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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Original von jimbo0602

Original von Fantomas741
So ab heute sollte die kurve abflachen, was meint ihr??

Wer sagt das ?

2 Wochen nach Schulschließungen und co. 1 Woche nach Ausgangsbeschränkungen wenn die kurver jetzt nicht abflacht können wir auch einfach wieder alles aufmachen, denn dann hilft nur noch das Chinesische Modell der Komplettabriegelung.


Antwort
Zitat
lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008

Original von 3nJ0yIT

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT
Zur Wahrheit gehört dann aber auch, dass unser Gesundheits-/Pflegesystem dann eben wesentlich mehr kosten wird. Wir haben jetzt schon eines der teuersten Systeme der Welt. Genauso weiß auch jeder, dass wir (Europa) uns wirtschaftlich (unabhängig von der aktuellen Pandemie) eher auf Talfahrt befinden und das auch sich wahrscheinlich nicht mehr umkehren lässt.

Konkret wäre hier also die Frage der Finanzierbarkeit. Das wird nur über höhere Beitragssätze oder das Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze funktionieren. Wir liefern jetzt schon knapp 20 % unseres Einkommens ins Gesundheitssystem ab - wie hoch soll das hier gehen? Zumal beide Varianten (Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze und Hochsetzen des Beitragssatzes) dazu führen werden, dass wir ökonomisch noch uninteressanter für den Zuzug von Fachkräften werden. Sprich wir beschleunigen unseren Abstieg noch schneller.

Im Grunde kann die Lösung nur eine Kombination aus folgenden Maßnahmen sein:
- Hochsetzen der Renteneintrittsgrenze auf mind. 72 Jahre
- Striktes Rosinenpicking bei der Einwanderung
- Moderate Beitragssatzerhöhungen
- Kürzen der gebotenen Leistungen und noch größeren Verweis auf private Zusatzversicherungen (im Wesentlichen also eine versteckte Beitragsanpassung)

Eventuell kann man darüber nachdenken Beamte mit in die gesetzliche Krankenversicherung aufzunehmen. Die Vorteile daraus dürften aber sehr marginal sein, da es sofort zu höheren Kosten für die Länder/Bund führen wird durch monatliches Abführen der AG-Anteile an die Kassen.

Auch das Auflösen der privaten Krankenversicherung ist im Grunde nur ein riesiger Papiertiger der zu mehr Nach- als Vorteilen führt. Cliffs: Verringerung der Einnahmen auf Ärzteseite --> Ausgleichszahlungen notwendig. Letztens kam eine Studie, die von ca. 50 bis 60 Euro Euro Ersparnis im JAHR gesprochen hat. Der Umbau des ganzen Systems würde soviel kosten, dass der Nutzen auf absehbare Zeit gar nicht erkennbar wäre.

Bedeutet: Besser wird es auf Dauer nicht werden, eher schlechter - für Alle.

Wie wäre es, wenn sich nicht alle Besserverdiener in die private Krankenversicherung verabschieden dürfen, sondern einen Beitrag zu Solidargemeinschaft leisten, von der diese am meisten profitieren?

Habe doch dazu was geschrieben.

Wieso meinst du, dass Besserverdiener (>60k im Jahr Bruttoeinkommen) am meisten vom Solidarsystem profitieren? In einem Solidarsystem profitieren allen voran diejenigen die aus dem System mehr entnehmen als geben. Das sehe ich bei Besserverdienern absolut nicht.

Man darf das Thema nicht wieder emotional verkürzen und Neiddebatten aufbauen die im Grunde den Kern überhaupt nicht treffen und somit auch nicht zur Lösung des Problems beitragen.

Evtl. weil die Beitragszahlungen ab einer gewissen Grenze einfach gekappt werden. Ist doch keine Neiddebatte, sondern einfach eine legitime Forderung. Ist doch tatsächlich sinnlos, dass jemande der 1 Mio verdient genauso viel zahlt, wie jemand der 100k verdient. Bzw. sich im Zweifel beide in die Privatversorgung abseilen, weiter aber alle Vorteile eines öffentlich finanzierten Gesundheitssystems genießen (Infrastruktur z.B.).

Dass Besserverdiener am meisten vom Solidarsystem profitieren was nicht auf das Gesundheitssystem bezogen, sondern auf die gesamtgesellschaftliche Situation. Ist aber auch am Thema vorbei hier.


Antwort
Zitat
Divinity
Beigetreten: 24.01.2006

Sollten nicht noch einige Meldungen als Nachzügler vom Wochenende auftreffen?
Zahlen werden ja bis Mittwoch eher höher aussehen.


Antwort
Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von Wody
Für mich stellt sich eher die Frage, wie gut die Vergleichbarkeit der Infiziertenzahlen ist, wenn sich die Testkapazitäten stark ändern. Gerade wenn der entscheidende Faktor für die Schutzmaßnahmen vor Corona die Dauer ist, in der sich die Infiziertenzahlen verdoppeln, müssen dafür die Zahlen zuverlässig sein.
Wenn man weiter die Testkapazitäten ausbaut, wird man natürlich kein "Abflachen der Kurve" beobachten können.

Das ist richtig, wenn man mehr misst, dann findet man auch mehr Fälle, jedenfalls solange es noch eine signifikante Dunkelziffer gibt. Du kannst aber davon ausgehen, dass sich die Verantwortlichen dieser Tatsache bewusst sind und das in die Berechnungen mit einbezogen wird. Es ist ohnehin viel zielführender, sich nur die Fälle mit kritischem Verlauf anzuschauen, also solche, die eine Behandlung im Krankenhaus erfordern. Diese werden nämlich seit beginn sehr zuverlässig erfasst und wenn dort die Zahlen rückläufig sind, dann ist das ein Hinweis auf die Wirksamkeit unserer Maßnahmen.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008
Spoiler

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT
Zur Wahrheit gehört dann aber auch, dass unser Gesundheits-/Pflegesystem dann eben wesentlich mehr kosten wird. Wir haben jetzt schon eines der teuersten Systeme der Welt. Genauso weiß auch jeder, dass wir (Europa) uns wirtschaftlich (unabhängig von der aktuellen Pandemie) eher auf Talfahrt befinden und das auch sich wahrscheinlich nicht mehr umkehren lässt.

Konkret wäre hier also die Frage der Finanzierbarkeit. Das wird nur über höhere Beitragssätze oder das Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze funktionieren. Wir liefern jetzt schon knapp 20 % unseres Einkommens ins Gesundheitssystem ab - wie hoch soll das hier gehen? Zumal beide Varianten (Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze und Hochsetzen des Beitragssatzes) dazu führen werden, dass wir ökonomisch noch uninteressanter für den Zuzug von Fachkräften werden. Sprich wir beschleunigen unseren Abstieg noch schneller.

Im Grunde kann die Lösung nur eine Kombination aus folgenden Maßnahmen sein:
- Hochsetzen der Renteneintrittsgrenze auf mind. 72 Jahre
- Striktes Rosinenpicking bei der Einwanderung
- Moderate Beitragssatzerhöhungen
- Kürzen der gebotenen Leistungen und noch größeren Verweis auf private Zusatzversicherungen (im Wesentlichen also eine versteckte Beitragsanpassung)

Eventuell kann man darüber nachdenken Beamte mit in die gesetzliche Krankenversicherung aufzunehmen. Die Vorteile daraus dürften aber sehr marginal sein, da es sofort zu höheren Kosten für die Länder/Bund führen wird durch monatliches Abführen der AG-Anteile an die Kassen.

Auch das Auflösen der privaten Krankenversicherung ist im Grunde nur ein riesiger Papiertiger der zu mehr Nach- als Vorteilen führt. Cliffs: Verringerung der Einnahmen auf Ärzteseite --> Ausgleichszahlungen notwendig. Letztens kam eine Studie, die von ca. 50 bis 60 Euro Euro Ersparnis im JAHR gesprochen hat. Der Umbau des ganzen Systems würde soviel kosten, dass der Nutzen auf absehbare Zeit gar nicht erkennbar wäre.

Bedeutet: Besser wird es auf Dauer nicht werden, eher schlechter - für Alle.

Wie wäre es, wenn sich nicht alle Besserverdiener in die private Krankenversicherung verabschieden dürfen, sondern einen Beitrag zu Solidargemeinschaft leisten, von der diese am meisten profitieren?

Habe doch dazu was geschrieben.

Wieso meinst du, dass Besserverdiener (>60k im Jahr Bruttoeinkommen) am meisten vom Solidarsystem profitieren? In einem Solidarsystem profitieren allen voran diejenigen die aus dem System mehr entnehmen als geben. Das sehe ich bei Besserverdienern absolut nicht.

Man darf das Thema nicht wieder emotional verkürzen und Neiddebatten aufbauen die im Grunde den Kern überhaupt nicht treffen und somit auch nicht zur Lösung des Problems beitragen.

Evtl. weil die Beitragszahlungen ab einer gewissen Grenze einfach gekappt werden. Ist doch keine Neiddebatte, sondern einfach eine legitime Forderung. Ist doch tatsächlich sinnlos, dass jemande der 1 Mio verdient genauso viel zahlt, wie jemand der 100k verdient. Bzw. sich im Zweifel beide in die Privatversorgung abseilen, weiter aber alle Vorteile eines öffentlich finanzierten Gesundheitssystems genießen (Infrastruktur z.B.).

Dass Besserverdiener am meisten vom Solidarsystem profitieren was nicht auf das Gesundheitssystem bezogen, sondern auf die gesamtgesellschaftliche Situation. Ist aber auch am Thema vorbei hier.

Geht doch mit der Diskussion in den Thread "Politik Deutschland", falls ihr an einer Diskussion interessiert seid. Hier im Thread geht das einfach unter.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT
Zur Wahrheit gehört dann aber auch, dass unser Gesundheits-/Pflegesystem dann eben wesentlich mehr kosten wird. Wir haben jetzt schon eines der teuersten Systeme der Welt. Genauso weiß auch jeder, dass wir (Europa) uns wirtschaftlich (unabhängig von der aktuellen Pandemie) eher auf Talfahrt befinden und das auch sich wahrscheinlich nicht mehr umkehren lässt.

Konkret wäre hier also die Frage der Finanzierbarkeit. Das wird nur über höhere Beitragssätze oder das Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze funktionieren. Wir liefern jetzt schon knapp 20 % unseres Einkommens ins Gesundheitssystem ab - wie hoch soll das hier gehen? Zumal beide Varianten (Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze und Hochsetzen des Beitragssatzes) dazu führen werden, dass wir ökonomisch noch uninteressanter für den Zuzug von Fachkräften werden. Sprich wir beschleunigen unseren Abstieg noch schneller.

Im Grunde kann die Lösung nur eine Kombination aus folgenden Maßnahmen sein:
- Hochsetzen der Renteneintrittsgrenze auf mind. 72 Jahre
- Striktes Rosinenpicking bei der Einwanderung
- Moderate Beitragssatzerhöhungen
- Kürzen der gebotenen Leistungen und noch größeren Verweis auf private Zusatzversicherungen (im Wesentlichen also eine versteckte Beitragsanpassung)

Eventuell kann man darüber nachdenken Beamte mit in die gesetzliche Krankenversicherung aufzunehmen. Die Vorteile daraus dürften aber sehr marginal sein, da es sofort zu höheren Kosten für die Länder/Bund führen wird durch monatliches Abführen der AG-Anteile an die Kassen.

Auch das Auflösen der privaten Krankenversicherung ist im Grunde nur ein riesiger Papiertiger der zu mehr Nach- als Vorteilen führt. Cliffs: Verringerung der Einnahmen auf Ärzteseite --> Ausgleichszahlungen notwendig. Letztens kam eine Studie, die von ca. 50 bis 60 Euro Euro Ersparnis im JAHR gesprochen hat. Der Umbau des ganzen Systems würde soviel kosten, dass der Nutzen auf absehbare Zeit gar nicht erkennbar wäre.

Bedeutet: Besser wird es auf Dauer nicht werden, eher schlechter - für Alle.

Wie wäre es, wenn sich nicht alle Besserverdiener in die private Krankenversicherung verabschieden dürfen, sondern einen Beitrag zu Solidargemeinschaft leisten, von der diese am meisten profitieren?

Habe doch dazu was geschrieben.

Wieso meinst du, dass Besserverdiener (>60k im Jahr Bruttoeinkommen) am meisten vom Solidarsystem profitieren? In einem Solidarsystem profitieren allen voran diejenigen die aus dem System mehr entnehmen als geben. Das sehe ich bei Besserverdienern absolut nicht.

Man darf das Thema nicht wieder emotional verkürzen und Neiddebatten aufbauen die im Grunde den Kern überhaupt nicht treffen und somit auch nicht zur Lösung des Problems beitragen.

Evtl. weil die Beitragszahlungen ab einer gewissen Grenze einfach gekappt werden. Ist doch keine Neiddebatte, sondern einfach eine legitime Forderung. Ist doch tatsächlich sinnlos, dass jemande der 1 Mio verdient genauso viel zahlt, wie jemand der 100k verdient. Bzw. sich im Zweifel beide in die Privatversorgung abseilen, weiter aber alle Vorteile eines öffentlich finanzierten Gesundheitssystems genießen (Infrastruktur z.B.).

Dass Besserverdiener am meisten vom Solidarsystem profitieren was nicht auf das Gesundheitssystem bezogen, sondern auf die gesamtgesellschaftliche Situation. Ist aber auch am Thema vorbei hier.

Die Kappung der Beitragszahlungen hat einen bestimmten Grund und zwar hat das Verfassungsgericht geurteilt, dass keinem mehr als 50% seines Einkommens weggenommen werden darf. Jetzt erklär mal wie das mit Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen funktionieren soll. Und wieso Herr Müller ab sofort 2000 Euro für seine Gesundheit aufbringen darf und sein Nachbar der Herr Meier dafür nur knapp 100 Euro in die Kasse einzahlt. Obendrein noch Raucher ist und sich jeden Tag sein Bierchen gönnt. Dann bin ich dafür, dass bewusst eingegangene Risiken (vor allem das Rauchen) beaufschlagt werden und das nicht zu knapp. Das ist dann auch eine legitime Forderung - Denn das ist auch Solidarität!

Was meinst du wie viele dann erst gar nicht mehr hier in unserem Land arbeiten würden bzw. ihre Stunden so runterfahren, dass die Belastung eben wieder auf ein erträgliches Maß sinkt. Das wird am Ende ein Nullsummenspielen bzw. eher noch ein gesamtwirtschaftlicher Verlust.

Wie geschrieben bringen diese Maßnahmen 60 Euro im JAHR an Ersparnis. Das sind 2 bis 3 Euro die jeder Versicherte im Monat mehr hätte. Wahnsinn! Und da sind noch keine Kosten für die ganz Umstellung des Systems eingerechnet...


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011

Original von topspit

Spoiler

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT

Original von lokalmatador123

Original von 3nJ0yIT
Zur Wahrheit gehört dann aber auch, dass unser Gesundheits-/Pflegesystem dann eben wesentlich mehr kosten wird. Wir haben jetzt schon eines der teuersten Systeme der Welt. Genauso weiß auch jeder, dass wir (Europa) uns wirtschaftlich (unabhängig von der aktuellen Pandemie) eher auf Talfahrt befinden und das auch sich wahrscheinlich nicht mehr umkehren lässt.

Konkret wäre hier also die Frage der Finanzierbarkeit. Das wird nur über höhere Beitragssätze oder das Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze funktionieren. Wir liefern jetzt schon knapp 20 % unseres Einkommens ins Gesundheitssystem ab - wie hoch soll das hier gehen? Zumal beide Varianten (Ausweiten der Beitragsbemessungsgrenze und Hochsetzen des Beitragssatzes) dazu führen werden, dass wir ökonomisch noch uninteressanter für den Zuzug von Fachkräften werden. Sprich wir beschleunigen unseren Abstieg noch schneller.

Im Grunde kann die Lösung nur eine Kombination aus folgenden Maßnahmen sein:
- Hochsetzen der Renteneintrittsgrenze auf mind. 72 Jahre
- Striktes Rosinenpicking bei der Einwanderung
- Moderate Beitragssatzerhöhungen
- Kürzen der gebotenen Leistungen und noch größeren Verweis auf private Zusatzversicherungen (im Wesentlichen also eine versteckte Beitragsanpassung)

Eventuell kann man darüber nachdenken Beamte mit in die gesetzliche Krankenversicherung aufzunehmen. Die Vorteile daraus dürften aber sehr marginal sein, da es sofort zu höheren Kosten für die Länder/Bund führen wird durch monatliches Abführen der AG-Anteile an die Kassen.

Auch das Auflösen der privaten Krankenversicherung ist im Grunde nur ein riesiger Papiertiger der zu mehr Nach- als Vorteilen führt. Cliffs: Verringerung der Einnahmen auf Ärzteseite --> Ausgleichszahlungen notwendig. Letztens kam eine Studie, die von ca. 50 bis 60 Euro Euro Ersparnis im JAHR gesprochen hat. Der Umbau des ganzen Systems würde soviel kosten, dass der Nutzen auf absehbare Zeit gar nicht erkennbar wäre.

Bedeutet: Besser wird es auf Dauer nicht werden, eher schlechter - für Alle.

Wie wäre es, wenn sich nicht alle Besserverdiener in die private Krankenversicherung verabschieden dürfen, sondern einen Beitrag zu Solidargemeinschaft leisten, von der diese am meisten profitieren?

Habe doch dazu was geschrieben.

Wieso meinst du, dass Besserverdiener (>60k im Jahr Bruttoeinkommen) am meisten vom Solidarsystem profitieren? In einem Solidarsystem profitieren allen voran diejenigen die aus dem System mehr entnehmen als geben. Das sehe ich bei Besserverdienern absolut nicht.

Man darf das Thema nicht wieder emotional verkürzen und Neiddebatten aufbauen die im Grunde den Kern überhaupt nicht treffen und somit auch nicht zur Lösung des Problems beitragen.

Evtl. weil die Beitragszahlungen ab einer gewissen Grenze einfach gekappt werden. Ist doch keine Neiddebatte, sondern einfach eine legitime Forderung. Ist doch tatsächlich sinnlos, dass jemande der 1 Mio verdient genauso viel zahlt, wie jemand der 100k verdient. Bzw. sich im Zweifel beide in die Privatversorgung abseilen, weiter aber alle Vorteile eines öffentlich finanzierten Gesundheitssystems genießen (Infrastruktur z.B.).

Dass Besserverdiener am meisten vom Solidarsystem profitieren was nicht auf das Gesundheitssystem bezogen, sondern auf die gesamtgesellschaftliche Situation. Ist aber auch am Thema vorbei hier.

Geht doch mit der Diskussion in den Thread "Politik Deutschland", falls ihr an einer Diskussion interessiert seid. Hier im Thread geht das einfach unter.

Ja, schreibe hier dazu nichts mehr ;)


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von 3nJ0yIT
Die Kappung der Beitragszahlungen hat einen bestimmten Grund und zwar hat das Verfassungsgericht geurteilt, dass keinem mehr als 50% seines Einkommens weggenommen werden darf.

Quelle bitte...

Wie soll das denn funktionieren, wenn wir 50% Arbeitslose haben, 40% Niedriglöhner und 10% die einfach 90% des BIP "erwirtschaften".
Da musst du zwangsläufig von den 10% mehr als 50% Abgaben nehmen, dass das System für alle noch funktioniert. Zumindest wenn für alle einen guten Mindeststandard z.B.: in der Gesundheitsversorgung erreichen möchtest.

Original von 3nJ0yIT
Ja, schreibe hier dazu nichts mehr ;)

Das mit dem BVG würde mich noch interessieren.


Antwort
Zitat
Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006

Original von Wody

Original von Thomas6409

Original von Wody
Das RKI hat im Lagebericht vom 26.3. Zahlen zu erfolgten Test veröffentlicht:

Kalenderwoche 11: 127k Tests und 7582 positiv getestet (5,9%)
Kalenderwoche 12: 349k Tests und 23820 positiv getestet (6.8%)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-03-26-de.pdf?__blob=publicationFile

Das finde ich sehr interessant, was denkt ihr, wie die Zahlen in Deutschland aussehen würden, wenn kaum getestet werden würde?
Ich bin derzeit auf den Philippinen und hier ist halt fast jeder Test positiv (weit über 50%), das finde ich schon sehr erschreckend. Allerdings wurden bisher auch erst ca. 2k Tests durchgeführt, sprich die mit den stärksten Symptomen werden vermutlich zuerst getestet.

Die Zahlen würden wahrscheinlich genauso aussehen wie auf den Philippinen, wenn wir extrem wenig (also um die 2k wie die Philippinen) testen würden.

Für mich stellt sich eher die Frage, wie gut die Vergleichbarkeit der Infiziertenzahlen ist, wenn sich die Testkapazitäten stark ändern. Gerade wenn der entscheidende Faktor für die Schutzmaßnahmen vor Corona die Dauer ist, in der sich die Infiziertenzahlen verdoppeln, müssen dafür die Zahlen zuverlässig sein.
Wenn man weiter die Testkapazitäten ausbaut, wird man natürlich kein "Abflachen der Kurve" beobachten können.

Zumindest prozentual sollte es im ersten Schritt abflachen, deine Zahlen zeigen ja dass es nach wie vor eskaliert, wenn 3 mal so viele Tests durchgeführt werden und prozentual trotzdem mehr positiv sind als in der Vorwoche.
Wenn das z.b. 10k Neuinfizierte gewesen wären statt den knapp 24k wäre man zumindest auf einem guten Weg, auch wenn die Kurve noch nicht abflacht.


Antwort
Zitat
glissario
Beigetreten: 13.06.2006

Original von rmsds
Aktuell sind weltweit rund 33k Menschen mit (nicht an) Corona gestorben.
Zum Vergleich, bei der Schweinegrippe H1N1sind 2009 mehr als 200.000 Menschen gestorben.

Wir haben also hier überhaupt keine Krise, sondern vielmehr einen gewollten Zustand.
[...]

- wie kommt man auf die Idee, die Zahl am Ende der Schweinepest mit einer aktuellen Zahl zu vergleichen? Es ist ja nicht so, dass die Zahl der Toten nicht aktuell steigt?!
- ab wieviel Toten hätten wir eine Krise? Und wann sollte man Vorkehrungen treffen? Bevor Leute sterben oder nachdem man die Anzahl X an töten erreicht hat?!


Antwort
Zitat
Qancho
Beigetreten: 12.01.2009

Original von Divinity
Sollten nicht noch einige Meldungen als Nachzügler vom Wochenende auftreffen?
Zahlen werden ja bis Mittwoch eher höher aussehen.

Zwei Freunde haben hier letzte Woche je 8 und 9 Tage auf ihre Testergebnisse gewartet. Da werden vermutlich erstmal die Nachzügler vom vorletzten Wochenende auftreffen, wenn das überall so träge läuft wie hier im Ruhrpott.


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Original von Qancho
Zwei Freunde haben hier letzte Woche je 8 und 9 Tage auf ihre Testergebnisse gewartet. Da werden vermutlich erstmal die Nachzügler vom vorletzten Wochenende auftreffen, wenn das überall so träge läuft wie hier im Ruhrpott.

Dann kann mans testen auch sein lassen wenn das so lange dauert, bis dahin is man ja schon fast wieder gesund.


Antwort
Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006

Eine Freundin in Köln wartet auch schon den sechsten Tag


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

so dumme kommentare wie testen sein lassen liebe ich ja... Wenn wir in Deutschland einen Vorteil haben, dann ist es dass wir viel testen und deshalb den Ausbruch früh erkannt haben und auch eine gute Datengrundlage haben um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Dass Tests hier und da mal länger dauern ist leider so, aber es ist trotzdem wichtig, dass getestet wird, um Transparenz über die Situation zu haben.

USA, Italien und Spanien haben aus meiner Sicht so viele Probleme, da sie keine Transparenz haben/hatten.

Kann mir auch vorstellen, dass bei den Tests ggf. etwas priorisiert wird und Risikopatentien oder Patienten in kritischem Zustand schneller das Ergebnis bekommen, als jemand der jung ist und die Chance, dass es nicht Corona ist recht hoch ist.

Was auf jeden Fall verbessert werden sollte ist das digitale Grundgerüst im Gesundheitswesen, habe gehört, dass bei den Test sehr viel manuell läuft und Daten sogar tlw. über Fax übertragen werden und dann wieder händisch in Systeme getippt werden..


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

scheint echt ganz übel zu sein mit den atemwegserkrankungen dieses jahr


Antwort
Zitat
Divinity
Beigetreten: 24.01.2006

Woher stammt das Bild?
Gibt es da offizielle Daten zu?


Antwort
Zitat
Divinity
Beigetreten: 24.01.2006

Original von Snookz
Na dann ist ja gut, dann haben wir kein Problem. Gehe gleich mal rüber ins Altenheim ein paar Hände schütteln. Soll ich lieb von dir grüßen?

Na aber wie groß ist denn das Problem?
Kannst du das beziffern?
Sarkasmus hilft da auch nicht weiter.


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

Original von Divinity
Woher stammt das Bild?
Gibt es da offizielle Daten zu?

vom rki steht doch dran. alles sogar offiziell bei denen zu sehen

https://influenza.rki.de


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Seine Grafik bezieht sich rein auf Influenza, also "alle Influenza Erreger". Kein Covid. Täglich grüßt der Vergleich mit der Grippewelle 2017/18.


Antwort
Zitat
ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009

Original von katharz
scheint echt ganz übel zu sein mit den atemwegserkrankungen dieses jahr

Das Bild wäre halt viel zu gut um wahr zu sein. Hast du dich damit weiter beschäftigt oder suchst du nur passende Bilder zu deiner Meinung?

Die Quelle scheint ja das hier zu sein: https://grippeweb.rki.de/ Gewöhn dir an die Quelle zu posten!

Wenn ich das richtig sehe nach einem kurzen überfliegen ist die Datengrundlage dafür:

Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Raten der 12. KW beruhen auf den Angaben von 5.162 GrippeWeb-Teilnehmern und -Teilnehmerinnen[...]

Weiter steht da auch:

Jede Erhöhung der Teilnehmerzahlen hilft, die Aussagekraft der Daten weiter zu verbessern. Insbesondere zeitnahe Meldungen (jeweils gleich montags für die vorangegangene Woche) führen zu stabilen Schätzraten.

Ich bin mir nach - zugegeben kurzem Überfliegen - nicht wirklich sicher ob das ne sinnvolle Einordnung ist...


Antwort
Zitat