Original von FjodorM
Früher hat beim Schach auch der Weltmeister bei Unentschieden den Titel behalten. Nur warens da noch 24 Partien, bei einem Kampf über 12 Partien wäre es ein zu großer Vorteil.
Wenn ich mich an Tripolis 2004 erinnere, da wurde Rustam Kasimzhanov Weltmeister, weil er in den letzten 3 Runden nur aufgrund des Schnellschachs gewann und weiter kam. Okay die Nr. 54 der Welt wird es heutzutage aufgrund der Zulassungsbedingungen der FIDE kaum in den Kandidatenzyklus hinein schaffen, aber bei Kramnik-Leko, anno 2004 in Brissago gabs auch kein Tiebreak. Kramnik musste die 14. und letzte Partie gewinnen, um im Match Unentschieden erreichen und damit Weltmeister zu bleiben. Ob 14 oder 12 Partien, sollte da doch keine große Rolle mehr spielen. Dass es dann bei der Titelvereinigung 2006 mit Topalov einen Tiebreak gab, ist ja verständlich - es durfte ja nur einer übrig bleiben.
Letztlich wird der Wert eines Weltmeisters auch durch seine vorhergehenden Titelträger und deren Regentschaften definiert. Wichtiger empfinde ich da, dass alle 2 Jahre eine Weltmeisterschaft stattfindet.