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[Geschlossen] Die "The Boondock Saints" Mentalität

25 Beiträge
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ChaseTheEdge
Beigetreten: 12.01.2011

Hi,

Es geht um den Film The Boondock Saints, in Deutschland heißt er der blutige Pfad Gottes und die Mentalität die dort propagiert wird. Ich für meinen Teil muss sagen das es mein Lieblingsfilm ist(schon 7x gesehn _love: ) und er mir einfach aus der seele spricht. Meiner Meinung nach haben Menschen die sehr schlimme taten begehen wie zb bewusst morden ohne anzeichen von reue, ihr recht zu leben verloren. Ich habe mich selbst schon beim gedanken ertappt, dass sowas doch ein schönes métier wäre =)
Ich möchte hier keine Diskussion starten, da ich mich ausgiebig mit dem thema beschäftigt habe und einen festen Standpunkt dazu habe, mich interessiert eure persönliche Meinung zu der Mentalität im Film =)

Falls ihr den Film nicht kennt --> unbedingt anschauen, so könnt ihr euch auch obv die beste meinung dazu bilden ;)

gruß
Edge


24 Antworten

Hiho,

möchtest du lieber über den Film oder über die Philosophie (Selbstjustiz ja/nein) sprechen?

Gruß,

FRFR


TooropAce
Beigetreten: 11.05.2009

Hmm würde mich auch interessieren. Film oder die Philosophie ?


crt32
Beigetreten: 17.02.2007

Original von ChaseTheEdge
Ich möchte hier keine Diskussion starten

wozu ist ein forum nochmal da? ?(


ChaseTheEdge Themenstarter
ChaseTheEdge
Beigetreten: 12.01.2011

Original von FRFR
Hiho,

möchtest du lieber über den Film oder über die Philosophie (Selbstjustiz ja/nein) sprechen?

Gruß,

FRFR

Ich möchte eure Meinung zu der propagierten mentalität bzw Philosophie im Film(was ja primär die selbstjustiz ist)hören :)

Original von crt32

Original von ChaseTheEdge
Ich möchte hier keine Diskussion starten

wozu ist ein forum nochmal da? ?(

Ich habe die erfahrung gemacht in diesem Forum, dass selten genug seriösität&verständnis bei vielen leuten vorhanden ist um eine Diskussion sinnvoll werden zu lassen.
Deswegen möchte ich lediglich eure persönliche Meinung hören, wie ihr diese philosophie in dem Film findet ;)


Original von ChaseTheEdge
Ich möchte eure Meinung zu der propagierten mentalität bzw Philosophie im Film(was ja primär die selbstjustiz ist)hören :)

Dann schieb ich den Thread mal ins Philosophie-Forum, für solche Fragen haben wir es ja :)

Gruß,

FRFR


smurfphobos88
Beigetreten: 02.09.2007

wenn man für Selbstjustiz als diskussionsgrundlage so einen schundfilm nehmen möchte, kann man sich die diskussion eigentlich direkt schenken


StephanS
Beigetreten: 14.09.2008

Finds ziemlich Pseudoreligös.
1. Durch ihre Taten und Morde, werden die beiden ja auch genau zu dem was sie eigentlich bekämpfen wollen.

2. Im Christlichen Glauben, kann jeder ( auch der der die schlimmsten Taten begangen hatt ) Vergebung vor Gott finden.

Iwo in der Bibel gibt es ein Absatz wo es darum geht, eine Frau die Ehebrecherin ist zu steinigen. Die Priester sagen zu Jesus das sie das Recht hätten die Frau zu steinigen. Jesus antwortet:

"Wer ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein."

Darum gehts letzten Endes.

Weder die Beiden Charactere in dem Film noch irgendwer ist frei von Sünde, also gibt es auch niemanden das Recht jemand anderes ( der ihn ihren Augen große Sünden begangen hatt) zu töten.

Es gibt kein "Gutes Töten"

Von daher find ich den Religösen bezug in dem Film relativ Haltlos. Ich würde sogar sag das er ein bisschen Gotteslästernd ist.

Ansonsten natürlich gut aufgemachter Film . Die Storys is mal was neues, gibt auch genug Action-scenen die allesamt gut gemacht sind. Ein ganz doller Hollywoodstreifen. Mehr aber auch nicht.

Dahinter eine Philosophie zu verstehen

bzw. dein Absatz:
Menschen die sehr schlimme taten begehen wie zb bewusst morden ohne anzeichen von reue, ihr recht zu leben verloren.

find ich schon bedenklich.

Damit gibst du ein Automatisches Ja zb zur Totestrafe, Selbstjustiz


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006

Selbstjustiz ist eine der niedrigsten Stufen von selbsteingeredeter Moral. Man sucht sich nur eine Ausrede um sich zum Herren über Leben und Tod eines anderen Menschen aufschwingen zu können und dies scheinheilig zu rechtfertigen.

Es ist völlig normal und wäre geradezu unmenschlich, wenn der Vater/Mutter/Bruder/Schwester eines Opfers eines unaussprechlichen Verbrechens nicht absoluten Hass verspürt und Mordgelüste hegt. Wäre fast krank wenn es nicht so wäre. Genau aus dem Grund haben Familienangehörige und Betroffene auch nichts, aber auch gar nichts, in der Nähe der Sanktionierung dieses Verbrechens verloren. Das hat mit nüchternem und unbeteiligtem Blick zu geschehen.

Selbstjustiz ist bei eigener Betroffenheit nachvollziehbar und trotzdem falsch. Das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen obwohl man nicht betroffen ist, ist voll umfänglich nicht zu tolerieren. Kein Mensch hat das Recht über Tod oder Leben eines anderen zu entscheiden. Keiner. Niemand. Nirgendwo. Letztlich ist das die gleiche Diskussion die man über die Todesstrafe, die gesellschaftliche Bankrotterklärung schlechthin, führen würde...


logenb
Beigetreten: 09.03.2009

Eigentlich lvln sich die meisten Leute selber. nur weil er tötete darf ich ihn doch nicht töten, dann wäre ich ja genaus so wie er _mad:

es ist nen unterschied ob jemand mehr oder weniger Wahllos menschen tötet, oder ob jemand einen tötetet der wahllos andere tötet.

wenn jemand einen bekannten von mir tötet würde ich den jenigen auch mindestens töten auch wenn das evtl viele sagen ich würde es tuhen.


Hergen13
Beigetreten: 05.08.2008

Der Mord an einem Mörder bleibt ein Mord.
Ich maße mir nicht an, über das Leben eines Menschen zu richten, aber wenn du dich da für kompetent hältst nur zu.


morsken
Beigetreten: 12.09.2007

was habt ihr für ein problem mit dem töten das ist ja das geringste übel für die typen. weil ein leben nach dem tod gibts ja nicht da sind wir uns hoffentlich einig -> ab in den knast und leiden lassen bis sie krepieren. finde ich viel evil0r als einfach auf den stuhl setzen. aber natürlich auch teurer ;) die schönen steuergelder


Tirandur
Beigetreten: 20.05.2007

Was für Sünden?

Der Zimmermann da hat sie doch heute vorn paar Jahren alle auf sich genommen Oo

ontopic:

Es gibt kein gut und böse, es gibt nur gesellschaftlichen Konsens.

Deine Selbstjustiz entspringt einfach einem anderen Normen- und Wertesystem bzw. -gefüge wie bei deinem Opfertäter (der, über den du richtest).

Insofern handelst du nicht einmal aus großartig anderen Motiven, nur auf anderen Grundlagen.


logenb
Beigetreten: 09.03.2009

Original von morsken
was habt ihr für ein problem mit dem töten das ist ja das geringste übel für die typen. weil ein leben nach dem tod gibts ja nicht da sind wir uns hoffentlich einig -> ab in den knast und leiden lassen bis sie krepieren. finde ich viel evil0r als einfach auf den stuhl setzen. aber natürlich auch teurer ;) die schönen steuergelder

Vielen macht Knast nichtmal was aus, es gibt bestimmt auch Menschen die sich denken. och bringt ich halt nen paar leute um wenn ichPech habe komme ich in den Knast, was solls ich lebe ja nur einmal _cool:

okay in den usa gibts teilweise mehr kriminalität aber das wohl auch mit den schlechteren gegenden zu tun.

ps. argumente in die richtung sind Verboten :O


backspin55
Beigetreten: 24.06.2007
alterego
Beigetreten: 03.07.2006

Ein weiteres großes Problem der Selbstjustiz ist doch, dass auch der Mörder vielleicht ein Familienvater ist. Wenn er jetzt umgebracht wird - Mit welchem Recht willst du zB seinem Sohn verbieten, wiederum den Mörder seines Vaters zu richten?
Ergebnis ist halt Vendetta, und da sind wir zum Glück drüber weg heutzutage.

Bei Boondock Saints bin ich mir nicht so sicher, wie die "Message" zu verstehen ist. Ich finde den Film derart pathetisch überzogen, dass die ganze Thematik ziemlich ins Lächerliche gezogen wird.


Ich finds etwas erschreckend das viele immer noch denken das Gerechtigkeit das gleiche ist wie Rache. Bestrafung basiert in nem modernen Rechtsstaat nicht auf Vergeltung. Oberster Zweck von Strafen ist der Schutz der Bevölkerung und die Resozialisierung ein knapper Zweiter. Selbstjustiz und Todesstrafe passen da nicht rein.
Wem das nicht passt, soll eben was dagegen tun. Macht ne Partei auf oder werdet Richter, was auch immer. Ich kann nur hoffen das ihr keinen Erfolg habt. Nur Selbstjustiz ist eben in unserem System nie gerechtfertigt.


Kill0r
Beigetreten: 11.09.2007

ich finds erschreckend, dass wenn mir jemand "unglücklich" auf den Kopf haut und ich danach schwerbehindert bin, derjenige entweder eine bewährungsstrafe oder nur ne ganz kleine freiheitsstrafe erhält. selbstjustiz hin oder her...aber ein verbrecher ist in meinen augen ein verbrecher, der eine vernünftige verhälnismäßige strafe verdient. in deutschland kümmert man sich aber eher um den verbrecher als um das opfer. der verbrecher musss doch resozialisert werden etc... der arme Typ.


Original von tazardar
Ich finds etwas erschreckend das viele immer noch denken das Gerechtigkeit das gleiche ist wie Rache. Bestrafung basiert in nem modernen Rechtsstaat nicht auf Vergeltung. Oberster Zweck von Strafen ist der Schutz der Bevölkerung und die Resozialisierung ein knapper Zweiter. Selbstjustiz und Todesstrafe passen da nicht rein.
Wem das nicht passt, soll eben was dagegen tun. Macht ne Partei auf oder werdet Richter, was auch immer. Ich kann nur hoffen das ihr keinen Erfolg habt. Nur Selbstjustiz ist eben in unserem System nie gerechtfertigt.

Was soll das heißen? Wenn du damit sagen willst, dass wir Menschen hauptsächlich wegsperren, damit die in der Zeit keine Verbrechen begehen können, dann denke ich nicht, dass das der oberste Zweck ist. Das nennt sich negative Spezialprävention und ist soweit ich weiß nur eine der Straftheorien, die bei uns zum Tragen kommen. Wenn das übrigens der oberste Zweck wäre, dann wäre ja die Todesstrafe (bzw. die Sicherungsverwahrung) die sinnvollste aller Strafen.


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