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[Geschlossen] Dass hierzulande Ehrlichkeit

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Dass hierzulande Ehrlichkeit und Moral nicht gerade die Hauptauswahlkriterien für politische Führungskräfte sind, ist bekannt, aber einem so offensichtlichen Blender und Betrüger den Freifahrtschein auszustellen, wenn er dann mal auffliegt, ist wirklich eine Schande.

Wenn man sich so manche Kommentare bei tagesschau.de und Co ansieht: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.", "Es kann mir keiner erzählen, dass er nicht auch gelegentlich ein bisschen mogelt" u.ä., da kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Anscheinend ist es nicht mehr bloß üblich, bei sich selbst ein anderes Maß anzulegen, wenn es um ein bisschen Opportunismus geht - was schon traurig genug ist - nein, mittlerweile ist Betrug gesellschaftsfähig geworden. Armes Deutschland.


5 Antworten

Kommentar von Prof. Dr. Spruth (Uni Tübingen) "Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman Herr Dr. zu Guttenberg steigt in meiner Achtung. Mit summa cum laude zu promovieren, ist eine seltene Auszeichnung, die besonders strenge Voraussetzungen und zusätzl...iche externe Gutachten erfordert. Die derzeitigen Angriffe richten sich deshalb weniger gegen Herrn Dr. zu Guttenberg, sondern in erster Linie gegen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth. Die dortige Promotionskommission setzt sich aus sechs hochkarätigen Wissenschaftlern sowie mindestens einem externen Gutachter zusammen. Summa cum laude erfordert einen einstimmigen Beschluss der Kommissionsmitglieder und des externen Gutachters. Es kann unterstellt werden, dass die Gutachter über den Stand der Wissenschaft auf ihrem eigenen Fachgebiet bestens informiert sind. Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman, auch wenn viele Kritiker den Unterschied verwischen möchten. Sie ist eine eigenständige wissenschaftliche Leistung und erfordert eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Stand der Wissenschaft. Hierzu ist es üblich, wenn nicht sogar erforderlich, seitenweise aus anderen Quellen zu quotieren. Ein Plagiat liegt nur dann vor, wenn ein relevanter fremder Beitrag als eigene wissenschaftliche Leistung dargestellt wird. Ein derartiger Vorwurf ist bis heute aber nicht erhoben worden. Das bloße Quotieren von Textpassagen rechtfertigt diesen Verdacht jedenfalls nicht. Quellenangaben für verwendete Textbausteine sind dann zwingend erforderlich, wenn damit zwischen fremden wissenschaftlichen Beiträgen und den eigenen wissenschaftlichen Leistungen unterschieden wird. In allen anderen Fällen ist die Quellenangabe eine übliche und sicher sehr erwünschte Höflichkeitsgeste gegenüber dem Autor, aber auch nicht mehr. Die Frankfurter Allgemeine verdient Anerkennung für ihren hervorragenden Journalismus. Sie ist aber keine wissenschaftliche Fachzeitung. Ein Textbaustein aus der Frankfurter Allgemeinen mag eine brilliante Formulierung enthalten, trägt aber kaum etwas zu dem wissenschaftlichen Beitrag und Wert einer Doktorarbeit bei. Der Versuch, einem erfolgreichen Politiker auf diese Weise am Zeug zu flicken, ist schlechter politischer Stil. Hier wird der Versuch unternommen, auf diese Art und Weise etwas anzuhängen." Prof. Dr.-Ing. Wilhelm G. Spruth, Böblingen


Pokerhontaz
Beigetreten: 26.09.2006
Oldschool Grinder

cool story bro


Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist
Merlinius
Beigetreten: 30.06.2006
Elite Grinder

Junge, mach mir nicht den Guttenberg und zitiert mich ohne Quellenangabe

Ich hatte auch nicht das große Bedürfnis, meine Aussage in einem eigenen Thread verewigt zu sehen.


michimanni
Beigetreten: 03.08.2006
Elite Grinder

Original von Khrano
Fürst von und zu Guttenberg beim Abschreiben seiner Dissertation erwischt - Discuss

Danke Khrano, damit schließe ich den Thread auch.

Gruß,
michimanni


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