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[Geschlossen] Rassismus

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Zivilist
Beigetreten: 02.12.2008

Was sind eure Gedanken zu dem aktuellen Thema blacklivesmatter? wie relevant in DE, was sollte gemacht werden?


85 Antworten
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Wenig relevant und wenig bis nichts konkretes muss hier gemacht werden.


pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Gibt es eigentlich irgendwelche verlässliche Quellen, dass die Polizei aus rassistischen Motiven so gehandelt hat? Also eine Aussage einer der Beteiligten oder wenigstens irgendwelche Vorwürfe aus der Vergangenheit?
Ja, irgendwie passieren solche Fälle gefühlt immer nur wenn weiße Polizisten Schwarze verhaften. Ohne weitere Details zu kennen direkt von Rassismus zu sprechen, nur weil Floyd schwarz und die Polizisten weiß waren, hat aber schon eine gewisse Ironie...


murdock04
Beigetreten: 09.02.2009

Original von pg89
Ohne weitere Details zu kennen direkt von Rassismus zu sprechen, nur weil Floyd schwarz und die Polizisten weiß waren, hat aber schon eine gewisse Ironie...

Was ist daran ironisch? Kennst du die Wortbedeutung?


Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von pg89
Gibt es eigentlich irgendwelche verlässliche Quellen, dass die Polizei aus rassistischen Motiven so gehandelt hat? Also eine Aussage einer der Beteiligten oder wenigstens irgendwelche Vorwürfe aus der Vergangenheit?
Ja, irgendwie passieren solche Fälle gefühlt immer nur wenn weiße Polizisten Schwarze verhaften. Ohne weitere Details zu kennen direkt von Rassismus zu sprechen, nur weil Floyd schwarz und die Polizisten weiß waren, hat aber schon eine gewisse Ironie...

Ganz genau das gleiche habe ich mich auch schon gefragt. Also angenommen wir hätten die exakt identische Situation mit dem einzigen Unterschied, dass George Floyd keine schwarze Hautfarbe hat. Hätte der Polizist in diesem Fall nicht so gehandelt und das Opfer wäre noch am Leben? In den Medien wird das immer als völlig kristallklare Angelegenheit kommuniziert, aber ich habe bisher noch nichts gehört, was das eindeutig belegt. Ich hab mich mit dem Fall aber auch nicht super intensiv beschäftigt und womöglich ist es wirklich so klar. Vielleicht hat hier jemand mehr Infos.


pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Original von murdock04

Original von pg89
Ohne weitere Details zu kennen direkt von Rassismus zu sprechen, nur weil Floyd schwarz und die Polizisten weiß waren, hat aber schon eine gewisse Ironie...

Was ist daran ironisch? Kennst du die Wortbedeutung?

Spoiler

Die Ironie daran ist, dass die Leute nicht einfach sehen können dass ein Mensch einen anderen getötet hat, sondern dass ein Weißer einen Schwarzen getötet hat.


murdock04
Beigetreten: 09.02.2009

Nochmal die Frage: Was ist die Ironie daran? Ich check deinen Punkt nicht. Auch nicht mit lustigen Bildern.

Wenn ein Mörder eine Menschen tötet, ist das doch nicht ironisch, weil die Leute sich auf deren Hautfarbe fixieren.
Weswegen wurde er eigentlich verhaftet? Vielleicht steckt ja darin die Ironie. Klär uns doch bitte auf.


MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Nach dem jetzigen Kenntnisstand ist das wohl ein ziemlich klarer Fall von fahrlässiger Tötung.
(Und nicht Mord oder Totschlag)
"Glücklicherweise" hat das wohl auch die dortige Staatsanwaltschaft erkannt und
sich nicht vom tosenden Mob beeinflussen lassen.

Das heißt natürlich aber nicht, dass es nicht in der Tendenz in den USA doch
eine gewisse Form von Rassismus der (weißen) Polizei ggü. Schwarzen gibt.


pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Die Leute verurteilen Rassismus, auf der anderen Seite teilen sie die Menschen aber direkt auf Grund ihrer Hautfarbe in zwei verschiedene Gruppen ein, was praktisch die Definition von Rassismus ist. (Auch wenn sie zu der Zeit noch keine der Gruppen diskriminieren. )


beni
Beigetreten: 17.10.2006

Original von MrPGrey
Nach dem jetzigen Kenntnisstand ist das wohl ein ziemlich klarer Fall von fahrlässiger Tötung.
(Und nicht Mord oder Totschlag)
"Glücklicherweise" hat das wohl auch die dortige Staatsanwaltschaft erkannt und
sich nicht vom tosenden Mob beeinflussen lassen.

Das heißt natürlich aber nicht, dass es nicht in der Tendenz in den USA doch
eine gewisse Form von Rassismus der (weißen) Polizei ggü. Schwarzen gibt.

Laut dem Minneapolis Police Manual ist diese Technik nicht-tödlich.
Darauf hat sich der Polizist wohl verlassen.


nemesis0381
Beigetreten: 25.12.2014

Original von pg89

Original von murdock04

Original von pg89
Ohne weitere Details zu kennen direkt von Rassismus zu sprechen, nur weil Floyd schwarz und die Polizisten weiß waren, hat aber schon eine gewisse Ironie...

Was ist daran ironisch? Kennst du die Wortbedeutung?

Spoiler

Die Ironie daran ist, dass die Leute nicht einfach sehen können dass ein Mensch einen anderen getötet hat, sondern dass ein Weißer einen Schwarzen getötet hat.

Passiert aber ja nicht nur in diesen Fall sondern allgemein

Eltern töten eignes Kind
Flüchtling ermordet ein deutschen
Mann schlägt Frau
etc.......

Könnte man alles durch Menschen ersetzen, aber warum machen wir das eigentlich nicht?


Weil Menschen Hintergründe wissen möchten - wird ja auch ein bisschen langweilig, wenn in der Zeitung 20x "Mensch tötet anderen Menschen" steht


ssssshh
Beigetreten: 13.11.2010

Original von beni

Original von MrPGrey
Nach dem jetzigen Kenntnisstand ist das wohl ein ziemlich klarer Fall von fahrlässiger Tötung.
(Und nicht Mord oder Totschlag)
"Glücklicherweise" hat das wohl auch die dortige Staatsanwaltschaft erkannt und
sich nicht vom tosenden Mob beeinflussen lassen.

Das heißt natürlich aber nicht, dass es nicht in der Tendenz in den USA doch
eine gewisse Form von Rassismus der (weißen) Polizei ggü. Schwarzen gibt.

Laut dem Minneapolis Police Manual ist diese Technik nicht-tödlich.
Darauf hat sich der Polizist wohl verlassen.

Mit vollem Körpergewicht sein Knie in den Hals einer bereits in Handschellen liegenden Person rammen und die Position für 8 Minuten halten. Hätte er doch nur die Intelligenz eines Schweines gehabt, vielleicht wäre ihm dann was aufgefallen.


albii
Beigetreten: 08.04.2006

Hey, Schweine sind sicherlich intelligentere Lebewesen als Rassisten! Also hör auf diese zu verunglimpfen. :f_cry:


MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Naja,
ich meine gelesen zu haben, dass er davon ausgegangen ist,
dass das Opfer reden und daher atmen konnte.
Ist jetzt - finde ich zumindest - nicht der unglaubwürdigste Irrtum.

Andererseits - seit wann ist Knie aufn Hals bitte eine sinnvolle Fixierungsmethode?


Glorstaxus
Beigetreten: 10.03.2006

Original von Zatox11

Original von pg89
Gibt es eigentlich irgendwelche verlässliche Quellen, dass die Polizei aus rassistischen Motiven so gehandelt hat? Also eine Aussage einer der Beteiligten oder wenigstens irgendwelche Vorwürfe aus der Vergangenheit?
Ja, irgendwie passieren solche Fälle gefühlt immer nur wenn weiße Polizisten Schwarze verhaften. Ohne weitere Details zu kennen direkt von Rassismus zu sprechen, nur weil Floyd schwarz und die Polizisten weiß waren, hat aber schon eine gewisse Ironie...

Ganz genau das gleiche habe ich mich auch schon gefragt. Also angenommen wir hätten die exakt identische Situation mit dem einzigen Unterschied, dass George Floyd keine schwarze Hautfarbe hat. Hätte der Polizist in diesem Fall nicht so gehandelt und das Opfer wäre noch am Leben? In den Medien wird das immer als völlig kristallklare Angelegenheit kommuniziert, aber ich habe bisher noch nichts gehört, was das eindeutig belegt. Ich hab mich mit dem Fall aber auch nicht super intensiv beschäftigt und womöglich ist es wirklich so klar. Vielleicht hat hier jemand mehr Infos.

arbeitet euch mal durch die twitterlandschaft bezüglich clips zu den aktuellen protesten. dort sieht man etliche beispiele in denen von der polizei ein unterschied gemacht wird zw. weißen und schwarzen protestanten. desweiteren wenn ihr tiefer eintaucht und das internet nach clips abseits der aktuellen proteste durchsucht seht ihr wie cops sich wesentlich extremer gegenüber minderheiten wie zb. latinos oder afroamerikaner als ggnüber weißen, verhalten. sei es bei hauskontrollen/-durchsuchungen, beim anhalten von autofahrern etc. Es besteht eine erhöhte Vorsicht und Voreingenommenheit gegenüber diesen Minderheiten. Und einige haben einfach bock diese Gruppen zu vermöbeln.
Ihr seht es doch in eurer eigenen Umgebung zb. in Bezug auf die Einwandererfrage. Sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis. Kleine Aussagen oder Verhaltensweisen/Ablehnung die hier und da mal passieren. Kaum einer kann sich hiervon freisprechen. Rassismus hat einen fließenden Übergang und wird oft nichtmals erkannt. In Amerika ist es einfach offensichtlicher als zb. in Europa. Dort sieht man die hässliche Fratze eher.

Grundsätzlich: Es muss ein grundlegendes Umdenken stattfinden. Gebt euch selber ganz einfache Beispiele wie ihr oder viele eurer Freunde reagieren würden (und ich sage nicht dass es so sein muss, sondern es geht um vergangene Erfahrungen oder einfach um die simple Warscheinlichkeit dessen) wenn ihr z.b. in eine Lokalität reinkommt und dort größtenteils schwarze, oder allgemein gesagt, Ausländer sitzen würden.. inwiefern ist euer Gefühl anders als wenn die Kundschaft ganz normal gemischt oder nur aus weißen bestehen würde?
Oder wenn ein farbiger mit einem Mädel aus eurer Gruppe rummacht, anstatt wenns "nen cool looking white dude" wäre...wie würde eure Gruppe in den jeweiligen Fällen reagieren? Packt noch Alkohol mit bei, da die Leute dann ja gerne mal ehrlicher und asozialer reagieren. Ihr könnt dies um etliche weitere Beispiele aus dem reallife erweitern.
Exakt, es ist nichts über besagte Personen bekannt, man urteilt intuitiv ausschließlich aufgrund dessen Hautfarbe/ allgm Aussehen, das auf eine bestimmte Abstammung schließen lässt. Das ist eine Form von Rassismus und nichts anderes.

Dieses Problem durchdringt sämtliche Gesellschaften weiter und tiefer als man auf den ersten Moment denken würde, weil man selber die "weiße Brille" auf hat, ohne sich dessen bewusst zu sein.


lastdayever
Beigetreten: 16.04.2006

Original von Glorstaxus
arbeitet euch mal durch die twitterlandschaft bezüglich clips zu den aktuellen protesten. dort sieht man etliche beispiele in denen von der polizei ein unterschied gemacht wird zw. weißen und schwarzen protestanten. desweiteren wenn ihr tiefer eintaucht und das internet nach clips abseits der aktuellen proteste durchsucht seht ihr wie cops sich wesentlich extremer gegenüber minderheiten wie zb. latinos oder afroamerikaner als ggnüber weißen, verhalten. sei es bei hauskontrollen/-durchsuchungen, beim anhalten von autofahrern etc. Es besteht eine erhöhte Vorsicht und Voreingenommenheit gegenüber diesen Minderheiten. Und einige haben einfach bock diese Gruppen zu vermöbeln.
Ihr seht es doch in eurer eigenen Umgebung zb. in Bezug auf die Einwandererfrage. Sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis. Kleine Aussagen oder Verhaltensweisen/Ablehnung die hier und da mal passieren. Kaum einer kann sich hiervon freisprechen. Rassismus hat einen fließenden Übergang und wird oft nichtmals erkannt. In Amerika ist es einfach offensichtlicher als zb. in Europa. Dort sieht man die hässliche Fratze eher.

Ja ich stimme dir zu, dass Schwarze oder dunkelhäutige Menschen in "weißen Ländern" häufiger kontrolliert werden.
Was denkt ihr, warum das so ist? Weil alle Weißen rassistisch sind? Ihr denkt, Rassismus bzw. die Hautfarbe ist der einzige Grund warum das passiert?
Nun ja, die Hautfarbe ist auf jeden Fall ein Grund für diese Handlungsweisen der Polizei.
In Amerika begehen zum Beispiel schwarze Männer (6% der Bevölkerung) ca. die hälfte der Tötungsdelikte.
40% der Gefängnisinsassen sind schwarz. (keinen Bock das jetzt rauszusuchen, habe es mehrfach gecheckt, Quelle hauptsächlich Wiki)

Ok, wir wollen also nun mehr Gleichheit und Gerechtigkeit. Also sollte die Polizei alte, asiatische Frauen genau so oft kontrollieren wie junge, schwarze Männer?
Alte, asiatische Frauen begehen kaum Verbechen. Warum sollte man das tun?
Ich finde es auch traurig und mir tun alle unbescholtenen farbigen Leute leid, die von der Polizei verdächtigt werden.
Ich bin auch sicher, dass es Rassisten in der Polizei gibt. Aber weder sind alle Polizisten noch alle Weißen ggü. Schwarzen grundsätzlich rassistisch eingestellt.

Außerdem ist der Punkt "Hautfarbe" nicht der einzige. Ich bin in meinem Leben locker 10+ mal von der Polizei angehalten worden. Gefragt wo ich hin will. Wem das Auto gehört. Dass ich den Kofferraum öffnen soll. Ob ich Waffen oder Drogen dabei hab.
Nun, ich bin weiß, wie kommt denn das?
Ich weiß, wie es kommt. Ich bin keine alte, weiße Frau, sondern war während dieser Kontrollen ein weißer, junger Mann der sich nachts von A nach B bewegt hat.
Wieso werde ich, weil ich a) jung b) männlich c)Nachtschwärmer bin ggü alten Frauen, die nur tagsüber unterwegs sind diskriminiert?
Ist das systematische Unterdrückung von jungen Männern, die nachts wach sind, durch die Polizei?
Ich wäre in meinem ganzen Leben nicht drauf gekommen, mich deswegen diskriminiert zu fühlen.

Black Lives Matter ist eine rassistische Bewegung, die sich um diese Tötung nicht gekümmert hätte wenn das Opfer Asiate oder Italiener gewesen wäre.
Sie kümmern sich auch nicht um die Schwarzen, die von anderen Schwarzen umgebracht werden.
Sie sprechen auch nicht für alle Schwarzen, weil sich nicht alle Schwarzen diskriminiert fühlen. Niemand hat das Recht für "Die Schwarzen" zu sprechen.
Genau so wie Feministen nicht für alle Frauen und LGBT Aktivisten nicht für alle Homosexuellen usw. sprechen.
Das sind in meinen Augen alles Ideologen und moderne Religionen. Klar, es gibt auch Punkte, in denen sie Recht haben, ohne Frage.
Das Meiste ist trotzdem bullshit. Fuck them. (nicht die Schwarzen, BLM)


Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Das mit dem Racial Profiling ist auch so eine Sache. Bei Taschendiebstählen zum Beispiel stellt sich die Situation so dar:

Die Kriminellen seien oft in Banden organisierte Mehrfachtäter und fast 80 Prozent von ihnen nicht deutscher Herkunft — besonders hoch sei der Anteil algerischer und marokkanischer Tatverdächtiger.

https://www.wz.de/politik/landespolitik/taschendiebe-werden-selten-gefasst_aid-26109119

Ist es jetzt verwerflich, wenn die Polizei an Bahnhöfen hauptsächlich nordafrikanisch aussehende Menschen kontrolliert, wenn bekannt ist, dass 80 % der Taschendiebe nicht deutscher Herkunft sind?
Diese wichtige Information kann man doch nicht einfach ignorieren, weil die Nutzung der Information rassistisch wäre.
Was wäre dann die Alternative? Dass man für jeden kontrollierten Nordafrikaner auch einen Asiaten, einen Schwarzen und vier Deutsche kontrolliert, so in etwa nach dem Anteil an der Poulation "Bahnhofsbesucher", weil ja doch irgendwie jeder Taschendieb sein könnte?

Original von lastdayever
Wieso werde ich, weil ich a) jung b) männlich c)Nachtschwärmer bin ggü alten Frauen, die nur tagsüber unterwegs sind diskriminiert?

In der geisteswissenschaftlichen Szene ist es wohl Konsens, dass männliche Weiße per Definition nicht diskriminiert werden können, weil keine Machtstrukturen existieren, die Weiße diskriminieren.
https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/warum-es-keinen-sexismus-gegen-maenner-oder-rassismus-gegen-weisse-gibt-a-1236954.html

Original von lastdayever
In Amerika begehen zum Beispiel schwarze Männer (6% der Bevölkerung) ca. die hälfte der Tötungsdelikte.
40% der Gefängnisinsassen sind schwarz. (keinen Bock das jetzt rauszusuchen, habe es mehrfach gecheckt, Quelle hauptsächlich Wiki)

Da müsste man aber auch nochmal genauer hingucken. Es wäre durchaus denkbar, dass Schwarze tatsächlich benachteiligt sind, dadurch öfter in Gangstrukturen landen und viele der Tötungsdelikte dann zwischen verschiedenen Gangs enstehen. Da würde man Ursache und Wirkung vertauschen.
Ich würde zumindest nicht pauschal annehmen, dass Schwarze einfach lieber Menschen töten als Weiße (will dir damit nicht unterstellen, dass du das tust), sondern würde nach anderen Erklärungen suchen.


Glorstaxus
Beigetreten: 10.03.2006

@lastdayforever dein comment und deine offenbarte Denkweise trieft vor "white priviledge".
Deine Statistiken sind wertlos, denn du begreifst nicht dass Straftaten in so gut wie allen Fällen mit Armutsverhältnissen und dem Umkreis/Sitten des Straftäters korrelieren. Deine ersten 2 Absätze werden vom rechten Flügel nur allzu gerne benutzt um darauf hinzudeuten, dass die Farbigen/Minderheiten gar nicht so sauber sind wie die BLM-Bewegung/die Linken or whatever wer sich für diese Gruppen ausspricht, klarmachen wollen. Dass diese Vorgehensweise "schon seine Gründe hat, die nicht rassistisch sein müssen".
Die Menschen die in diesen Verhältnissen z.b. in Amerika aufwachsen, bzw. genauer gesagt, in diese Verhältnisse geboren werden und aus diesen Verhältnissen in den meisten Fällen nicht ohne weiteres rauskommen, ist ein Systemproblem. Schau dir zb. das höhere Bildungssystem in Amerika an, das quasi eine unüberbrückbare Hürde für sämtliche ärmere Bevölkerungsschichten darstellt. Wirst du nicht in die obere soziale Schicht hineingeboren, kannst du bzw. deine Familie sich eine Bildung über einen Highschoolabschluss hinaus zb. in einem namhaften College absolut nicht leisten, keine Chance.
Das Gesundheitssystem ist nicht ansatzweise auf diese communities angepasst, abgeändert um hier etwas auszuhelfen. Du wirst in diese Teufelsspirale hineingeboren und bist "quasi-chancenlos"; ich wills nicht überdramatisieren, but you get my point.
Diese Beispiele kannst du auf nahezu alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche anwenden. The white boi/girl dessen Familie connections hat, einen soliden sozialen Status innehat und bereits finanziell für den Bildungsweg des Kindes vorgesorgt hat, der ihm eine erfolgreiche Zukunft ebnet, ALL DAS ist eine Form von "white priviledge", worauf das ganze kapitalistische System fungiert. Again, in Amerika sieht man diese Dinge wieder offensichtlicher als in beispielweise europäischen Ländern. Dort hat der farbige/die Person aus ärmeren Kreisen, als quasi einzige sichere Chance auf sein Stipendium und eine finanzielle glorreiche Zukunft, wenn sie im sportlichen Bereich ein herausragendes Talent ist. Hier im Sport werden Sie gefeiert die Schwarzen, ja da liebt man sie wenn sie zur eigenen Abendunterhaltung beitragen, hier wünscht man ihnen Erfolg und alles Gute.

Nochmal: Kriminalität korreliert direkt mit Armut und/oder mangelnder Bildung. Und jetzt überlege dir wie das System aufgebaut ist und warum die Quote der Farbigen/Minderheiten hier scheinbar so tendenziell hoch ist. Es gibt GRÜNDE DAFÜR.

Das ist exakt die "weiße Brille" die ich angesprochen habe, man sieht nicht das große ganze, weil man vmtl selber von diesen Problemen nicht in diesem Ausmaß betroffen war. Deshalb lest ihr die Tage auch überall "educate yourself about racism". Damit ist nicht nur gemeint, dass man sich informiert was der Begriff bedeutet oder dass man sich über die Taten der Nazis informiert, sondern wie komplex und weitreichend Rassismus ist, warum er da ist, woraus er seine Wurzeln schlägt.

Du wurdest 10+ mal kontrolliert und bist vmtl rel. fein davon gekommen, super buddy. Jetzt stell dir mal die Frage was das Gesamtresultat wäre wenn du schwarz wärst. Und jetzt füge noch hinzu was wäre wenn du ein schwarzer in Amerika wärst und dort von der Polizei kontrolliert worden wärst. Und wie viel härter wären die Strafen ausgefallen. Man weiss es nicht, aber was wäre warscheinlich, was zeigt uns die Vergangenheit? Exakt, du ahnst es.

Dein letzter Abschnitt zu der BLM Bewegung stimmt so absolut nicht, sry. BLM hat sich in der Vergangenheit für sämtliche Minderheiten eingesetzt und sogar für weiße die Opfer übermäßiger Polizeibrutalität waren. Google it, informiere dich.

Dein Comment ist teilweise ein Paradebeispiel für die "white privilege" Denkweise. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass das alles ach so schlimm ist und warte mal, das hat schon teilweise alles seine Gründe warum so vorgegangen wird. Du lässt dabei jedoch die Basis außen vor, die Gründe die dazu beitragen WARUM es so ist wie es eben ist. Und das zieht sich durch die Dekaden (Segregation, mangelnde Rechte, Wahlausschluss und und und). Früher wesentlich ausgeprägter als heute.

Die Konsequenzen aus all dem Mist sieht und spürt man heute. Brille ab und.. educate yourself about (systemic) racism.


Tornano
Beigetreten: 11.12.2007

Original von Snookz
Das mit dem Racial Profiling ist auch so eine Sache. Bei Taschendiebstählen zum Beispiel stellt sich die Situation so dar:

Die Kriminellen seien oft in Banden organisierte Mehrfachtäter und fast 80 Prozent von ihnen nicht deutscher Herkunft — besonders hoch sei der Anteil algerischer und marokkanischer Tatverdächtiger.

https://www.wz.de/politik/landespolitik/taschendiebe-werden-selten-gefasst_aid-26109119

Ist es jetzt verwerflich, wenn die Polizei an Bahnhöfen hauptsächlich nordafrikanisch aussehende Menschen kontrolliert, wenn bekannt ist, dass 80 % der Taschendiebe nicht deutscher Herkunft sind?
Diese wichtige Information kann man doch nicht einfach ignorieren, weil die Nutzung der Information rassistisch wäre.
Was wäre dann die Alternative? Dass man für jeden kontrollierten Nordafrikaner auch einen Asiaten, einen Schwarzen und vier Deutsche kontrolliert, so in etwa nach dem Anteil an der Poulation "Bahnhofsbesucher", weil ja doch irgendwie jeder Taschendieb sein könnte?

Sobald Du feststellst, dass Farbige öfter "erfolglos" kontrolliert werden, gibt es grundsätzlich ja nur zwei mögliche Erklärungen, entweder sie werden öfter kontrolliert, als es der eigentlichen Kriminalitätsrate (in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung usw.) entspricht oder Farbige haben genetisch irgendeine Fähigkeit, dass Kontrollen bei ihnen weniger effektiv sind. Da sich Letzteres rational nicht begründen lässt, wird´s dann vermutlich an Ersterem liegen.