Original von DutchPoka
Guten Abend liebes Volk,
ich habe heute Post bekommen von dem tollen Anwalt Clemens Rasch aus Hamburg, der wie besessen gegen die Musikpiraterie vorgeht. Dieses tolle Schreiben listet 607 Songs auf Screenshots auf, die ich mir laut seiner Meinung bei bearshare gesaugt habe.. Naja im Anhang ist dann die tolle Rechnung im Wert von 5000 € als vergleichszahlung, die mir den Abend versüßen soll.
Naja, wollte nur mal fragen ob hier jemand schonmal derartige Probleme gehabt hat oder sich jemand auf dem Gebiet auskennt. Im Internet findet man ja recht viele Artikel dazu. Der soll wohl schon 50k Strafanzeigen gegen Filesharer am laufen haben.
Was würdet ihr in dieser Situation unternehmen?
thanx
Hi,
woher kommst Du?
Rasch handelt im Auftrag der Musikindustrie und hat dafür extra eine eigene Firma aufgebaut, die das Abgrasen von Tauschbörsen vollprofessionell abzieht. Er überschwemmt seit Jahren die Gerichte mit seinen Klageschriften und sorgt für massiven Unmut bei Staatsanwälten (denn es gibt ja noch weitaus wichtigere Dinge, die verhandelt wrden müssen!)
Seine Methode ist legal und i.d.R. wirksam. Es gibt aber Ausnahmen, wenn z.B. besondere Umstände gegeben waren. Hier in Frankfurt ist kürzlich ein Urteil gefallen, in dem eine Mutter für die Dummheiten ihrer Kinder in puncto Tauschbörsen nicht haftbar gemacht werden kann.
Wie Du vorgehst kann ich Dir natürlich nicht sagen. Je nach Umstand ist aber anwaltliche Hilfe ratsam. Auf keinen Fall die Unterlassungserklärung unterschreiben und vorschnell handeln. Auch sollte Du die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Rasch's Leute verschicken ab ca. 50 angebotenen Songs Abmahnungen. Ab 1000 songs gibts afaik eine Hausdurchsuchung. Alles darunter ist lächerlich & führt nur selten zu einem wirklichen Verfahren. Wenn das aber kommt, kann es sehr schnell sehr teuer werden.