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topspit
Beigetreten: 07.02.2008

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-lauterbach-lockerung-israel-100.html

- Israel lockert aktuell bei ähnlicher Impfquote wie Deutschland
- Lauterbach hat ausgerechnet, dass eine ähnliche Strategie in Deutschland etwa 400-500 Tote / Tag kosten würde

Also jetzt geht es mir grade bissl auf den Sack...

1. Wo kommt diese neue KPI her und warum ist sie überhaupt noch relevant? Die Hochrisikogruppen können sich mittlerweile 4x impfen lassen, wenn sie möchten und haben dann gegenüber Ungeimpften einen 99% Schutz vor Tod.

2. Weiterhin wird von ihm nicht beantwortet: Wie lange haben wir denn dann 400-500 Tote/Tag? Die haben wir ja sicher nicht bis zum Sanktnimmerleinstag sondern halt nur am Scheitelpunkt der Welle.

Also ein wenig habe ich grade Bedenken, dass Herr Lauterbach auf einmal die gesamte Strategie bzw. das Schutzziel über den Haufen wirft. Wir können nicht alle Toten verhindern. Jeder wird sich mit dem Virus infizieren. Es spielt keine Rolle ob er das im März oder Juni macht so lange wir das Gesundheitssystem nicht dadurch überlasten.

Kommunikation: Sitzen 6!


Antwort
Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006

Bestimmte Dinge, die anderswo möglich sind, sind bei uns noch nicht möglich, weil wir zu Recht Rücksicht nehmen müssen auf ältere Ungeimpfte“

Link Text...

Wie lange müssen wir "zu Recht" Rücksicht auf eine Gruppe nehmen die sich seit einem Jahr impfen lassen kann, sich selbst gefährdet, auf die Gesellschaft keine Rücksicht nimmt?


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007

Es war doch von Anfang an klar, dass sich einige Hardcoregegner nicht impfen lassen würden. Die kriegt man nur mit einer Impfpflicht - aber wie realistisch die ist sieht man ja an der Diskussion um die begrenzte Impfpflicht bei Pflegern. Wenn selbst da keine Einigkeit herrscht kannste den Rest aber sicher knicken. Zumal Lauterbach ja jeden Toten vermeiden und auch noch den letzten Verweigerer mitnehmen will. Wird halt nicht klappen.
Verstehe das Kalkül der CDU da auch nicht. Mit ihrer Antihaltung gewinnen sie keine Stimmen, weder bei Geimpften noch Impfgegnern. Erstere werden das im Durchschnitt eher negativ sehen und letztere lachen die Politiker aus, die nicht mal diese Maßnahme auf die Strecke bringen können - und das nach monatelangem Gelaber. Söder, Merz und die CDU sind in dem Zusammenhang nichts als nützliche Idioten.

Die Lösung ist ganz einfach: Alles aufmachen, keine Beschränkungen, Geimpfte werden behandelt, Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.
Sobald die Leute, die sich verweigern - und nicht die Gesellschaft - die Folgen ihrer Sturheit tragen müssen wird sich die Einstellung ändern, garantiert.


Antwort
Zitat
berxwedan
Beigetreten: 17.02.2009

Original von cHaiNSawMasSacRe

Original von berxwedan
Anekdote 2: Ich war gestern beim Vorstellungsgespräch als Software-Entwickler hier für die hiesige Kreisstadt. Da sitzen wirklich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte und die angebotene Bezahlung ist unterirdisch. Kein Wunder, dass die in den Ämtern nichts auf die Kette kriegen und zum Beispiel noch alle Daten meiner Kinder an info@ geschickt werden müssen. Das Postfach würde ich gerne sehen (oder auch nicht)

Tldr: Ämter arbeiten scheiße und kriegen nichts gebacken.

Wenn du so pfiffig bist, dann stell dein Wissen doch in den Dienst der Gemeinschaft und fang dort im Amt an. Einfach nur rumhaten (und verallgemeinern; "die Ämter arbeiten scheiße") ist zu dünn.

Äh, genau das wollte ich tun, ich habe mich bei genau der Kreisverwaltung beworben, die auch für das hiesige Gesundheitsamt zuständig ist. Aber die Strukturen sind enorm verstaubt und bürokratisch, das Vorstellungsgespräch war ein Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte, die Menschen waren nicht gerade sympathisch und das Gehalt war unterirdisch (ich hätte auf > 30% meines jetzigen Gehalts verzichten müssen und ich bin wahrlich kein Großverdiener in meinem Fach - weil nicht die hellste Kerze auf der Torte :f_drink:). Alles in allem denkbar schlechte Rahmenbedingungen, so bekommen die niemals fähige Leute ran. Und auch das alles ist Teil der Arbeit des Amtes und war großer Mist.

Davon ab darf ich mich sehr wohl beschweren und "rumhaten". Oder bewirbst du dich jedesmal beim Saturn um es besser zu machen, wenn der Kundenberater irgendeinen Mist erzählt hat?
Nach zwei Jahren Pandemie darf ich jawohl erwarten, dass die Strukturen des Gesundheitsamtes mit Quarantänefällen vernünftig und professionell umgehen können (auch ohne daran mitgewirkt zu haben), oder siehst du das anders?

Und Ämter performen im Vergleich mit der Wirtschaft wohl insgesamt eher unterdurchschnittlich (nur so eine Vermutung, aber ich würde Geld drauf wetten) :coolface:


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Original von ThePope111
Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.

Jetzt bitte nicht wieder diese Diskussion starten. Danke.

Original von berxwedan
Und Ämter performen im Vergleich mit der Wirtschaft wohl insgesamt eher unterdurchschnittlich (nur so eine Vermutung, aber ich würde Geld drauf wetten) :coolface:

Hatte in meinem letzten Job in erster Linie mit Behörden zu tun. Bürokratie und "ich hab doch so viel zu tun, wie soll ich das nur schaffen, jetzt erstmal ne Stunde Kaffeepause" wirste da an jeder Ecke finden.
Auch aufgrund der Altersstruktur in Behörden (zum Teil), ist das Thema Digitalisierung schwierig, bei manchen kann man froh sein, wenn die den "an"-Schalter beim PC finden (vllt etwas übertrieben, aber ich denke man versteht den Punkt).
Dann natürlich Ausschreibungsverfahren, Punkte dort sind so unklar formuliert, dass man die recht einfach zum eigenen Zweck drehen und biegen kann.
Ich denke auch das Gesundheitsamt ist nicht gerade eine Abteilung (vorallem jetzt) in die man gerne Freiwillig wechselt und eher hingeschoben wird, wenn man in ner anderen Abteilung "nervt", was sich dann natürlich auf die Motivation der Mitarbeiter auswirkt.


Antwort
Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Original von p00s88

Original von ThePope111
Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.

Jetzt bitte nicht wieder diese Diskussion starten. Danke.
....

Hab das ja auch schon geschrieben, kann den Impuls dahinter schon verstehen. Ich kann auch verstehen, dass es irgendwie nicht durchzuführen ist.
Genau so ist es aber nicht durchzuführen, dass alle Maßnahmen hinnehmen sollen um ein paar Idioten zu schützen.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von topspit
Also ein wenig habe ich grade Bedenken, dass Herr Lauterbach auf einmal die gesamte Strategie bzw. das Schutzziel über den Haufen wirft. Wir können nicht alle Toten verhindern. Jeder wird sich mit dem Virus infizieren. Es spielt keine Rolle ob er das im März oder Juni macht so lange wir das Gesundheitssystem nicht dadurch überlasten.

Kommunikation: Sitzen 6!

Vor allem gilt ja auch:
Mit der Zahl der aktiven Fälle steigt natürlich auch die Zahl der Toten, die vorher positiv getestet wurden.

Wir sind seit Mitte/Ende Januar im siebenstelligen Bereich bezogen auf aktive Fälle und um diese Jahreszeit sterben im Schnitt 2,5 bis 3k Menschen pro Tag. Selbst wenn Corona absolut harmlos wäre, würde man über 100 Corona-positive Tote/Tag erwarten müssen.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von JonKing89

Original von GoodGrief

Original von shaddiii
Neue Preprint Studie: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.02.01.22270263v1
Relevante Cliffs: Nach einer Omikron-Infektion haben Ungeimpfte deutlich weniger neutralisierende Antikörper gegen Omikron als Geimpfte/Genesene und kaum Schutz gegen andere Varianten.

Wenn alles so bleibt wie jetzt und es an der Studie nichts wissenschaftliches auszusetzen gibt, stehen die Chancen also leider gut für eine neue Welle spätestens im kommenden Herbst.

Und dafür braucht es nicht mal eine neue Variante, es reicht, wenn delta wieder zirkuliert.

Die Wellen in Spanien und UK waren wesentlich krasser als hier, trotz höherer Impfquote. Auch im Herbst wird es wieder eine Welle geben - selbst wenn wir eine Impfquote wie die Südländer haben.
Oder habe ich einen Denkfehler?

Ich sehe keinen Denkfehler, zumal diese Länder auch mehr Genesene haben als wir. Dass nicht die Gesamtimpfquote, sondern jene in den vulnerablen Gruppen relevant ist, wollen manche nicht verstehen. Wenn wir zum Sommer hin lockern und im Herbst dann wieder Maßnahmen kommen, ist das Geschrei wieder groß und der Politik wird Versagen vorgeworfen.

Ein Totimpfstoff + Impfpflicht wäre für mich sehr wünschenswert, damit die Mehrheit nicht wieder die abwendbaren Konsequenzen für eine Minderheit tragen muss.


Antwort
Zitat
MLP123
Beigetreten: 30.05.2006

Original von ThePope111
Es war doch von Anfang an klar, dass sich einige Hardcoregegner nicht impfen lassen würden. Die kriegt man nur mit einer Impfpflicht - aber wie realistisch die ist sieht man ja an der Diskussion um die begrenzte Impfpflicht bei Pflegern. Wenn selbst da keine Einigkeit herrscht kannste den Rest aber sicher knicken. Zumal Lauterbach ja jeden Toten vermeiden und auch noch den letzten Verweigerer mitnehmen will. Wird halt nicht klappen.
Verstehe das Kalkül der CDU da auch nicht. Mit ihrer Antihaltung gewinnen sie keine Stimmen, weder bei Geimpften noch Impfgegnern. Erstere werden das im Durchschnitt eher negativ sehen und letztere lachen die Politiker aus, die nicht mal diese Maßnahme auf die Strecke bringen können - und das nach monatelangem Gelaber. Söder, Merz und die CDU sind in dem Zusammenhang nichts als nützliche Idioten.

Die Lösung ist ganz einfach: Alles aufmachen, keine Beschränkungen, Geimpfte werden behandelt, Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.
Sobald die Leute, die sich verweigern - und nicht die Gesellschaft - die Folgen ihrer Sturheit tragen müssen wird sich die Einstellung ändern, garantiert.

Wenn wir jetzt alles aufmachen würden und es keine Beschränkungen geben würde, gäbe es Chaos in Deutschland.

Da würden sich in den nächsten 4 Wochen alle Schüler infizieren (nur die Hälfte symptomlos) und die Eltern müssten zu Hause bleiben und könnten nicht arbeiten. Zudem würden sich viele Eltern auch infizieren. Da würde KRITIS zusammenbrechen.

Wir haben in vielen Bereichen jetzt schon Probleme mit der Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

Original von JonKing89

Original von GoodGrief

Original von shaddiii
Neue Preprint Studie: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.02.01.22270263v1
Relevante Cliffs: Nach einer Omikron-Infektion haben Ungeimpfte deutlich weniger neutralisierende Antikörper gegen Omikron als Geimpfte/Genesene und kaum Schutz gegen andere Varianten.

Wenn alles so bleibt wie jetzt und es an der Studie nichts wissenschaftliches auszusetzen gibt, stehen die Chancen also leider gut für eine neue Welle spätestens im kommenden Herbst.

Und dafür braucht es nicht mal eine neue Variante, es reicht, wenn delta wieder zirkuliert.

Die Wellen in Spanien und UK waren wesentlich krasser als hier, trotz höherer Impfquote. Auch im Herbst wird es wieder eine Welle geben - selbst wenn wir eine Impfquote wie die Südländer haben.
Oder habe ich einen Denkfehler?

Ja dein Denkfehler ist, dass er nicht auf die Anzahl der Fälle ankommt sondern auf die Krankheitsschwere. Wenn Hospitalisierungensraten und Intensivpatienten niedrig genug sind ist die Inzidenz egal. Das Risiko ist nur, dass Hospitalisierung etc. wieder so stark steigen, dass wir nicht sagen können die Pandemie ist vorbei. Durch Impfungen wäre das aber sehr sicher zu verhindern und wir könnten nächstes Jahr einen entspannten Herbst/Winter haben.

Ohne Impfpflicht bleibt es wohl ein Gamble wie der nächste Herbst/Winter läuft.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

Dass es bisher nicht zu einer Überlastung der Kliniken komme, habe damit zu tun, dass Deutschland eine „kluge Corona-Politik“ mache und mit die härtesten Maßnahmen habe. (Klingbeil)

warum ist das bei der SPD ein prädikat die härtesten maßnahmen zu haben? und wenn das nur an den härtesten maßnahmen liegt müsste man ja im gegenzug sehen das in anderen ländern die kliniken überlaufen. ich glaub zwar auch nicht das du CDU es grad besser machen würde, aber ich versteh diesen affenzirkus einfach echt nicht mehr.

und ja wenn nächsten winter wieder einschränkungen kommen weil es doch keine impfpflicht für risikogruppen gibt, dann ist das geschrei groß und zwar zu recht.


Antwort
Zitat
AltidKlar
Beigetreten: 20.02.2009

Original von ThePope111Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.
Sobald die Leute, die sich verweigern - und nicht die Gesellschaft - die Folgen ihrer Sturheit tragen müssen wird sich die Einstellung ändern, garantiert.

Und wenn einer einen Zeckenbiss hat und FSME bekommt und nicht dagegen geimpft ist soll der auch nicht behandelt werden?
Alkoholiker, Raucher und Abhängige von harten Drogen sind auch selbst schuld und sollten dann keine Behandlung bekommen, oder bei einer Hautkrebsdiagnose muss erst mal geprüft werden ob der nicht ständig ohne Schutzmaßnahmen in der Sonne war.....

Oder wie stellst du dir das vor?

Ach ja, wer ein Impfschaden hat wird dann auch nicht behandelt weil er ja selbst schuld daran ist.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von domanoJa dein Denkfehler ist, dass er nicht auf die Anzahl der Fälle ankommt sondern auf die Krankheitsschwere. Wenn Hospitalisierungensraten und Intensivpatienten niedrig genug sind ist die Inzidenz egal. Das Risiko ist nur, dass Hospitalisierung etc. wieder so stark steigen, dass wir nicht sagen können die Pandemie ist vorbei. Durch Impfungen wäre das aber sehr sicher zu verhindern und wir könnten nächstes Jahr einen entspannten Herbst/Winter haben.

Ohne Impfpflicht bleibt es wohl ein Gamble wie der nächste Herbst/Winter läuft.

Genau darum ging es in den Postings zuvor. Quasi kein Immunschutz für nur durch Omicron Infizierte ohne Impfung, siehe Preprint-Studie. Plus Hinweis von GoodGrief, dass beispielsweise auch Delta zurückkehren könnte.


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007

Original von AltidKlar

Original von ThePope111Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.
Sobald die Leute, die sich verweigern - und nicht die Gesellschaft - die Folgen ihrer Sturheit tragen müssen wird sich die Einstellung ändern, garantiert.

Und wenn einer einen Zeckenbiss hat und FSME bekommt und nicht dagegen geimpft ist soll der auch nicht behandelt werden?
Alkoholiker, Raucher und Abhängige von harten Drogen sind auch selbst schuld und sollten dann keine Behandlung bekommen, oder bei einer Hautkrebsdiagnose muss erst mal geprüft werden ob der nicht ständig ohne Schutzmaßnahmen in der Sonne war.....

Oder wie stellst du dir das vor?

Ach ja, wer ein Impfschaden hat wird dann auch nicht behandelt weil er ja selbst schuld daran ist.

FSME ist nicht so verbreitet und wird anders als Corona übertragen, von daher sinnloses Beispiel. Beim Fettgedruckten vertrete ich genau die von dir in höchster Empörung genannte Meinung - bzw sollen die ruhig mehr zahlen wenn sie sich wissentlich Schaden zufügen.
Krebs kann man leider nicht so leicht aus dem Weg gehen wie durch eine Impfung, die keine 5 Minuten dauert. Insofern ist das auch kein valides Beispiel.
Das Impfschadenbeispiel ist halt Unfug, wenn die Regierung mir das empfiehlt dann muss sie auch für Impfschäden bezahlen, zumindest über die KK.
Aber ich will die Diskussion hier auch nicht wieder starten.
Ein fetter Raucher, der säuft wie ein Loch und sich gegen Corona nicht impfen lässt sollte aber ruhig mal drüber nachdenken ob er das Solidaritätsprinzip ausnutzt und wo Solidarität ihre Grenzen findet.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von FiftyBlume

Original von topspit
Also ein wenig habe ich grade Bedenken, dass Herr Lauterbach auf einmal die gesamte Strategie bzw. das Schutzziel über den Haufen wirft. Wir können nicht alle Toten verhindern. Jeder wird sich mit dem Virus infizieren. Es spielt keine Rolle ob er das im März oder Juni macht so lange wir das Gesundheitssystem nicht dadurch überlasten.

Kommunikation: Sitzen 6!

Vor allem gilt ja auch:
Mit der Zahl der aktiven Fälle steigt natürlich auch die Zahl der Toten, die vorher positiv getestet wurden.

Wir sind seit Mitte/Ende Januar im siebenstelligen Bereich bezogen auf aktive Fälle und um diese Jahreszeit sterben im Schnitt 2,5 bis 3k Menschen pro Tag. Selbst wenn Corona absolut harmlos wäre, würde man über 100 Corona-positive Tote/Tag erwarten müssen.

Ich unterstelle Lauterbach mal wohlwollend, dass die 500 AN und nicht MIT Corona gestorben sind. Aber es spielt einfach keine Rolle weil die ja so oder so sterben. Das Integral/Die Fläche unter der Parabel bleibt ja gleich. Sie wird nur unterschiedlich gestreckt.


Antwort
Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Original von p00s88

Original von ThePope111
Ungeimpfte zahlen Aufschlag bei der KK oder unterzeichnen eine Verzichtserklärung bezüglich Behandlung und müssen sich dann auch nicht impfen lassen.

Jetzt bitte nicht wieder diese Diskussion starten. Danke.

Original von berxwedan
Und Ämter performen im Vergleich mit der Wirtschaft wohl insgesamt eher unterdurchschnittlich (nur so eine Vermutung, aber ich würde Geld drauf wetten) :coolface:

Hatte in meinem letzten Job in erster Linie mit Behörden zu tun. Bürokratie und "ich hab doch so viel zu tun, wie soll ich das nur schaffen, jetzt erstmal ne Stunde Kaffeepause" wirste da an jeder Ecke finden.
Auch aufgrund der Altersstruktur in Behörden (zum Teil), ist das Thema Digitalisierung schwierig, bei manchen kann man froh sein, wenn die den "an"-Schalter beim PC finden (vllt etwas übertrieben, aber ich denke man versteht den Punkt).
Dann natürlich Ausschreibungsverfahren, Punkte dort sind so unklar formuliert, dass man die recht einfach zum eigenen Zweck drehen und biegen kann.
Ich denke auch das Gesundheitsamt ist nicht gerade eine Abteilung (vorallem jetzt) in die man gerne Freiwillig wechselt und eher hingeschoben wird, wenn man in ner anderen Abteilung "nervt", was sich dann natürlich auf die Motivation der Mitarbeiter auswirkt.

Original von shaddiii

Original von JonKing89

Original von GoodGrief

Original von shaddiii
Neue Preprint Studie: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.02.01.22270263v1
Relevante Cliffs: Nach einer Omikron-Infektion haben Ungeimpfte deutlich weniger neutralisierende Antikörper gegen Omikron als Geimpfte/Genesene und kaum Schutz gegen andere Varianten.

Wenn alles so bleibt wie jetzt und es an der Studie nichts wissenschaftliches auszusetzen gibt, stehen die Chancen also leider gut für eine neue Welle spätestens im kommenden Herbst.

Und dafür braucht es nicht mal eine neue Variante, es reicht, wenn delta wieder zirkuliert.

Die Wellen in Spanien und UK waren wesentlich krasser als hier, trotz höherer Impfquote. Auch im Herbst wird es wieder eine Welle geben - selbst wenn wir eine Impfquote wie die Südländer haben.
Oder habe ich einen Denkfehler?

Ich sehe keinen Denkfehler, zumal diese Länder auch mehr Genesene haben als wir. Dass nicht die Gesamtimpfquote, sondern jene in den vulnerablen Gruppen relevant ist, wollen manche nicht verstehen. Wenn wir zum Sommer hin lockern und im Herbst dann wieder Maßnahmen kommen, ist das Geschrei wieder groß und der Politik wird Versagen vorgeworfen.

Ein Totimpfstoff + Impfpflicht wäre für mich sehr wünschenswert, damit die Mehrheit nicht wieder die abwendbaren Konsequenzen für eine Minderheit tragen muss.


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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Intressant überall steigen die Todesraten ausser bei uns?


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josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Wir hinken ja ein bisscchen hinterher glaube ich. Die letzten Tage haben die Zahlen auf den Intensivstationen schon wieder zugelegt, dann wird es mit den Toden wohl auch bald wieder ansteigen.


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Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Original von domano

Original von JonKing89

Original von GoodGrief

Original von shaddiii
Neue Preprint Studie: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.02.01.22270263v1
Relevante Cliffs: Nach einer Omikron-Infektion haben Ungeimpfte deutlich weniger neutralisierende Antikörper gegen Omikron als Geimpfte/Genesene und kaum Schutz gegen andere Varianten.

Wenn alles so bleibt wie jetzt und es an der Studie nichts wissenschaftliches auszusetzen gibt, stehen die Chancen also leider gut für eine neue Welle spätestens im kommenden Herbst.

Und dafür braucht es nicht mal eine neue Variante, es reicht, wenn delta wieder zirkuliert.

Die Wellen in Spanien und UK waren wesentlich krasser als hier, trotz höherer Impfquote. Auch im Herbst wird es wieder eine Welle geben - selbst wenn wir eine Impfquote wie die Südländer haben.
Oder habe ich einen Denkfehler?

Ja dein Denkfehler ist, dass er nicht auf die Anzahl der Fälle ankommt sondern auf die Krankheitsschwere. Wenn Hospitalisierungensraten und Intensivpatienten niedrig genug sind ist die Inzidenz egal. Das Risiko ist nur, dass Hospitalisierung etc. wieder so stark steigen, dass wir nicht sagen können die Pandemie ist vorbei. Durch Impfungen wäre das aber sehr sicher zu verhindern und wir könnten nächstes Jahr einen entspannten Herbst/Winter haben.

Ohne Impfpflicht bleibt es wohl ein Gamble wie der nächste Herbst/Winter läuft.

Die 2. Grafik, die ich gepostet habe widerspricht dem. Das war ja das Argument aus November/Dezember: Schaut auf die Südländer, hätten wir diese Impfquoten, hätten wir nicht so viele Tote. Jetzt haben die Südländer ähnliche Todeszahlen wie wir im November/Dezember.

Edit: Ich sage nicht, dass die Impfungen nichts nützen. Aber wir werden anscheinend auch mit hohen Impfquoten "signifikante" Hospitalisierungsraten erleben, die Grund genug gewesen wären, Lockdowns zu rechtfertigen. Das überrascht mich übrigens auch, da die große Zahl der Intensivpatienten Ungeimpfte sind (in Deutschland).

Wir sollten zügig die Maßnahmen beenden und daran arbeiten, die Intensivkapazitäten auszubauen für den Herbst. Das halte ich am sinnvollsten.


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Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Denkt ihr, dass die Impfpflicht zu einer signifikanten Erhöhung der Impfquote führen wird? Ich bezweifle das inzwischen stark. In Regionen mit einer geringen Impfquote wird sie schwer umsetzbar sein, wie man jetzt schon an einrichtungsbezogenen Impfpflicht sieht. Es wird kaum noch Leute geben, die einfach nur zu faul waren zum Impfen zu gehen, sondern die allermeisten von den noch Ungeimpften haben das aus Überzeugung nicht gemacht und dafür in den letzten Monaten mit großen Einschränkungen leben müssen. In Sachsen sind in der Altersgruppe 18-59 rund 2/3 geimpft. Da wird es genügend Betriebe geben, wo weniger als die Hälfte der Belegschaft geimpft ist. Die wissen, dass dort die Arbeitgeber die Impfpflicht nicht durchsetzen können, da man diese Betriebe dann schließen müsste.


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