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[Geschlossen] Frage an VWL/BWL -er

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xWoodayx
Beigetreten: 05.08.2007
Oldschool Grinder

Ja, ich weiß, das ist das falsche Forum, aber ins andere schaut keiner rein ;)
hier meine Frage (die ein kumpel der auch bwl studiert gefragt hat und ich kann ihm auch nicht helfen - beide 1.semester ^^):

Es geht um das Prinzip der Gewinnmaximierung, da heißt es, dass gelten muss:
Grenzkosten K' (Kosten, die durch die Produktion einer zusätzlichen Einheit eines Produktes entstehen)
= Grenzerlös R´ (der zusätzliche Erlös (in Geldeinheiten), der durch den Verkauf einer weiteren marginalen Einheit eines Produktes erzielt wird)
= Preis P (Preis P, den ein Wirtschaftssubjekt für das Produkt zu zahlen hat)

Angenommen ich produziere und verkaufe Tennisbälle. Der fünfhundertste Tennisball kostet mich 2Euro, ich verkaufe ihn für 2 Euro, und der Erlös ist dementsprechend auch 2 Euro. Dann wäre ich also bei 0 und hätte keinen Gewinn. Wieso ist dann genau hier der Gewinn maximiert? Oder ist irgendwo gesagt, dass ich die 499 vorigen Tennisbälle für mehr als 2 Euro verkaufe?

Wahrscheinlich ist die Antwort echt logisch, aber ich Blick grad irgendwie nicht durch..


16 Antworten
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006
Elite Grinder

Original von xWoodayx
Ja, ich weiß, das ist das falsche Forum

Ja dann erstelle es bitte sofort im richtigen Forum.

Gruß,
michimanni


kingf2sher
Beigetreten: 25.02.2007
Oldschool Grinder

die vorherigen bälle sind billiger weil die GK tiefer sind als bei der letzten einheit


castaway
Beigetreten: 15.10.2006
Oldschool Grinder

Original von xWoodayx
Wieso ist dann genau hier der Gewinn maximiert? Oder ist irgendwo gesagt, dass ich die 499 vorigen Tennisbälle für mehr als 2 Euro verkaufe?

Wahrscheinlich ist die Antwort echt logisch, aber ich Blick grad irgendwie nicht durch..

Im Normalfall ist p gleich.
Du verkaufst du anderen 499 nicht teurer, aber da die Grenzkostenkurve normal steigt produzierst du die vorherigen Bälle billiger


Glorstaxus
Beigetreten: 10.03.2006
BlackMember

Dass bei dieser produzierten 500. Einheiten der Gewinn maximal ist, ist nur da,um das beispiel des maximalen Grenzerlöses zu verdeutlichen. Bei den 499 Einheiten (p=2) machst du noch Gewinn, da die Kosten <2 sind. Ab der 501. Einheit machste Verlust, da Kosten>Preis von 2. Also ist bei der 500. Einheit der Gewinn theoretisch maximiert: P= C`
Logisch produziert in der realen Welt keiner die 500. Einheit mehr weil sie nichts bringt. Sie ist wie gesagt einfach dazu da um bei einem theoretischen Modell den Übergang von Gewinn zu Verlust zu verdeutlichen.


MaikelMF
Beigetreten: 14.02.2009
Oldschool Grinder

Original von xWoodayx
Ja, ich weiß, das ist das falsche Forum, aber ins andere schaut keiner rein ;)
hier meine Frage (die ein kumpel der auch bwl studiert gefragt hat und ich kann ihm auch nicht helfen - beide 1.semester ^^):

Es geht um das Prinzip der Gewinnmaximierung, da heißt es, dass gelten muss:
Grenzkosten K' (Kosten, die durch die Produktion einer zusätzlichen Einheit eines Produktes entstehen)
= Grenzerlös R´ (der zusätzliche Erlös (in Geldeinheiten), der durch den Verkauf einer weiteren marginalen Einheit eines Produktes erzielt wird)
= Preis P (Preis P, den ein Wirtschaftssubjekt für das Produkt zu zahlen hat)

Angenommen ich produziere und verkaufe Tennisbälle. Der fünfhundertste Tennisball kostet mich 2Euro, ich verkaufe ihn für 2 Euro, und der Erlös ist dementsprechend auch 2 Euro. Dann wäre ich also bei 0 und hätte keinen Gewinn. Wieso ist dann genau hier der Gewinn maximiert? Oder ist irgendwo gesagt, dass ich die 499 vorigen Tennisbälle für mehr als 2 Euro verkaufe?

Wahrscheinlich ist die Antwort echt logisch, aber ich Blick grad irgendwie nicht durch..

Preis=Grenzkosten ist für das Unternehmen nur im vollkommenen Wettbewerb gewinnmaximal. Müsst mal schauen wie ihr euch das hergeleitet habt.


MaikelMF
Beigetreten: 14.02.2009
Oldschool Grinder

Original von Glorstaxus
Logisch produziert in der realen Welt keiner die 500. Einheit mehr weil sie nichts bringt.

Warum nicht!? In der volkswirtschaftlichen Kostenrechnung sind hier doch opportunitätskosten und wenn ich mich nicht täusch auch nen unternehmergewinn oder sowas enthalten. beim 2. bin ich mir nicht ganz sicher aber erstes definitiv.


Glorstaxus
Beigetreten: 10.03.2006
BlackMember

außerdem: p=C´ -> schnittpunkt zwischen steigender C-Kurve und linearer C` linie. =maximaler gewinnbereich

sollte jetztmal denk ich klar sein.


yogiii
Beigetreten: 01.09.2006
Elite Grinder

Die Grenzkosten sind ja die Ableitung der Kostenfunktion
die setzt sich zusammen aus Menge * variable Kosten + Fixkosten

und mit steigender Menge, sinken deine variablen Kosten!


dersl88
Beigetreten: 09.02.2007
Oldschool Grinder

Original von xWoodayx
Angenommen ich produziere und verkaufe Tennisbälle. Der fünfhundertste Tennisball kostet mich 2Euro, ich verkaufe ihn für 2 Euro, und der Erlös ist dementsprechend auch 2 Euro. Dann wäre ich also bei 0 und hätte keinen Gewinn. Wieso ist dann genau hier der Gewinn maximiert?

Nicht der Grenz-Gewinn (der ist ja 0) sondern der Gesamt-Gewinn ist bei diesem Ball maximiert.


superstar84
Beigetreten: 24.04.2006
Legacy Member

Original von MaikelMF

Original von Glorstaxus
Logisch produziert in der realen Welt keiner die 500. Einheit mehr weil sie nichts bringt.

Warum nicht!? In der volkswirtschaftlichen Kostenrechnung sind hier doch opportunitätskosten und wenn ich mich nicht täusch auch nen unternehmergewinn oder sowas enthalten. beim 2. bin ich mir nicht ganz sicher aber erstes definitiv.

Der Unternehmergewinn ("Unternehmerlohn") ist definitiv modelltheoretisch in den Kosten enthalten.

Die starke Annahme ist hier die der totalen Konkurrenz auf dem Gütermärkten.


lordhelmchen8801
Beigetreten: 26.04.2009
PokerStrategist
Toro90
Beigetreten: 17.05.2008
Oldschool Grinder

Kosten= fixe Kosten + variable Kosten

gesamten variablen Kosten steigen pro Stück gleich!
fixe Kosten (MA, Lagerhallen usw.) steigen ja nicht Stückweise - es gibt ein Produktionslimit. Wenn eine Lagerhalle 5000 Stück lagern kann dann wird sie effizient genutzt! Da sich die fixen Kosten auf mgl. viele Stücke aufteilt^^

und mit steigender Menge, sinken deine variablen Kosten!

Das ist völliger Käse -> die variablen Kosten bleiben gleich pro Stück!


nrockets
Beigetreten: 11.02.2007
BlackMember

Original von superstar84

Der Unternehmergewinn ("Unternehmerlohn") ist definitiv modelltheoretisch in den Kosten enthalten.

und v.a. sehr ausgereift implementiert... ;)


Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Wieso sollten die Grenzkosten ansteigen? Im Gegenteil, mit steigender Produktionsmenge sinken die Grenzkosten, weil die Fixkosten auf immer mehr Einzelprodukte aufgeteilt werden können. Entsprechend müsste bei konstantem Absatzpreis der Gewinn steigen.


lordhelmchen8801
Beigetreten: 26.04.2009
PokerStrategist

Original von Vaughn
Wieso sollten die Grenzkosten ansteigen? Im Gegenteil, mit steigender Produktionsmenge sinken die Grenzkosten, weil die Fixkosten auf immer mehr Einzelprodukte aufgeteilt werden können. Entsprechend müsste bei konstantem Absatzpreis der Gewinn steigen.

Wie die Grenzkosten verlaufen hängt doch von der Kostenfunktion ab. Wenn diese linear ist, verlaufen sie konstant, ist sie das nicht, haben auch die Grenzkosten fallende und steigende Bereiche.


ctcalmund
Beigetreten: 28.11.2010
PokerStrategist

Die Grenzkosten haben nichts mit den Fixkosten zu tun.

z.b. wenn man eine Kostenfunktion

C(x)=2*x+10

annimmt, dann ist die Ableitung

C'(x)=2,

man hat also konstante Grenzkosten von 2 für alle Mengen x und Fixkosten von 10.


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