Original von derlai
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Diese Wertpapiere vertickt der Staat an Privatleute im In- und Ausland, sowie an ausländische Regierungen und *drumroll* an die eigene Zentralbank. Aber zu der gleich mehr.
Nach ein paar Jahren merkt der Staat dann dass er nicht nur die ganzen 1000er an die Leute zurückzahlen muss, sondern auch noch die Zinsen dafür.
Wo das ganze Geld hernehmen, schließlich lässt sich das alles garnicht über Steuern tilgen, zusammen mit den restlichen Haushaltsausgaben? Also NOCH MEHR Staatsanleihen verticken. Ja richtig, dadurch wachsen die Schulden exponenziell und nein das kann auf Dauer nicht gut gehen. Fleißiger Mitstreiter des Staates ist dabei die Zentralbank. Sie kann Geld drucken. Einfach so. Braucht der Staat Geld kann er der Zentralbank einfach ne Staatsanleihe verticken... natürlich wieder mit dem Versprechen es verzinst zurückzuzahlen.
Als Dank für dieses tolle Wertpapier bedruckt die ZB etwas Geld (oder trägt im Computer ne Zahl aufm Konto ein) und überreicht es feierlich dem Staat. Durch dieses großartige Verfahren steigt außerdem die Geldmenge exponentiell. Und da Geld im Tauschwert - wie alle andern Güter auch - Angebot und Nachfrage unterliegt, heißt das fiese Inflation. Wenn auf einmal die doppelte Geldmenge den gleichen Waren und Dienstleistungen gegenübersteht verdoppeln sich langfristig einfach die Preise und jeder einzelne bestehende Dollar ist nur noch die hälfte Wert. Das ist die fiese Steuer der Inflation.
Die Kaufkraft wird natürlich nicht gleichmäßig gedämpft. Die, die das neue Geld zuerst ausgeben (der Staat) bekommen noch die volle Kaufkraft, bis das neue Geld unters Volk gemischt ist und die die Preise nach oben anpassen. Wer zuletzt shoppen geht bekommt nur noch teuer./rant
Die EZB darf keine Staatsschuldtitel kaufen. Einige andere ZBs seit neuestem (quantitative easening) wohl schon.