Zuerst einmal ein paar Anmerkungen:
Man kann nur nach etwas suchen was man schon kennt, oder in etwa eingrenzen kann. Wie sonst soll man die Suchkriterien festlegen.
Deshalb wird nach "Leben" so wie wir es kennen gesucht, bzw. nach seinen Begleiterscheinungen (bestimmte Elemente in der Atmosphäre...).
Wobei eben der Sternentyp, die entsprechende Habitatzone, Planet mit fester Kruste, Gasriesen im Aussenbereich und viele andere Parameter dem unsrigen Sonnensystem angelehnt sind.
Also, wenn überhaupt können wir nur "Leben" finden, das dem auf der Erde ähnlich ist. Nicht in Gestalt sondern in der Grundlegenden Chemie des Lebens auf der Erde (DNS, wasserbasierend, Kohlenstoff als Hauptelement...).
Aus demselben Grund wird die Naturwissenschaft auch nur die Fragen beantworten können, die sie zu stellen in der Lage ist.
Man kann nicht nach etws fragen (im naturwissenschaftlichen Sinne, d.h. Experiment), was man nicht kennt. Was nichts anderes bedeutet, daß die Naturwissenschaftler nur Dinge untersuchen können, wenn diese Dinge vorher durch Experimente (Beobachtungen) zu Tage getreten sind (und seien es Gedankenexperimente).
Was wiederum nichts anderes heißt, als das Dinge, Vorgänge, Ereignisse, die nicht in unserem Erfahrungsbereich (unseren Methoden der Erkenntnisgewinnung) liegen, können wir nicht untersuchen, weil sie uns schlichtweg unbekannt sind und bleiben.
Über alles andere kann nur spekuliert werden bzw. Philosophie und Theologie sind dann die geeigneteren Gebiete diese Dinge zu untersuchen (mit ihren eigenen Methoden).
Zum Thema:
Gibt es halbwegs intelligentes Leben im Universum ?
Meine Antwort: Ich weiß es nicht.
Aber selbst wenn man die strengsten Vorgaben für die Enstehung von Leben ansetzt, gibt es immer noch eine nicht all zu kleine Wahrscheinlichkeit für die Möglichkeit eines Entstehens.
Meine persönliche Meinung ist, daß Leben neben dem Unsrigen (Erde) im Universum gibt. Aber Fakten und Wünsche halten sich dabei bei mir die Waage
bzw. viellleicht ist es auch mehr der Wunsch nicht allein in dieser großen Leere zu sein, und wenn es nur Mikroben sind.
Allerdings bin ich optimistisch, daß durch die neue Generation von Teleskopen (erdgebunden sowie im Orbit) zumindest Planeten von Erdgröße zum ersten mal direkt nachgewiesen und beobachtet werden (indirekt ist dies ja schon geschehen) und dann auch eine mögliche Atmosphäre untersucht werden kann.
Mit etwas Glück *fingerkreuz* findet man dann in dieser Atmosphäre Bestandteile, die auf Leben hindeuten.
Das Problem beim suchen nach intelligenten Leben, ist wohl die Frage, wie man diese erkennt.
Ich gehe dabei davon aus, daß man nur passiv sucht und auch nur passiv suchen kann (interstelare Reisen sind ja nicht im Bereich unserer Möglichkeiten...und ich bezweifle, daß sie jemals möglich sein werden).
Mir fallen im Moment keine Kriterien ein, die nicht auch natürlichen Ursprungs sein können, die man als Anzeichen für intelligentes Leben anführen könnte.
Abgesehen von den im SETI-Projekt gesuchten Strahlungsemissionen.
Naja, meine Meinung zu dem Thema halt ;).
P.S.
Die ART ist nicht falsch in dem Sinne, daß sie Aussagen über ein Ereignis macht und diese Aussagen falsch wären.
Sie ist beschränkt in ihrer Gültigkeit in dem Sinne, das sie selbst ihr Versagen vorraussagt, wenn es zu bestimmten Energien kommt.
So ist ihre Aussage, daß es eine Singularität im Innern eines schwarzen Loches gibt theoretisch bewiesen (d.h. mathematisch), aber sie sagt ebenfalls aus, das sie (die ART) keine Aussagen über die Beschaffenheit dieser Singularität geben kann.
Des Weiteren sind bis jetzt alle Aussagen der ART, die der experimentellen Überprüfung zur Verfügung standen, richtig. Es gibt bis heute kein einizges Experiment, daß eine Aussage der ART widerlegt.
oje...ich schreib mal wieder zu viel...sorry
mfG Grul