Nochmal zur Maskendiskussion ein Add-On.
Das Kernproblem ist meines Erachtens ja gar nicht die Frage, ob Masken nun wirksam sind oder nicht. Ich denke, es ist unstrittig, dass im Vakuum Masken einen signifikanten Impact haben.
Das Kernproblem ist, dass die Ansteckungen eben nicht in dem Umfeld passieren, wo die Masken getragen werden. Man kann es doch aus dem eigenen Umfeld und der Leute in dem Umfeld gut ableiten. Das ist ja schon eine nicht kleine Sample Size.
Wir trugen in einem Bruchteil unserer Lebenssituationen eine Maske. In der Bahn, im Supermarkt. Und dann gibt es die ganzen Situationen im privaten Umfeld. Freunde, Familie, Eltern anderer Kinder, die Kids selbst mit anderen Kindern. Da passieren meines Erachtens doch die Infektionen.
Und daher wird man mit Masken allein gar nichts bremsen, wenn die Leute außerhalb der Bahn/des Supermarktest dann eh eine Vielzahl von Kontakten ohne Masken haben.
Dass die Ausgangssperren einen realen Impact auf die Inzidenz haben, halte ich für erwiesen. Ist ja auch logisch herleitbar, denn sie reduzieren die wahren Kontakte, die zu Ansteckungen führen. Dennoch muss die Kosten/Nutzen Relation im Vordergrund stehen.
Denn wir haben mit Omicron ja gelernt, dass die Inzidenz eh Wumpe ist und dass es egal ist, ob wie nun 3 Monate mit Inzidenz 2000 oder 6 Monate mit Inzidenz 1000 haben am Ende.
Dennoch ist es leider schockierend zu sehen, dass auch im Sommer 2022 viele Politiker so braindead sind und, einzig basierend auf der aktuellen steigenden Inzidenz und der Sorge vor einer Herbstwelle mit Maßnahmen um sich werfen.
- Ohne sich mit den latest wissenschaftlichen Daten auseinanderzusetzen
- Ohne Relation zu Mortalitätsraten und Krankenhausauslastung
- Ohne eine Kosten/Nutzen Kalkulation zu präsentieren
Da gehört eine beeindruckende Lernresistenz dazu, um 2,5 Jahre Corona-Erfahrung einfach komplett ungenutzt zu lassen.