden der beste Weg wäre. Es erfordert schon ein gutes Maß an Verantwortungsgefühl und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, ansonsten kann man auch in der Tat viel "kaputt" machen.