Original von hulk92
Original von TPunk
War ne zeitlang in ähnlicher Lage wie Du. Was auffällt ist, dass Du viel allein machst, glaube das solltest Du ändern. Rest ergibt sich dann von selbst. Egotrips sind scheiße!
cheers
Naja ich habe eigentlich nur einen guten Freund und eine gute Freundin, der rest sind nur oberflächliche Bekanntschaften, Arbeitskollegen oder Leute mit denen ich zwar oft was mache aber man unter Männern nie über ernste sachen redet. Stimmt schon ich mache viel alleine aber seitdem alle berufstätig sind hat sich das irgendwie so ergeben. Am Wochenende treffe ich schon öfter Freunde allerdings ist es da auch manchmal langweilig weil manche einfach nur nen Film schauen wollen und ich nicht saufen gehen will.
Was hast du bei dir konkret geändert?
Ich bin auf Youtube auf Videos von Stefan Frädrich gestoßen, son Lifecoach. Der hat eine kleine Serie gemacht: hier Da war jedenfalls irgendwo eins bei, in dem er erklärt hat, dass man, wenn man nicht weiß wohin it sich, vielleicht einfach eine Wunschliste ans eigene Leben schreibt. Sprich Du setzt dich an einem Tag hin und brainstormst was dir im Leben wichtig ist. Das ganze machste dann an einem 2. und 3. Tag, auf jeweils anderen Blättern. Und aus allen dreien kannste dann sehen, was Dir wichtig ist und wohin Du dich bewegen solltest. Hab dann jedenfalls gemerkt, dass es Leute gibt, die mir wichtiger sind als ich annahm und dass ich ja doch Interessen habe.
Ich für meinen Teil habe auch nur 2 wirklich gute Freunde, die aber vernachlässigt und mich nicht drum gekümmert. Der Kontakt zu meiner Mom war unbeständig und ich hab viel zu viel Energie für falsche Leute verschwendet. Hab dann Energie für diese wichtigen Personen aufgebracht und auch mal Sachen gemacht, die ich absolut hasse, wie zB Disco und son Crap. Aber hab Zeit mit mir wichtigen Menschen verbracht, was unheimlich gut fürs Wohlbefinden ist.
Und ganz wichtig, wie Fidi gesagt hat: Jeder Mensch brauch eine Passion. Such dir ein Hobby, egal was Dir gefällt. Ich hab jetzt angefangen täglich mindestens nen Salat zu machen, lese wieder regelmäßig, hab mitm Keyboard spielen angefangen und gehe wieder ins Fitnessstudio. Kleine Dinge, aber mir geht´s mittlerweile wieder besser und ich hab das Gefühl, dass ich sinnvoll lebe (wobei sinnvoll ja eher subjektiv ist^^).
Ich hab 2 Jahre Therapie hinter mir, weil ich auch ein ziemlicher Einzelgänger war, wobei auch so:"Ja, nee kB", "Is mir grad zu anstrengend", "Ich würd ja gern was starten, aber kenn ja nur Langweiler" Was ich dabei missachtet habe ist, dass Menschen andere Menschen brauchen. Kinder erkranken an Hospitalismus, wenn sie keine körperliche Nähe erfahren, auch wenn Grundbedürfnisse befriedigt werden und auch bei erwachsenen Menschen läuft das ähnlich. Wir haben auch emotionale Bedürfnisse und das Bedürfnis anerkannt und geliebt / gebraucht zu werden, aber der einzige Menschen, der dafür verantwortlich ist diese Lücke zu füllen, ist man selbst, dafür ist man ja schließlich erwachsen.
Fromm spricht davon, dass der Mensch eine riesige Panik vor Isolation hat und dass das schlimmste Gefühl, das man erleben kann Einsamkeit ist und ich denke er hat recht. Wenn Dich das Thema interessiert "Haben oder Sein", oder "Die Kunst des Liebens" (find ich sollte man wirklich mal gelesen haben und klingt schnulziger als es ist
). Ansonsten erweitere vielleicht mal deine Komfortzone, Vorteil daran ist, dass man oft neue und interessante Bekanntschaften macht. Hier kam vorhin das Stichwort Ehrenamt, tut gut Gutes zu tun
Viel Spaß dabei!
Aso und ..."mit denen man nie über ernste Sachen redet"... Schneid Dinge an, die dich wirklich beschäftigen. Mehr als Desinteresse kann da nicht kommen, dann easy weiter die oberflächliche Schiene, aber gibt auch Leute, die ebenfalls viel zu erzählen haben und sich mitteilen wollen, aber eben auch denke "Ja, interessiert ja keinen", "Redet man nicht drüber"
So far, ich hoffe ich konnte Dir nen Anstoß geben