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Patientenverfügung - Erfahrungen?

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Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008
Oldschool Grinder

Je älter man wird, desto mehr kriegt man im Umfeld mit wie schnell und unerwartet sich das Leben eigentlich um 180° drehen kann.
Daher hab ich mir in letzter Zeit immer häufiger Gedanken über eine Patientenverfügung gemacht
Man liest im Internet aber viel verschiedenes.
Hat jemand selber schon eine Patientenverfügung erstellt? In bezug auf Kosten ect.
Man liest oftmals das es reicht selber eine zu erstellen, dann wiederum liest man das diese ohne Anwalt bzw. durch den Notar beglaubigt keine Gültigkeit besitzt.
Wie läuft so etwas im tatsächlichen Notfall ein? Der Arzt wird wohl kaum erst noch nach einer Patientenverfügung suchen?


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3 Antworten
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

Ich habe für mich eine Patientenverfügung erstellt. Einen Anwalt oder Notar habe ich nicht beauftragt. Einen Anwalt muss man imo nur beauftragen wenn man wirklich niemanden mehr in seinem Leben hat und die Sorge besteht, dass Ärzte von niemandem mehr "kontrolliert" würden. Wenn der Fall eintritt, dass man sich selbst nicht mehr äußern kann ist das Ziel der Ärzte und Gerichte ja auch nicht alles aufgrund von Formfehlern zu blockieren sondern so gut wie möglich den Patientenwillen zu ermitteln.

Im tatsächlich akuten Notfall gehe ich davon aus, dass sowieso erstmal immer alles lebenserhaltende getan wird. Die Verfügung ist eher für die Phase danach, wo man über Tage im Krankenhaus liegt. Damit die Ärzte von der Verfügung erfahren hab ich meine Angehörigen informiert. Man kann natürlich auch einen Zettel im Portemonnaie mitführen, dass es eine gibt und wo sie liegt. In der Regel schaut das Krankenhaus da sowieso nach um die Person zu identifizieren und auch für Organspende usw.

Für die Erstellung hab ich die Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz genutzt. Imo ist die sehr gut aufbereitet. klick

Im Speziellen gibt es diese Broschüre. Da sind auch konkret Satzbausteine und Beispiele drin.

Persönlich hab ich damit nicht mehr als ein paar Stunden verbracht. Auch eine "schlechte" Verfügung ist immer besser als garkeine. Für den größten Fehler halte ich es keine zu erstellen weil man Angst hat irgendwas falsch zu machen oder sich nicht genug informiert zu haben. Wenn man irgendwie krank wird oder der Fall durch das Alter akuter wird kann man sie ja auch jederzeit ändern.


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Tornano
Beigetreten: 11.12.2007
Elite Grinder

Notar -> zentrales Versorgungsregister ist nicht wirklich teuer und man kann neben der Patientenverfügung auch die anderen Angelegenheiten regeln. Die Situation, dass Du nicht ansprechbar bist und jemand Rechtsgeschäfte für Dich erledigen muss, kann ja auch eintreten.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009
Oldschool Grinder

Meine Mutter hatte eine Patientenverfügung, diese wurde seitens Krankenhäusern und co auch ohne notarielle Beglaubigung akzeptiert und in der Regel auch nur kurz angeschaut. Allerdings ging es dabei vor allem um das Betreuungsrecht meinerseits, wobei alleine schon unser Verwandtschaftsgrad hilfreich war.

Um allen Problemen vorzubeugen würde ich auch den rechtssichereren Weg wählen. Notare sind in der Tat weniger teuer, als man denkt. Idealerweise führt man die Verfügung im Portmonee mit sich, der Rettungsdienst sucht in jedem Fall nach Ausweis + Krankenkassenkarte und meist auch nach ICE (in case of emergency) Briefen sowie Patientenverfügungen. Bei einer transparenten Handyhülle kanns auch mit nach außen deutlicher Überschrift dort angebracht werden.


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