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Coronavirus
 
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topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von MrPGrey
Und ja - das kannst du ruhig feiern. Wenn man nämlich nicht durchwegs mit "Versammlungsrecht"-Schreien beschäftigt ist, dann kann man durchaus anerkennen, wie extrem sanft die jeweilige Exekutive in Deutschland
mit Verstößen umgeht. Ein Blick in andere Staaten (öffentliche Demütigungen, körperliche Bestrafungen, hohe Geldstrafen) zeigt, dass die Behörden hier noch sehr human die Sache versuchen zu behandeln.

Wir haben einfach ein anderes Verständnis und Rolle des Staates / Excecutive etc...

@Social Distancing:
Habe jetzt ein meiner Meinung nach aussagekräftiges Diagramm gefunden, das deine Meinung unterstützt.

https://www.n-tv.de/infografik/Coronavirus-aktuelle-Zahlen-Daten-zur-Epidemie-in-Deutschland-Europa-und-der-Welt-article21604983.html

vgl.: Coronavirus Ansteckungsrate Die Entwicklung der Reproduktionszahl R in Deutschland seit Anfang April.

Das lässt meiner Einschätzung nach den Rückschluss zu, dass die Kontaktsperre/Versammlungsverbot doch einen nennenswerten Effekt hat.

Das andere Diagramm hier:

Spoiler


Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20_SARS-CoV2_vorab.pdf?__blob=publicationFile

Da sieht's halt so aus, als ob die Kontaktsperre keinen Effekt hätte. Bin jetzt etwas verwirrt, da beide Datenquellen ja vom RKI kommen.
Einmal haben wir um den 23.03. schon einen R0 von < 1.0 und einmal haben wir einen R0 von >1.0

Weiß jetzt auch nicht mehr was ich glauben soll.


Antwort
Zitat
StratoPrince187
Beigetreten: 12.09.2006

Provokant gesagt: Alle Länder die weniger Dunkelrot haben.

Und natürlich Südkorea, Japan, Taiwan. Viele Länder haben halt einfach keinen Lockdown und sind erfolgreich damit.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von StratoPrince187

Angst der Menschen
Ich bin erstaunt wie ängstlich diese Gesellschaft ist. Mal abgesehen davon das man mit Angst die Menschen ungemein gut steuern kann, zeigt sich auch ein asoziales Verhalten. Es ist für mich nicht akzeptabel das man Waren hortet ala. jeder ist sich selbst der nächste. Von den Hobbypolizisten den meinen jetzt überall andere zu belehren möchte ich nicht anfangen. Das schlimmste ist das Freiheitsbeschränkungen einfach so akzeptiert und durchgesetzt werden ohne klare Kommunikation und Fahrplan. Ich hoffe auf unser Rechtssystem.

Insgesamt ein guter Beitrag, aber mit der Angst des Menschen wurden schon immer Dinge durchgesetzt, die zu "normalen" Zeiten Proteste nach sich gezogen hätten. Interessant dabei ist auch die Beobachtung, dass die Dinge dann eben nicht mehr vollständig verschwinden nach der Bewältigung des Problems. Eine andere Methode ist die schleichende Einführung. Dort führt man etwas gegen X ein und weitet das dann auf immer mehr Gebiete aus.

Finde es auch schlimm, dass als Begründung häufig einfach "Corona" ausreicht. Gerade bei den Grundrechten hat man sonst jahrelange juristische Auseinandersetzungen. Jetzt werden die Dinge über Nacht einfach komplett durchgewunken.

Ohne Impfstoff werde es keine Rückkehr zur Nomalität geben, sagte RKI-Vize-Präsident Lars Schaade am Dienstag in Berlin. Neuinfektionen müssten vermieden werden. Selbst wenn in Deutschland keine neuen Fälle mehr gemeldet würden, sei es jederzeit möglich, das Virus wieder aus dem Ausland einzuschleppen.

Glückwunsch, heißt ja nichts anderes als dauerhafte Maßnahmen.


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Original von StratoPrince187
Provokant gesagt: Alle Länder die weniger Dunkelrot haben.

Und natürlich Südkorea, Japan, Taiwan. Viele Länder haben halt einfach keinen Lockdown und sind erfolgreich damit.

Okay zum Beispiel Schweden.
In den nördlichen Länder sind die Leute von sich selbst schon auf mehr Abstand gepolt.
Deshalb ist es in einem Land wie zum Beispiel Italien ja auch recht schnell so kritisch geworden, weil da die Leute halt viel kontaktfreudiger sind, auch im Gegensatz zu Deutschland.

Wenn ich jedoch mal Schweden und Corona google, dann komme ich auf Folgende Zahlen:
Bestätigt
14.777
Genesene
550
Todesfälle
1.580
10% Todesrate.
Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass die Infizierten 10mal so viele sind, dann haben wir hier eine Sterblichkeit von 1%.
Ob das nun wirklich besser ist, liegt dann denke ich im Auge des Betrachters.
In Südkorea ist das auch was anderes. Die Leute dort lieben Technologie, ich denke da wird das Nachverfolgen von Kontaktketten auch einfacher laufen.
Dass die in Südkorea einiges besser gemacht haben, zum Beispiel das mit dem Testen, ist natürlich nicht abzustreiten.

Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, was die Grafik aussagen soll, da werden nur die Maßnahmen angezeigt, kein Zusammenhang zwischen den Fallzahlen oder Todesfällen etc.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011

Original von p00s88

Original von StratoPrince187
Provokant gesagt: Alle Länder die weniger Dunkelrot haben.

Und natürlich Südkorea, Japan, Taiwan. Viele Länder haben halt einfach keinen Lockdown und sind erfolgreich damit.

Okay zum Beispiel Schweden.
In den nördlichen Länder sind die Leute von sich selbst schon auf mehr Abstand gepolt.
Deshalb ist es in einem Land wie zum Beispiel Italien ja auch recht schnell so kritisch geworden, weil da die Leute halt viel kontaktfreudiger sind, auch im Gegensatz zu Deutschland.

Wenn ich jedoch mal Schweden und Corona google, dann komme ich auf Folgende Zahlen:
Bestätigt
14.777
Genesene
550
Todesfälle
1.580
10% Todesrate.
Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass die Infizierten 10mal so viele sind, dann haben wir hier eine Sterblichkeit von 1%.
Ob das nun wirklich besser ist, liegt dann denke ich im Auge des Betrachters.
In Südkorea ist das auch was anderes. Die Leute dort lieben Technologie, ich denke da wird das Nachverfolgen von Kontaktketten auch einfacher laufen.
Dass die in Südkorea einiges besser gemacht haben, zum Beispiel das mit dem Testen, ist natürlich nicht abzustreiten.

Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, was die Grafik aussagen soll, da werden nur die Maßnahmen angezeigt, kein Zusammenhang zwischen den Fallzahlen oder Todesfällen etc.

Auch hier muss in die Sterblichkeitsbetrachtung ebenfalls noch der Faktor Lebenserwartung einfließen. Wenn unter den Toten alleine schon 50% sind, welche die statistische Lebenserwartung überschritten haben und somit eventuell schon durch einen leichten Schnupfen oder kurz erhöhten Blutdruck (Toilettengang etc.) gestorben wären. Ich glaube dann würde sich die Sterblichkeitsrate allein bezogen auf das Corona-Virus nochmal senken.

Und die Todesfälle werden zu "Corona-Todesfällen" gezählt weil sie Covid-19 entwickelt (also die Krankheit die durch das Virus hervorgerufen wird) haben, oder reicht es aus, dass das Virus nachweisbar war? Was erstmal gar nichts aussagt, solange sich daraus keine Symptome entwickeln.

Es wird ja auch niemand zu einem Herpes-Todesfall wenn er z.B. an einem Herzinfarkt stirbt, nur weil man den Herpesvirus bei ihm nachgewiesen hat (weil den fast jeder Mensch in sich trägt und ebenso zum Tode führen kann).

Hier mal eine Quelle dazu, die in die ähnliche Richtung geht:
https://www.welt.de/wissenschaft/article207394537/Uebersterblichkeit-oder-nicht-Zahl-der-zusaetzlichen-Todesfaelle-durch-Corona-unklar.html


Antwort
Zitat
lechef10
Beigetreten: 15.07.2014

Original von StratoPrince187
Provokant gesagt: Alle Länder die weniger Dunkelrot haben.

nur weil nicht so strenge maßnahmen getroffen wurden, heißt es nicht automatisch, dass die situation besser gelöst worden wäre.

Und natürlich Südkorea, Japan, Taiwan. Viele Länder haben halt einfach keinen Lockdown und sind erfolgreich damit.

südkorea hat keinen lockdown, die regierung gibt größtenteils nur empfehlungen, denen die südkoreaner offenbar ziemlich bereitwillig folgen. ob das hier auch möglich wäre, ist fraglich, weil man vermuten kann, dass die mentalität einfach eine andere ist. diesbezüglich ist das interview mit einer pfarrerin aus seoul ganz interessant:

DOMRADIO.DE: Das heißt, da wird man dann komisch angeguckt, wenn man keine Maske trägt?

Kong: Genau. Das ist als Europäerin sehr komisch, weil wir es nicht gewohnt sind eine Maske zu tragen, auch wenn wir krank sind. Aber hier waren die Koreaner das in verschiedensten Zusammenhängen schon gewohnt. Wenn sie krank sind, tragen sie immer eine Maske, um die anderen nicht anzustecken. Schon vorher bei anderen Krankheiten war das so. Wegen der Feinstaubsituation wird hier oft eine Maske getragen und wenn man das nicht macht, gibt es Unruhe. Es gibt ja hier dieses Tracing, also wo nachverfolgt werden kann, was eine infizierte Person alles gemacht hat in den vergangenen Tagen, also in welchen Gebäuden man sich aufgehalten hat und welche Orte man besucht hat. Wenn die Person dabei keine Maske getragen hat, dann gibt es richtig Ärger in der Gruppe.

DOMRADIO.DE: Das mit dem Tracing wird ja bei uns in Deutschland auch diskutiert, also ob wir das mit einer App aufs Handy bekommen können. Haben Sie das dann auch auf dem Handy?

Kong: Ja, wir bekommen immer Informationen, wenn bei uns im Viertel jemand infiziert ist und dann kann man auf einen Link klicken und weiß wo die Person sich aufgehalten hat. War sie vielleicht im Kaufhaus oder beim Zahnarzt? So kann man selbst herausfinden, ob man gefährdet ist und sich besser testen lassen sollte.

https://www.focus.de/perspektiven/nur-etwa-40-neuinfizierte-am-tag-suedkoreaner-ticken-ganz-anders-als-deutsche-das-macht-das-land-zum-corona-vorbild_id_11900900.html

bezüglich japan gibt es vermutungen, dass die zunächst vergleichsweise niedrigen zahlen auch mit olympia zu tun hatten. mittlerweile siehts da aber auch nicht mehr so toll aus: https://www.berliner-zeitung.de/sport-leidenschaft/corona-zahl-der-infektionen-wegen-olympia-2020-geschoent-li.81636
https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-japan-medizin-1.4881575


Antwort
Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Original von p00s88[...]
Wenn ich jedoch mal Schweden und Corona google, dann komme ich auf Folgende Zahlen:
Bestätigt
14.777
Genesene
550
Todesfälle
1.580
10% Todesrate.
Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass die Infizierten 10mal so viele sind, dann haben wir hier eine Sterblichkeit von 1%.
Ob das nun wirklich besser ist, liegt dann denke ich im Auge des Betrachters.[...]

Dann erkläre mir mal bitte wieso du auf deine "10mal" kommst. Es ist vielmehr anzunehmen, dass ohne Überlastung der Krankenhäuser und einer ähnlichen Altersstruktur der Infizierten die Sterblichkeit in den europäischen Ländern gleich ist und sich die Abweichungen der "Todesrate" (die aus Tote/Infizierte ermittelt wird) fast ausschließlich aus der unterschiedlichen Menge an Tests herrührt.


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Original von StratoPrince187
Und natürlich Südkorea, Japan, Taiwan. Viele Länder haben halt einfach keinen Lockdown und sind erfolgreich damit.

Das ist formal so richtig. Praktisch gibt es dort ebenso Home Office, Schulausfall, de facto Maskenpflicht und eine sehr disziplinierte Bevölkerung, die von sich aus Abstandsregeln einhält.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005

Zum Unterschied "Empfehlungen" vs "Regeln" vs "erzwungene Regeln", muss man sagen, dass ...

  • Homogene, kleinere Länder eher mit Empfehlungen arbeiten können (bspw. Island), weil die Solidarität und soziale Kontrolle hoch sind
  • Regeln nicht von allen befolgt werden und erzwungene Regeln asymmetrisch erzwungen werden (im Zweifel ist der normale, gesetzestreue Bürger einfacher zu bestrafen als der Rand der Gesellschaft)

Dadurch hat man in einer großen und mittlerweile ziemlich diversen Gesellschaft wie Deutschland mMn nicht den Luxus, nur mit Empfehlungen zu arbeiten. Und es wird immer unfair sein, so wie im Alltag ja auch wir ein Knöllchen bekommen, die Drogenhändler in Berlin aber fein dealen können.

(Gut finde ich das natürlich nicht.)

Nichtsdestotrotz sollte man aus wirtschaftlichen und prinzipiellen Erwägungen mehr Lockerungen in Erwägung ziehen. Aus demokratischen Gesichtspunkten sollte diese Debatte öffentlich sein.

Beispiel:
Was genau spricht für/gegen bestimmte Varianten, Restaurants/Cafes wieder öffnen zu lassen?
Was genau spricht für/gegen eine Maskenpflicht in ÖPNV und/oder Läden?


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

Original von Gofa

Original von katharz

Spoiler

Original von domano
bei all den Forderungen nach Lockerungen sollte man nicht vergessen wo wir herkommen. wir haben nun pro tag ungefähr so viele Neuinfektionen wie zum ausrufen des Lock-Downs:
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Infektionsf%C3%A4lle

die kurve ab mitte märz zeigt auch, dass die maßnahmen gewirkt haben, frage mich wie man auf die idee kommen kann, dass das alles nix gebracht hat... das ist wirklich wie auf kondome verzichten, da man ja bisher mit kondomen immer safe war...

wenn man nun zuviel und zu schnell aufmacht wird man in kürze gezwungen sein wieder komplett in Lockdown zu gehen. das wird wirtschaftlich und gesellschaftlich schlimmere folgen haben als eine nun langsamere schrittweise Öffnung. Gerade für die Wirtschaft ist nun Vertrauen wichtig.

Man muss Politikern und auch Wissenschaftlern einen gewissen "Trial and Error Modus" zugestehen. Schrittweise Öffnungen werden sicherlich bald auch im Privaten geschehen, so dass man sich z.B. wieder in kleineren Gruppen treffen darf. Auch Themen wie Beerdigungen und vor allem besuche im Krankenhaus als Vater werden auch wieder anders gehandhabt werden. Wobei das mit bei der Geburt dabei sein als Vater auch sehr unterschiedlich gelebt wird.

Also so ganz verstehe ich dich nicht. Erst argumentierst du gegen die R0 Grafik des RKI, bei der deutlich zu sehen ist dass der R0 Wert schon am 20.3 unter 1 war und sich danach nicht mehr signifikant geändert hat, dass man ja noch andere Faktoren berücksichtigen müsse.

Kann es sein, dass du ihn mit mir verwechselst? Ich hab btw nicht "gegen die R0 Grafik des RKI" argumentiert.

ja stimmt du hast recht sorry


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Original von Wody

Original von p00s88[...]
Wenn ich jedoch mal Schweden und Corona google, dann komme ich auf Folgende Zahlen:
Bestätigt
14.777
Genesene
550
Todesfälle
1.580
10% Todesrate.
Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass die Infizierten 10mal so viele sind, dann haben wir hier eine Sterblichkeit von 1%.
Ob das nun wirklich besser ist, liegt dann denke ich im Auge des Betrachters.[...]

Dann erkläre mir mal bitte wieso du auf deine "10mal" kommst. Es ist vielmehr anzunehmen, dass ohne Überlastung der Krankenhäuser und einer ähnlichen Altersstruktur der Infizierten die Sterblichkeit in den europäischen Ländern gleich ist und sich die Abweichungen der "Todesrate" (die aus Tote/Infizierte ermittelt wird) fast ausschließlich aus der unterschiedlichen Menge an Tests herrührt.

Du hast recht, die Todesrate wird vermutlich überall gleich sein. (bei sonstigen gleichen Voraussetzungen)
Das mit dem 10mal hatte ich nur geschrieben, damit nicht jemand kommt und schreibt "aber die Dunkelziffer der infizierten ist vermutlich 10mal so hoch", die Sterblichkeit also nur 1%. Kann natürlich sein, wenn man dazu dann aber die Zahlen aus Deutschland vergleicht, kommt man, bei den Zahlen, die bei Google angezeigt werden, auf eine Sterblichkeit von 3% und wenn man dann von einer Dunkelziffer von 10mal so viel ausgeht, dann ist die Sterblichkeit bei 0,3%.
Das könnte dann damit zusammenhängen, dass, Aufgrund der Kontaktsperre in Deutschland, weniger Leute der Risikogruppen infiziert wurden, die ja eine höhere Sterblichkeitsrate haben.


Antwort
Zitat
Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006

Original von p00s88
Ich hab mal ne Frage, nehmen wir an man würde auf Herdimmunität gehen, wenn das Virus dann mutiert, wäre doch wieder keiner Immun oder?
Und wie ist es mit einem Impfstoff, wenn dieser entwickelt ist, könnte man dann daraus "easy" einen Impfstoff für eine Mutation entwickeln so wie bei der Grippe?
Vermutlich sind das aber Fragen, die keiner richtig Beantworten kann.

Es ist momentan nicht mal sicher, dass es jemals einen Impfstoff geben wird.

https://www.standard.co.uk/news/uk/coronavirus-vaccine-long-shot-patrick-vallance-chief-scientific-advisor-a4418421.html


Antwort
Zitat
soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007

Man sieht imo ganz gut wie gering die Sterblichkeitsrate bei jüngeren/fitteren Menschen ist an dem Beispiel des französischen Flugzeugträgers. 1000 Infizierte, davon die Hälfte ca mit Symptomen, 24 mussten ins Krankenhaus, 2 davon auf die Intensivstation.

https://www.welt.de/politik/ausland/article207365541/Corona-auf-Flugzeugtraeger-Charles-de-Gaulle-Virus-verbreitete-sich-nach-Stopp.html


Antwort
Zitat
Palmero92
Beigetreten: 23.05.2010

Jemand nähere Infos zu Dänemark? Über 1-2 Kanäle mitbekommen, dass der harte Lockdown inzwischen bereut wird. Schulen/Kita's öffnen ja wieder und jetzt gerade auf Focus gelesen, dass ab 10. Mai Versammlungen bis 500 Menschen wieder erlaubt sind (erstmal bis 1. September). Scheint ja eine fast vollständige Aufhebung der Maßnahmen zu sein? :-O


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von soulfly187
Man sieht imo ganz gut wie gering die Sterblichkeitsrate bei jüngeren/fitteren Menschen ist an dem Beispiel des französischen Flugzeugträgers. 1000 Infizierte, davon die Hälfte ca mit Symptomen, 24 mussten ins Krankenhaus, 2 davon auf die Intensivstation.

https://www.welt.de/politik/ausland/article207365541/Corona-auf-Flugzeugtraeger-Charles-de-Gaulle-Virus-verbreitete-sich-nach-Stopp.html/blockquote >

Finde auch die Angst die geschürt wird, dass es JEDEN treffen kann auch einfach verkehrt. Angst ist bei einer Krankheit auch nie gut und kann sich negativ auf den Verlauf auswirken. Ich bin überzeugt, dass selbst die ganz wenigen Todesfällen von jungen Leuten meistens mit Vorerkrankungen zusammenfallen. Wie der Hamburger Rechtsmediziner gesagt hat, wissen diese Personen häufig nur davon nicht.

Klar kann jeder theoretisch daran sterben und auch die meisten können auch einen unentdeckten Herzfehler haben oder morgen von einem LKW überrollt werden, aber deswegen etwas ändern?


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von Palmero92
Jemand nähere Infos zu Dänemark? Über 1-2 Kanäle mitbekommen, dass der harte Lockdown inzwischen bereut wird. Schulen/Kita's öffnen ja wieder und jetzt gerade auf Focus gelesen, dass ab 10. Mai Versammlungen bis 500 Menschen wieder erlaubt sind (erstmal bis 1. September). Scheint ja eine fast vollständige Aufhebung der Maßnahmen zu sein? :-O

Logische Konsequenz, wenn man es unter Kontrolle hat. Es gibt ja auch die Vermutung, dass alleine Abstand halten, Hände waschen und viele Tests zu einer signifikanten Reduktion führt. Die Maßnahmen die dann so hart sind und noch oben drauf kommen, sind dann gar nicht mehr so wirkungsvoll. Im öffentlichen Nahverkehr oder in 20 Millionen Citys mit dichtgedrängten Personen werden Masken einen Einfluss haben. In einem normalen Supermarkt wo etwas auf Abstand geachtet wird, ist aber eben kein Ort für viele Übertragungen.

Man müsste mal anfangen die einzelnen Maßnahmen viel mehr zu untersuchen auf Nützlichkeit. Gerade auch die Aktivitäten außerhalb geschlossener Räume. Sonne, Luft, wie soll sich da jemand anstecken, wenn man nicht eine Stunde mit einer Person von Gesicht zu Gesicht redet?


Antwort
Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Original von p00s88

Original von StratoPrince187
Andere Länder zeigen auch sehr wohl, dass man die Corona Krise gesellschaftlich besser lösen kann.

zum Beispiel?

Ich finde Österreich macht es viel besser.

Mich stört, dass es keinen Fahrplan der Bundesregierung oder der einzelnen Länder gibt. Die Regierung beschäftigt sich zur Zeit richtigerweise fast ausschließlich mit dem Thema Corona. Da sollte man es schaffen die wichtigen Kennzahlen herausarbeiten und klar benennen können, in welchem Bereich sie liegen sollen. Und nein, alleine das R reicht nicht aus. Interessant sind zB Ansteckungswahrscheinlichkeiten bei verschiedenen Aktivitäten nach Zeit, schwere Verläufe nach Alter und Vorerkrankung und deren Dauer, Wahrscheinlichkeit von Langzeitschäden und Todeswahrscheinlichkeit nach Alter und Vorerkrankung.
Aber selbst wann man jetzt nur das R hernimmt und sagt, solange es nicht über 1 ist können wir Maßnahmen lockern, dann kann man doch einen Plan präsentieren, wo man angibt welche Maßnahmen man in 2 Wochen, welche in 4 Wochen usw. lockert, solange das R nicht über 1 ist. Das ermöglicht dann eine gesellschaftliche Diskussion darüber, was den Menschen wichtig ist. So wurden jetzt Autohäuser und Buchläden geöffnet aber Möbelhäuser bleiben zu. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn man jetzt Homeoffice hat, vielleicht doch ein neuer Bürostuhl (den man ausprobieren will) wichtiger ist als ein neues Auto. Wochenmärkte wurden offen gelassen, wo Rentner dicht gedrängt nach Schnäppchen gesucht haben, aber Tennisplätze wurden geschlossen.


Antwort
Zitat
Palmero92
Beigetreten: 23.05.2010

Original von AyCaramba44

Original von Palmero92
Jemand nähere Infos zu Dänemark? Über 1-2 Kanäle mitbekommen, dass der harte Lockdown inzwischen bereut wird. Schulen/Kita's öffnen ja wieder und jetzt gerade auf Focus gelesen, dass ab 10. Mai Versammlungen bis 500 Menschen wieder erlaubt sind (erstmal bis 1. September). Scheint ja eine fast vollständige Aufhebung der Maßnahmen zu sein? :-O

Logische Konsequenz, wenn man es unter Kontrolle hat. Es gibt ja auch die Vermutung, dass alleine Abstand halten, Hände waschen und viele Tests zu einer signifikanten Reduktion führt. Die Maßnahmen die dann so hart sind und noch oben drauf kommen, sind dann gar nicht mehr so wirkungsvoll. Im öffentlichen Nahverkehr oder in 20 Millionen Citys mit dichtgedrängten Personen werden Masken einen Einfluss haben. In einem normalen Supermarkt wo etwas auf Abstand geachtet wird, ist aber eben kein Ort für viele Übertragungen.

Man müsste mal anfangen die einzelnen Maßnahmen viel mehr zu untersuchen auf Nützlichkeit. Gerade auch die Aktivitäten außerhalb geschlossener Räume. Sonne, Luft, wie soll sich da jemand anstecken, wenn man nicht eine Stunde mit einer Person von Gesicht zu Gesicht redet?

Absolut deiner Meinung. Steht aber imo heftig in Kontrast zum deutsch-österreichischen Weg "wir nähen auf Kante, close to R=1 und dürfen auf keinen Fall einen Rückfall riskieren" und "Ziel muss es sein, alle Infektionsketten nachzuvollziehen".

Oder anders gesagt: In Österreich mal eben komplettes Hochschulsemester pauschal abgeblasen (inkl Seminare mit 15 Leuten) und in Dänemark Versammlungen bis 500 wieder pauschal erlaubt?


Antwort
Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von StratoPrince187
Ich möchte einfach mal meine Subjektive Meinung teilen. Ich hatte in einem frühen Post schon darauf hingewiesen dass die Maßnahmen nicht vollumfänglich durchdacht sind. [Klick]

Aktionismus
Ohne richtige Datenbasis, die teilweise immer noch sehr viel Interpretationsspielraum zulässt, wurden Maßnahmen beschlossen, die an anderer Stelle immensen Schaden anrichten. (Wirtschaft, Soziale Strukturen, Angst der Menschen)
Auf dieser Basis ist es nicht gelungen die optimalen Maßnahmen herauszuarbeiten. Wir befinden uns auch nicht in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg.
Ich kann verstehen das man hier lieber etwas vorsichtig ist. Wenn man etwas nicht weiß kann man das allerdings auch so benennen und gezielt darauf hinarbeiten fehlende Lücken zu schließen.
Andere Länder zeigen auch sehr wohl, dass man die Corona Krise gesellschaftlich besser lösen kann.
Dennoch muss ich positiv anmerken das wir hier keinen kompletten Lockdown haben. Das finde ich gut.

Angst der Menschen
Ich bin erstaunt wie ängstlich diese Gesellschaft ist. Mal abgesehen davon das man mit Angst die Menschen ungemein gut steuern kann, zeigt sich auch ein asoziales Verhalten. Es ist für mich nicht akzeptabel das man Waren hortet ala. jeder ist sich selbst der nächste. Von den Hobbypolizisten den meinen jetzt überall andere zu belehren möchte ich nicht anfangen. Das schlimmste ist das Freiheitsbeschränkungen einfach so akzeptiert und durchgesetzt werden ohne klare Kommunikation und Fahrplan. Ich hoffe auf unser Rechtssystem.

Medienbild
Mir sind es zu wenig kritische Stimmen. Die Aufgabe der Medien ist zu hinterfragen und nicht ein accelerator für Angst zu sein.

Mein Fazit: Maßnahmen sind nicht weit genug gedacht. Vorsicht vor Vernunft ist ok, allerdings nur mit Fahrplan und Transparenz. Definitiv kein akzeptabler Dauerzustand. Die Gesellschaft ist ängstlich und akzeptiert Freiheitsbeschränkungen, ohne selbst die Sinnhaftigkeit zumindest zu hinterfragen.

Positiv sehe ich die Vorteile eines entwickelten Sozialstaates der hier und da agieren kann, wo andere Länder einfach nicht die Power haben. Auch finde ich das marode Wirtschaftszweige nicht unbedingt mit Steuergeldern gerettet werden sollen. Man muss schon genau hinschauen, wenn oder was man unterstützt.

Profitieren können wir wenn wir die Corona Learnings in unsere Gesselschaft und Wirtschaft einbringen und uns so auf für zukünftige Extremsituationen besser vorbereiten.

1. Aktionismus
Was genau meinst du mit "keine richtige Datenbasis"? Am Fall von Italien und anderen Ländern, war ganz klar ersichtlich, dass wir es mit einem sich rasant ausbreitenden Virus mit signifikanter Sterberate zu tun haben. Es war ebenfalls bekannt, dass sich das Virus von Mensch zu Mensch überträgt und eine ungebremste Durchseuchung unser Gesundheitssystem massiv überlasten würde, was zu einem gesamtgesellschaftlichen Supergau geführt hätte. Führende Experten, sowie das RKI haben dringendes Handeln empfohlen. Auf was genau hätte die Bundesregierung in dieser Stelle denn noch warten sollen? Darüber hinaus finde ich deinen Ländervergleich für vollkommen verfehlt. Nur weil in Europa Länder existieren, die bis jetzt noch keinen Lockdown hatten und deren Gesundheitssystem noch nicht überlastet ist, kann man daraus noch lange nicht die Schlussfolgerung ziehen, diese Länder hätten die Coronakrise besser "gelöst". Wir befinden uns nach wie vor noch ganz am Anfang der Krise und von "gelöst" kann man erst dann sprechen, wenn eine Herdenimmunität vorliegt. Bis dahin kann aber noch so einiges passieren. Erst wenn die Pandemie vorbei ist, wird sich zeigen, wer sie gut gelöst hat und wer nicht.

2. Angst der Menschen
Also in meinem persönlichen Umfeld sind wirklich alle ruhig und gelassen. Ich kenne absolut niemanden, der wegen Corona oder den aktuellen Maßnahmen in totale Panik verfallen ist. Deine Meinung zur Kommunikation kann ich auch nur begrenzt teilen. Es gibt schon jede Menge Pressekonferenzen, wo alles ausführlich diskutiert wird und für mich ist das meiste durchaus nachvollziehbar. Vielleicht muss aber doch noch mehr getan werden.

3. Medien
Es gibt doch haufenweise Stimmen aus den Medien, die nach Lockerungen schreien und darüber berichten, wie unverhältnismäßig die Maßnahmen doch sind. Ich verstehe nicht, wo du die Einschätzung her nimmst, dass es soetwas gar nicht gäbe und alle nur unseren aktuellen Kurs bejubeln würden.

4. Fazit
Es ist mir auch schon bei einigen anderen Postern hier im Thread aufgefallen: Du kommunizierst ein Menschenbild bei dem quasi alle mehr oder weniger wie blinde Schafe umherwandeln und brav alles mit sich machen lassen, während man selber der einzige ist, der zu kritischem Denken in der Lage ist. Ich bin mir sicher, dass momentan so zeimlich jeder schonmal in irgendeiner Form über das Thema Corona, die Maßnahmen der Politik und die Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft nachgedacht hat.


Antwort
Zitat
housebesuch
Beigetreten: 02.01.2008

Original von soulfly187
Man sieht imo ganz gut wie gering die Sterblichkeitsrate bei jüngeren/fitteren Menschen ist an dem Beispiel des französischen Flugzeugträgers. 1000 Infizierte, davon die Hälfte ca mit Symptomen, 24 mussten ins Krankenhaus, 2 davon auf die Intensivstation.

https://www.welt.de/politik/ausland/article207365541/Corona-auf-Flugzeugtraeger-Charles-de-Gaulle-Virus-verbreitete-sich-nach-Stopp.html/blockquote >

Dein Beitrag zeigt das große Mißverständnis in der Diskussion.
Alles in allem betrifft das Geschehen um die „CdG“ ca 2300 Kontakte. Hochgerechnet auf z. B. die Stadt, in der ich lebe, bedeutet das, 84 Personen müssten auf die ITS, Über 600% Auslastung der örtlichen Kapazitäten.


Antwort
Zitat