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[Geschlossen] Verlieben oder...verlieben?

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NoSekiller
Joined: 29.08.2006

Original von Hadi

Original von FjodorM
finds auch nicht richtig in einer Beziehung zu sein und eigentlich auf was anderes zu warten, ich persönlich wäre ziemlich verletzt wenn mir meine Freundin das erzählen würde.

Hmm - ich kann dich da bedingt verstehen, aber letzten Endes bin ich der Meinung, dass man auch mit dem vollen Bewusstsein, dass man seinen Partner womöglich nicht auf ewig behalten wird, eine glückliche Beziehung führen kann.

Dass man nicht auf etwas anderes warten sollte ist klar - aber dennoch war mir in der Vergangenheit schon bei einigen Freundinnen klar, dass das nicht die Mütter meiner Kinder werden. Das hat aber nichts an den Gefühlen, die ich ihnen gegenüber hatte, geändert.

sehr gesunde Einstellung imo =)


Temmi
Joined: 15.09.2005

Vielleicht liegt es ja auch nur an dem Begriff "Beziehung", welchen wir mit übermittelten "Werten" und "Erwartungen" definieren, wie z.B.: bis dass der Tod euch scheidet. :rolleyes:

Ich mag den Ausdruck "Lebensabschnittsgefährte/in". Denn wenn beide sich bewußt sind, dass sich sowieso mit der Zeit alles ändert und das auch akzeptieren, dann ist das für mich eine harmonischere und ehrlichere Beziehung als bei manchem Ehepaar, bei dem sich beide einfach nur an ihr Versprechen halten wollen.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. ;)


kslate
Joined: 25.12.2006

Habt ihr eigentlich schon mal daran gedacht das Liebe ein schleichender Prozess ist?
Es wird nicht plötzlich aus Freundschaft/Bekanntschaft "Liebe". In jeder Interaktion zwischen Mann und Frau steckt ein Stück weit Liebe. Wie weit diese geht hängt dann vom emotionalen Befinden beider Parteien ab.

Btw stimme ich Romeryo zu das Frauen sich öfters verlieben als Männer. Männer halten nur gern ihre Geilheit, für Liebe. Dabei ist es meist purer Eigennutz. Das merktman auch daran das ein Mann sich leichter durch Sex mit anderen Frauen trösten lässt ;).


Temmi
Joined: 15.09.2005

Original von kslate
In jeder Interaktion zwischen Mann und Frau steckt ein Stück weit Liebe. Wie weit diese geht hängt dann vom emotionalen Befinden beider Parteien ab.

Schon mal daran gedacht, dass der Mensch überhaupt nicht fähig ist zu lieben? These: Der Mensch liebt nur sich selbst, sonst nichts.

Wie Du so schön schreibst, dass es vom emotionalen Befinden abhängt, so formuliere ich das so: Je mehr das eigene Ego vom Partner befriedigt wird, desto mehr "liebt" man/frau. Folglich "liebt" der Mensch nur sein Ego!


Danke für die vielen Antworten und ich finde ihr alle habt auch recht dabei. Bei diesem Thema gibt es wohl kein "richtig" und "falsch".

Aber man kann es sogar noch viel komplizierter machen als es eh schon ist ;D

Ich denke Fall 1 ist sowas wie eine "naive Liebe", vermutlich geht es jedem so bei der ersten Beziehung im Leben, die sich anbahnt. Man hat ja null Erfahrung, kennt alles nur vom Hörensagen (oder auch nicht) und weiß nicht recht was man eigentlich erwarten kann. Leider wird dieses Thema wohl gerne bei Romanen, Kinofilmen und ähnlichen Medien ausgereizt und als realistisch verkauft, sodass viele womöglich dadurch völlig falsche Vorstellungen bekommen.
Was auch eine Katastrophe ist sind so Binsenweisheiten wie "Nein heißt ja" oder "Das ist ein Grund, aber kein Hindernis" oder "Wer aufgibt, hat schon verloren". Sowas wird ständig auch in Beziehungsfragen gebracht und meist völlig falsch interpretiert. So rennen die meisten einer völlig Desinteressierten für lange Zeit hinterher und reiten sich tiefer und tiefer in die Scheiße, nur weil sie an irgendwas magisches glauben, was noch zum Happy End führt.

Anyway, solche Sachen könnten für den ersten Fall verantwortlich sein. Von Geilheit würde ich da nicht sprechen, es ist einfach kein Gefühl der Leistengegend, sondern wirklich das im Bauch und im Herz. Als richtig verliebter Trottel weiß man wie sich das anfühlt.

Geilheit kommt dann auch eher bei Fall 2 mit hinzu. So ist es bei mir ja derzeit, das Mädl sieht einfach bombe aus. Aber dazu kommen auch schon ehemalige Erfahrungen wo es auch so war und trotzdem nicht ganz passen wollte, weil meist noch irgend ein nerviges Etwas rumstört, zB der nervige Ex oder andere Umstände, wie eine persönliche Zukunft, die ein Ende einer möglichen Beziehung schon absehen ließe.

Und es gibt auch Typen die nichts davon halten rumzuhuren oder mehrgleißig zu fahren. Ich bin so einer. Ich persönlich kann mich damit arrangieren einer Person zunächst auch ohne tiefgründigeren Gefühlen näher zu kommen und zu schauen was sich entwickelt, wenn sonst alles passt.
Leider hab ich die Angewohnheit sehr ehrlich zu sein und niemanden hintergehen zu wollen, sodass ich meist Klartext rede und klare Fronten ziehe. Da fängt das ganze dann auch an kompliziert zu werden^^


quarktasche
Joined: 19.04.2008

Original von kslate
Btw stimme ich Romeryo zu das Frauen sich öfters verlieben als Männer. Männer halten nur gern ihre Geilheit, für Liebe. Dabei ist es meist purer Eigennutz. Das merktman auch daran das ein Mann sich leichter durch Sex mit anderen Frauen trösten lässt ;).

QFT
Oft auch schon bei mir gemerkt, dass ich total verrückt (verknallt, verliebt?)nach einer war, sich dann aber nach ner zeit herausstellte, dass das nur was mit meinem ego zu tun hatte.
schon traurig primitiv irgendwie :(

naja :)


Der Thread hat mir schon ein bisschen geholfen^^ Hätte gedacht Fall 2 wäre der vermeindlich schlechtere. Aber anscheinend doch der Normalfall, zumindest für Kerls^^

Die Idee mit Lebensabschnittsgefährten klingt sehr gut und am ehesten nach dem, was ich derzeit brauch.


Beim Verliebtsein ist der Haupteffekt doch nur eine Form von Drogenrausch, daher dann auch das irrationale Verhalten und der üble Down/Entzug wenns rum ist oder schiefgeht. Jeder Mensch ist ein Junkie, manche nehmen Drogen ein um ihren emotionalen Zustand zu verändern, fast alle machen Dinge die den Körper/das Hirn dazu bringen eigene Drogen herzustellen die den emotionalen Zustand verändern. Beziehungen sind die krassesten Drogenfabriken und weil man oft nach einem der Zustände süchtig/suchend wird wiederholt man immer wieder die gleichen Abläufe und sucht Muster die einen schonmal draufgeschickt haben. Daher auch die schrägen Situationen und realtiv unlogischen Verhaltensweisen von Menschen in Beziehungen. Irgendwo sucht man praktisch immer nach dem Gegenpart der einem die meisten Ups und die wenigsten Downs verpaßt. Wenns mal mehr Downs als Ups sind sieht man aber nach gewisser Gewöhnungszeit auch darüber hinweg weil man die Ups nicht vermissen möchte (eindeutig abhängiges Verhalten, wir sind alle verschissene Junkies die ihren Rausch suchen und beinahe alles dafür tun würden). Am besten ist es sich bei einer Partnerschaft jemanden auszusuchen der zu einem paßt und mit dem man zusammen mehr erreicht als alleine, ansonsten macht es eigentlich kaum sinn eine Partnerschaft einzugehen außer seiner Sucht zu fröhnen. Hollywood hat viel zu der Suchtproblematik beigetragen weil sie ein verklärtes Bild der Beziehungs-Junkies gefördert und jegliche rationalen Herangehensweisen an Partnerschaften ausgeblendet haben. Damit schafft man zwar Kasse aber hilft den Leuten nicht wirklich ihr Leben oder ihre Partnerschaften besser auf die Reihe zu kriegen. Eine Partnerschaft mit jemandem einzugehen mit dem man nicht auch eine gute Freundschaft pflegen würde ist immer ein Zeichen für die Junkie-Konstellation (und der Normalfall).


Interessanter Gesichtspunkt^^

Lässt sich schonmal nicht von der Hand weisen. Ich kam relativ früh schon auf die Idee mir einen Partner zu suchen der auch noch zu mir passt, wenn die anfänglichen Glücksgefühle allmählich nachlassen. Daher hab ich ja auch so hohe Ansprüche an eine Partnerin. Nur weiß ich manchmal nicht ob mir das auch den Weg verbaut mit etwas weniger Ansprüchen trotzdem glücklich zu sein und vielleicht weniger rationales Kopfkino zu erleiden xD


Att0r
Joined: 27.02.2007

gestern mal wieder "My Sassy Girl" geschaut, bei dem Film kommen irgendwie immer ein paar Tränen hoch, obwohl ich weiß das es nen happy end gibt!

:heart: Elisha :heart: