Allgemein, ohne jetzt nach irgendwelchen Arbeiten darüber gesucht zu haben, wird es ganz grob auf den Charakter des einzellnen ankommen.
Wodurch wird der Charakter geprägt?
- Eben, durch alles das, was du geschrieben hast. Freunde, Familie, Bekannte, Mitschüler usw...
Von daher wird auch ein bestimmter Prozentsatz dieser Prägung dafür verantwortlich sein, welche Musik man bevorzugt.
Auf der anderen Seite...
1. Es gibt unzählige Menschen, die keinen Musikgeschmack haben.
---> "Ich hör alles" ist z.B. kein Musikgeschmack mmn. Typischerweise ist dieser Opportunismus bei Frauen jeglichen alters anzutreffen
Jetzt kann man von der psychologisch Seite warscheinlich wieder ankommen, dass dies wiederum dem Charakter geschuldet ist (Mitläufer u.ä. warscheinlich).
Wobei die, die sagen, Sie hören alles, hören definitiv nicht alles. Die haben blos keinen Plan. Der Standard 0815 "ich hör alles- Typ" wird irgendwas von Lena, über Mark Medlock bis bestenfalls Oasis und Robbie Williams hören. Dieser Typus Mensch wird nur selten gefallen an Bands wie Eisregen finden.
2. Die "Fans".
Es gibt ja leute, die sich abgrenzen. Die Emos, die Gothicszene, Black Metal usw... Die werden schon aufgrund Ihrer Gruppenzugehörigkeit niemals aus diesem Musikgeschmack ausbrechen. Ich denke, das sind die Leute, die am ehesten durch Freunde geprägt wurden.
3. Die "Differenzierer" (spontane selbsterfundene Wortschöpfung)
Hören von vielen Musikrichtungen nur ganz bestimmtes (zähle ich mich dazu). Man hört Metal, aber nur 2-5 Bands. Der Rest ist schrott. Man hört Pop, aber nur 2-5 Interpreten, der rest ist schrott. Man hört Jazz, aber nur 2-5 Interpreten. der Rest ist schrott. Man hört Minimal zum Partymachen, verabscheut aber jegliche Disco standard House-Musik. Man hört Klassik, aber nur, wenn man in einer bestimmten Stimmung ist. usw...
Außerdem wird es wohl kaum jemanden geben, der sein leben lang immer nur das gleiche hört.
Wenn ich mich als beispiel nehme, gibt es zwar einen kleinen roten Faden, der schlängelt sich aber. Grundtendenz war immer rockig, zwischendurch mal weniger rockig (Blumentopf/Samy Deluxe/ 70er Hippie Mucke) mit ein paar ausflügen in andere Musikrichtungen, später dafür um so rockiger (Metallica). Dabei bleibts auch nun, da bin ich mir sicher.
Was die Lieblingsfarbe angeht. Das ist doch wieder son Frauending, oder?
Welcher Kerl hat bitte eine Lieblingsfarbe?
Ich kann dir sagen, ich hasse Rosa und Pink. Schwul. Ich würde mein Schlafzimmer niemals in diesen Farben streichen.
Ansonsten... Is mir Wurscht. Wenn meine Lieblingsfarben die Farben sind, die hauptsächlich meine Kleidung beinhaltet, so sind dies zumeist deckte Farben. Tendenziell eher Dunkel, als Hell. Und wenn Hell, dann definitiv nicht schreiend Bund. Ich laufe durchaus mit gelb durch die Gegend, aber nicht mit Neon.
Lieblingsfarbe haben denke ich die wenigsten männlichen Erdenbürger.
Ist eher die Frage, wie Bunt jemand durch die gegend rennt.
Und das ist dann wohl wieder auf den Charakter=Prägung zurück zu führen.
Bin ich extrovertiert und/oder aufdringlich, ist denk ich die Warscheinlichkeit hoch, wie ein Metrosexueller möchtegern Backham/Ronaldo durch die gegend zu schlawenzeln.
Bin ich ein stückweit introvertiert/zurückhaltender/bedachter werden wohl eher gedeckte Farben gewählt.
Insgesamt hat beides mit Charakter zu tun. Tendenziell bin ich mir sicher, wird ein Rosa-Hemdtragender Backhamverschnitt, der im Caprio durch die Gegend fährt und dabei laut Makarena hört definitiv niemals mein Kumpel werden. Ich will den nichtmal kennen lernen.
Da hab ich mich selbst zu einem neuen Grund erklärt:
4 Soziale Abstammung
Die hat sicherlich auch etwas mit dem Musik Geschmack zu tun.
Ich stelle mal die These auf:
Je besser die soziale Stellung, desto unwarscheinlicher, dass man Gangsta Rap hört.
Bist du Hartz IV Kind, hörst du tendenziell sehr warscheinlich Sido und Bushido.
Im endeffekt sind wir wieder irgendwo bei der Prägung.
no offence!
Ist etwas überspitz, aber nicht unwahr denk ich.
Das sind meine Erfahrung, mag sein, dass man damit nicht konform geht. Muss man ja auch nicht. Deswegen, alles nur tendenzen.
Es gibt sicherlich auch den Black Metal hörenden Schönling aus reichem Hause, wie es auch den Mozart und Bach hörenden Harz IV Haushalt gibt.
Alles relativ.