Original von workah0lic
Es soll mich niemand davon abhalten, klüger zu werden, daher schon mal danke für deinen Input - auch wenn ich denke, dass du meine Aussagen zu einem Gutteil einfach mal als Bullshit bezeichnet hast
Gehen wir davon aus, dass es ein Ampel-System ist, das in etwa grob für Wahrscheinlichkeiten steht und dass sich die Experten im Hintergrund dazu passende Fälle ausgedacht haben (aka: "30 Minuten Kontakt = 5% Wahrscheinlichkeit").Ein User wird krank, 20% seiner Kontakte im Reallife (sagen wir 10 Tage Ansteckungszeit,
Es wird gesagt (Quelle Drosten podcast), dass man 4 Tage ansteckend ist bevor man Symptome bekommt, also 4 und keine 10 Tage, denn wenn man Symptome hat sollte jeder vernünftige Mensch zuhause bleiben und soziale Kontakte meiden. Ich hoffe, dass sich deutlich mehr die App installieren als 20%. Dass es Verschwörungstheoretiker nicht tun ist klar, aber ich bin mir sicher, dass von meinen Kontakten dass deutlich über 70% tun werden. Laut Umfragen würden das im Schnitt 56% der Deutschen tun: https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/br24-umfrage-56-prozent-der-deutschen-wuerden-corona-app-nutzen,RveCeQh
je 3-5 Kontakte pro Tag, macht grob 40 Gefährdete)
3-5 Kontakte pro Tag ja, aber nicht jeden Tag 3-5 unterschiedliche. Zwei Kollegen auf Arbeit und die Frau zuhause werden oft dieselben sein, also bei insgesamt 5 "intensiveren" Kontakten pro Tag wiederholen sich 3, damit 2*4+5=13 Kontakte. Aber das tut jetzt nicht wirklich was zur Sache.hatten auch die App - also etwa 8 -, sagen wir mal, alle 8 wurden korrekt per Bluetooth getracked. Von diesen ist nur einer infiziert, aber es gehen alle 8 in Quarantäne.Was ist mit den 80% der Kontakte, die nicht getracked wurden - das sind 32 Personen. Von denen sind statistisch gesehen 4x so viele Leute gefährdet und bald Verbreiter. Ungetracked. Wie viele Iterationen denkst du, benötigen wir, um den Überblick zu verlieren?
Wie schon gesagt, deine 80% sind haltlos. Laut Umfragen sind sie bei 46% und ich hoffe dass es weniger werden die gegen die App sind.Was denkst du außerdem, wieviele Leute werden 14 Tage freiwillig in Selbst-Quarantäne gehen, wenn sie eine Wahrscheinlichkeit von 5% am Display stehen haben? Was ist mit den technischen Schwierigkeiten des Bluetooths-Trackings? In der Realität machen die anderen, die das Spiel nicht mitmachen, sowie die technischen Schwierigkeiten (mal abgesehen von der fehlenden Expertengruppe und ihrer nachvollziehbaren Berechnung) eure Kalkulationen sehr schnell sehr kaputt.
Wenn 56% der Leute die App nutzen und dadurch 50% weniger Leute anstecken (also wenn "Rot" angezeigt wird eben nicht die Eltern besuchen oder mit jemandem treffen), dann senkt man das R eben um diesen Prozentsatz. Dann hätten wir also jetzt statt 0,8 ein R von 0,6 und könnten dadurch viele Verbote aufheben
In der Theorie eine super Idee mit dem Handy. In der Praxis sehe ich eben einfach zu viele Pferdefüße. Du könntest ja auch gegen diese argumentieren statt gegen mich ...Original von workah0lic[...]
[...]
Hier werden die technischen Schwierigkeiten einfach beiseite gewischt und die Wertlosigkeit der Auswertung aufgrund der stark verfälschten Daten herunter gespielt genau so wie der (doch große) Teil der Menschen vernachlässigt, der einfach nicht mitspielen wird/würde. Von den rechtlichen Herausforderung und dem "anonymen" Zwang zur Quarantäne mal abgesehen.[...]Wieder totaler bullshit. Genauso kannst du gegen die Kontaktsperre argumentieren, nach dem Motto, dass die Leute dann eben Privatpartys feiern. Aber nochmal, die Daten aus der App liefern Wahrscheinlichkeiten. Und das auch Wahrscheinlichkeiten Aussagekraft haben, sollte man in einem Pokerforum niemandem erklären müssen.
"Totaler Bullshit" - was genau? Magst du mich an deiner Expertise über Bluetooth-Tracking teilhaben lassen? An den zu erwartenden höheren User-Zahlen in GER? An dem Plan, wie man Erkrankte dazu 100% verlässlich verpflichtet, ihre Krankheit nun im Handy einzutragen (oder könnte hier etwa eine weitere Fehlerquelle zur datenlage versteckt sein - der User an sich)?
Eine Quelle zu höheren User Zahlen habe ich dir oben geliefert, während du für deine 20% keine Quellen geliefert hast. Am Ende wird man beim Corona Test seine App-ID angeben können und bei einem positiven Test trägt es das Gesundheitsamt sofort ein. "Verfälscht" ist auch das falsche Wort, "ungenau" das richtige und das kann man mit Wahrscheinlichkeiten beschreiben. Du tust so als ob du eine besondere Expretise bezüglich Bluetooth-Tracking hast. Dann lass uns doch dran teilhaben. Bist du der Meinung, dass man darüber nicht bestimmen kann, ob jemand in der Nähe ist? Das würde ich dann aber anders sehen.
Mit dem Wahrscheinlichkeits-Bashin mir gegenüber kann ich ebenso wenig anfangen wie mit dem Party-Vergleich. Ich glaube du hast einfach keine Ahnung, was Wahrscheinlichkeitsrechnungen mit einer veräflschten Datengrundlage / Datenqualität für einen Sinn macht, um ehrlich zu sein (und ohne zu versuchen, dir nahe zu treten).
Wieder nix Konkretes sondern nur das Übliche, "Ich bin ja so schlau aber behalte alles für mich."Original von workah0lic[...]
Auf gut deutsch, diese App-Idee ist garantiert nicht die Lösung des Problems [...]Die App ist nicht die Lösung, aber trägt dazu bei, dass mehr Lockerungen möglich sind.
Absolut, möglich! Die App-Idee ging aber auch ein paar Seiten vorher los, weil die Maskenpflicht zuviel Eingriff war, und sollte eine (viel) bessere Alternative sein, es wird dann wohl erlaubt sein, die genauen Überlegungen dahinter zu erfragen, nicht wahr ...
Ich war immer klar für beide Maßnahmen, da sie nicht weh tun und helfen Corona besser in den Griff zu bekommenOriginal von workah0lic[...]
ziemlich sicher auch keine bessere oder günstigere Maßnahme als die Maskenpflicht.[...]Einfach weil du das sagst oder kannst du das begründen.
Ich habe versucht, es zu begründen, weil ich eben viele Lücken in der Überlegung sehe (anfangs war es gekoppelt mit Zwangsmaßnahmen, am Ende ist es freiwillig, mal hat eh jeder ein Handy, dann ist es egal wenn nicht, uw usf). Natürlich kann ich es nicht beweisen, darauf habe ich auch hingewiesen.
Du hast gesagt dass du dir "ziemlich sicher" bist. Meines Wissens ist die Wirksamkeit von Masken wissenschaftlich nicht gut belegt. Also darum nochmal, wieso bist du dir ziemlich sicher?Im theoretischen Idealfall, wenn alle die App hätten und man weiß, dass 90% der Ansteckungen durch Tröpfcheninfektionen passieren, dann könnte man diese 90% der Ansteckungen von der bekannten Corona-Fällen mit entsprechenden Maßnahmen auf quasi 0 senken. Masken helfen, ja, aber nur ein wenig.
Ja, im theoretischen Fall, wenn, dann, ... quasi 0. Na dann, perfekt, keine weitere Diskussion mehr nötig
Das sagt nur aus, dass es sinnvoll ist, möglichst nahe an den theoretisch idealen Fall heranzukommen, auch wenn das Erreichen dessen unmöglich istOriginal von workah0lic[...]
PS: Vermutlich kommt man auf ähnliche Erfolgsaussichten einer Prediction, wenn man einen Fragebogen anbietet, in dem man eingeben kann, wie oft man in einem Supermarkt einkaufen geht, ob man gerade arbeitet und in welcher Branche, ob man das Gefühl hat dass die Leute rund um einen das Thema ernst nehmen, ob Kinder im Haus leben, ob man Altenheime besucht, wie oft man die letzten x Jahre krank war usw usf.
Mit einer nachvollziehbaren Infektionskette hat das vermutlich genau so viel zu tunWieder unbegründeter totaler Quatsch.
Es würde genau so eine Aussage darüber ergeben, ob man eine höhere Wahrscheinlichkeit (deine 5% zB) hatte, einer Ansteckung ausgesetzt zu sein. Inwiefern diese zielgerichtet ist, wissen wir ja - das haben wir beide erkannt - weder bei der App, noch bei dieser Version
Das mit den ähnlichen Erfolgsaussichten kannst du doch nicht ernst meinen. Dein Fragebogen sagt doch nur aus, mit wie vielen Menschen du Kontakt hattest, also das Gleiche wie die App wenn man sie nicht mit Daten von Infizierten füttert. Wenn man aber dort Infizierte einträgt, dann ist die App obv viel genauer.PS: Wody, ich habe mir jede Menge Mühe gegeben bei meinen Posts, um auf die Lücken hinzuweisen: das wären halt so ziemlich die ersten Fragen, die jeder Analyst im technischen Bereich stellen würde - zumindest meiner Erfahrung nach ("hält eure Technik, was sie verspricht" - "geht ihr von der richtigen Anwenderzahl aus" - "wer nutzt die App wie" - etc). Im Normalfall kann man sich dann mit den technischen Hintergründen auseinander setzen, auf die Kritikpunkte eingehen, ohne einfach lapidar alles als "totalen Quatsch" oder "Bullshit" abzutun.
Argumentieren besteht nicht nur aus "auf Lücken hinweisen", denn klar, da gibt es immer viele, sondern im selber Argumente sichen, diese begründen und im Idealfall Quellen dazu liefern
Ich habe soweit ohnehin meine Meinung hier kundgetan, vielleicht hat es ja jemand anderem die Augen geöffnet - so einfach wird es einfach keine Lösung geben, die unkritisiert hier stehen bleibt. Also immer schön kritisch gegenüber der Obrigkeit bleiben, aber man muss sich ja auch nicht unbedingt einreden, dass man es selbst unter Zeitdruck sehr viel besser machen würde oder dass man in jedem Bereich weiß, wovon man redet. Bleibt gesund.
EDIT: Welche Nachteile siehst du eigentlich für dich wenn du so eine App installierst?