Zum Forum springen
Doping im Leistungs...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Doping im Leistungssport

129 Beiträge
65 Benutzer
0 Reactions
19 K Ansichten
DuneBuggy
Beigetreten: 29.01.2007

Da im TdF-Thread ständig durch Doping-Diskussionen vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird, eröffne ich hier mal nen eigenen Thread, wo man sämtliche Doping-Geschichten (nicht nur im Radsport) gerne ausdiskutieren kann, wenn's denn unbedingt sein muss.

Meine Meinung deckt sich im Prinzip mit dieser Kolumne, die bereits 3 Jahre alt ist.


Antwort
Zitat
128 Antworten

Das im überall Leistungssport gedopt wird ist klar, aber bei solchen Aussagen könnt ich immer wieder kotzen:

B. Wiggins

"Ich bin kein Bernhard Kohl. Ich weiß, dass ich sauber bin. Man kann die Tour hervorragend mit Wasser und Brot meistern. Doping habe ich nie angerührt. Wäre ich fünf Jahre älter, wäre ich aber wohl reingerutscht."

Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2137809_0_9223_-tour-de-france-2009-niemand-rechnet-mit-wiggins.html

Die Jahre zuvor im Grupetto den Berg hochfahren und dann plötzlich ganz vorne in der Weltklasse vertreten. Ok alles klar :rolleyes:

Oder die Leute die sowas sagen, definieren "sauber sein" darüber das sie eben leistungssteigernde Mittel nehmen die so neu sind, dass sie nicht auf der Dopingliste stehen ?(


Antwort
Zitat
DuneBuggy Themenstarter
DuneBuggy
Beigetreten: 29.01.2007

Das ist ja gerade das größte Problem an der Sache: zugeben kann es keiner, es muss immer alles bestritten werden. Aber diejenigen, die es am lautesten abstreiten, machen sich letztendlich am lächerlichsten.
Dann doch lieber die Klöden-Taktik. Abstreiten ja, aber nicht bei jedem überführten Fahrer schockiert tun und den Moralapostel spielen. Kommt dann natürlich bei einigen auch wieder nicht gut an, wenn er nicht mehr mit deutschen Medienvertretern reden will, ist mir persönlich aber 100mal lieber als ein hysterischer "Hundehämaglobin???? ICH BITTE SIE!!!!" - Jens Voigt (epic Auftritt damals im Sportstudio btw)


Antwort
Zitat
TheCap
Beigetreten: 19.02.2006

Stimmt, das unschuldige Getue kann man schon bald nicht mehr hören.

Im letzten Jahr hatte ich mal einen Bericht im Fernsehen über die Anfänge der Tour gesehen und musste feststellen, dass damals schon gedopt wurde und zwar mit Wein und etwas später natürlich mit anderen Mittelchen.
Ich denke man wird das Doping im Sport nie in den Griff bekommen, weil zuviel Geld dahinter steckt.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

gute kolumne so ist es einfach, was an noch dazu sagen muss dass die sportart(radsport) die am meisten gegen doping kämpft sich dadurch ein eigenes kleines grab geschaufelt hat, da nun die öffentlichkeit denkt oh die dopen alle..
bei olympia stellen die ard reporter bolt dumme fragen, und freuen sich über britta steffen...
der ganze sport is verseucht, meiner meinung nach gibts nur eine lösung, und die ist alle mittel die dem körper nachweislich nich schaden zu erlauben.
es wird immer leute geben die dopen, und diese leute werden die titel unter sich ausmachen. deshalb seh ich keinen anderen ausweg

edit:
zu dem geld ich denke da is schon was dran, aber ich denke das is nichma das übel, es gibt genug hobby sportler die sich auch irgendwas reinpfeifen, und die damit keine kohle verdienen.


Antwort
Zitat
Coldplay01
Beigetreten: 08.02.2006

Paßt ja gut rein, alleine die Meldungen von heute:

5 jamaikanische Sprinter gedopt

Beim Dopingmittel "Geref" versagen die Kontrollen

Als Arzneimittel ist es nicht mehr zugelassen, aber in Sportlerkreisen wohl ein beliebtes Dopingmittel: "Geref". Das ARD-Magazin "Monitor" wies nun nach, wie einfach die leistungssteigernde Substanz zu beschaffen ist - vorbei an allen Kontrollen. "Geref“ führt im Körper zur Ausschüttung von Wachstumshormon und damit zu mehr Muskelmasse und schnellerer Erholung. "Geref" ist dem Bericht zufolge seit Jahren in Dopingkreisen bekannt.
Komplette Jahresdosis für weniger als 2000 Dollar

Redakteure orderten eine komplette Jahresdosis des Dopingmittels für weniger als 2000 Dollar via Internet aus China. Die Reporter erreichte ein Paket, dass den Zollpapieren zufolge angeblich harmlosen und praktisch wertlosen Zucker enthielt. Doch eine Laboranalyse war eindeutig: Die Substanz aus China war "Geref".


Antwort
Zitat
TheCap
Beigetreten: 19.02.2006

Original von domano
zu dem geld ich denke da is schon was dran, aber ich denke das is nichma das übel, es gibt genug hobby sportler die sich auch irgendwas reinpfeifen, und die damit keine kohle verdienen.

Stimmt, da hast du auch wieder Recht, solche gibts auch, siehe viele Hobby-Bodybuilder.
Das ist aber dann noch schlimmer, die machen ihren Körper kaputt und bekommen nicht mal Kohle dafür.


Antwort
Zitat

ach, du darfst solche Aussagen nicht so auf die Goldwaage legen.
Die Leben mehr oder weniger in ihrer eigenen Dopingwelt und für ihr Verständnis betrügen sie ja niemanden(wie Ulle ja ständig sagt), da ja ihrer Meinung nach jeder es macht.

Ist mir auch unerklärlich, wie so Leute wie Landis sich mit Testosteron vollpumpen und ernsthaft glauben sie werden nicht erwischt. Das ist bei denen teilweise pure Verzweiflung.. Ähnlich bei Vinokurov, beide verloren massiv Zeit in der vorherigen Etappe und in der nächsten waren sie dann deutlich überlegen.. Daran kann man schon sehen wieviel Doping ausmachen kann.

Sachen die nicht auf der Dopingliste stehen wirds kaum geben.
Hat ja auch fast jeder Radfahrer Asthma, damit sie sich legal Cortison spritzen können :rolleyes: (auch viele andere Sportler.. will nicht nur Radsportler verteufeln)

Sehr lustig in den 90ern war auch das Gewiss Ballan team, u.a. mit dem guten alten Riis im Team. Teamarzt war Ferrari und es war wohl das erste Team, dass systematisch Epodoping im Radsport betrieben hat.
http://en.wikipedia.org/wiki/Gewiss-Ballan
http://www.cycling4fans.de/index.php?id=1424

die Ergebnisse könnt ihr in den 2 links sehen

Soviel kann Doping also ausmachen, nicht nur diese "paar Prozent"
Man vergisst dabei einfach, dass man sich durch Hämatokrit steigernde Substanzen(EPO) fit machen kann.
Der Hämatokrit grenzwert liegt heutzutage bei 50, wer den überschreitet wird gesperrt. Es ist wahrscheinlich durch viel Höhentraining und sehr gute Vorbereitung möglich in die Tour de France mit einem wert von 48,49 zu starten, bzw diesen während der Tour auf diesen Höchstwert zu bringen. Nur sinkt danach der Wert rapide, ein ungedopter Fahrer würde wohl mit einem Wert von 30 nach Paris kommen. Mit Epo kann man diesen Wert aber stetig oben und sich somit fit halten. Das wird von vielen Leuten die überlegen wieviel Doping ausmacht, überhaupt nicht beachtet.
Auch muss man sich dadurch gar nicht so perfekt auf so eine Rundfahrt vorbereiten. Klar, man muss wenig Gewicht draufhaben(nicht so wie Ulle) und die Muskeln müssen trainiert sein. Aber Epo übernimmt 50% der Vorbereitung, meiner Meinung nach.

In dem einen Link sieht man ja die Hämatokritwerte der Gewiss Ballan-Fahrer zu einer Zeit, als es diesen Grenzwert noch nicht gab.
Da gabs dann echt Fahrer mit einem Hämatokritwert von 60, das Blut von diesen Fahrern wäre damit schon fast sirupartig und die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstands enorm.
D'hont, der langjährige Team Telekommasseur, sagte ja , dass Riis 1996 teilweise auch so einen hohen Wert hatte. Die Teamärzte untersuchten jeden morgen das Blut, da sie die Fahrer natürlich auch nicht so extrem gefährden wollten. Aber Riis hat sich das Zeug einfach selbst weitergespritzt.

Der Erfolg von dem Team hörte auf, als die Fahrer, wie Riis zu anderen Teams kamen und da systematische Doping einführten (Team Telekom 1996, 1997 etc)

Klar ist Wiggins sprunghafter Leistungsanstieg etwas merkwürdig, aber er ist durchaus durch Gewichtsverlust und besseres Training zu erklären, da man einfach davon ausgehen kann, dass er schon bei seinen Olympiasiegen 2000 und 2004 auf dem Bahnrad gedopt war.
Der wird jetzt nicht viel mehr gedopt sein.

Man kann übrigens davon ausgehen, dass in Sportarten wie Tennis und Fussball Epodoping schon früher angefangen hat, da, besonders im Tennis der 80er, es einfach eine riesige Medienpräsenz und eben auch viel Geld im Spiel war.


Antwort
Zitat

das is auch noch ein schöner artikel (aus nem anderen doping thread geholt), 1 jahr alt

ehemaliger dopingarzt a. heredia packt aus
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,571031,00.html


Antwort
Zitat
rampe0815
Beigetreten: 23.06.2007

Original von DuneBuggy
Das ist ja gerade das größte Problem an der Sache: zugeben kann es keiner, es muss immer alles bestritten werden. Aber diejenigen, die es am lautesten abstreiten, machen sich letztendlich am lächerlichsten.
Dann doch lieber die Klöden-Taktik. Abstreiten ja, aber nicht bei jedem überführten Fahrer schockiert tun und den Moralapostel spielen. Kommt dann natürlich bei einigen auch wieder nicht gut an, wenn er nicht mehr mit deutschen Medienvertretern reden will, ist mir persönlich aber 100mal lieber als ein hysterischer "Hundehämaglobin???? ICH BITTE SIE!!!!" - Jens Voigt (epic Auftritt damals im Sportstudio btw)

klar geht ihm das auf die nerven, würde aber auch gerne mal was von ihm zum rennverlauf hören. sollen sie sich halt vorher einigen keine fragen zum thema doping und gut


Antwort
Zitat

Wie geht denn das, dass der Contador so viel besser ist als alle anderen? Man kann doch davon ausgehen, dass in der Spitzengruppe alle dopen, aber wie erklärt sich sein Vorsprung?
Sehr merkwürdig war auch die Kaffeepause bei der Dopingkontrolle in der 1. Woche...


Antwort
Zitat
TheCap
Beigetreten: 19.02.2006

Original von Mart1
Wie geht denn das, dass der Contador so viel besser ist als alle anderen? Man kann doch davon ausgehen, dass in der Spitzengruppe alle dopen, aber wie erklärt sich sein Vorsprung?
Sehr merkwürdig war auch die Kaffeepause bei der Dopingkontrolle in der 1. Woche...

Das Blut von Contador nimmt den Sauerstoff besser auf als bei allen anderen habe ich soeben hier gelesen:
http://sport.t-online.de/c/19/51/41/72/19514172.html
Er ist der Serien-Mercedes in der Formel 1.


Antwort
Zitat

Original von DuneBuggy
Da im TdF-Thread ständig durch Doping-Diskussionen vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird, eröffne ich hier mal nen eigenen Thread, wo man sämtliche Doping-Geschichten (nicht nur im Radsport) gerne ausdiskutieren kann, wenn's denn unbedingt sein muss.

Meine Meinung deckt sich im Prinzip mit dieser Kolumne, die bereits 3 Jahre alt ist.

meine im wesentlichen auch.

doping ist halt ein mittel, um sich die letzten paar promille an vorteil zu verschaffen und ganz oben zu stehen. ein künstliches pimpen des körpers. nichts anderes passiert durch die weiterentwicklung der ausrüstung in diversen sportarten. besseres material, höhere siegchancen. auch da gibts klare regeln, was erlaubt ist, und was nicht. wer die verletzt, wird halt bestraft. dennoch wird natürlich weiterentwickelt im rahmen der regeln oder die regeln werden sogar angepasst. ähnlich ist es ja beim doping. es werden mittel entwickelt, die schwerer nachweisbar sind oder noch nicht auf den verbotslisten auftauchen. doping sollte nicht freigeben werden. gut, wenn es kontrollen gibt. dennoch gehört es zu jeder sportart, zur einen mehr, zur anderen weniger. man kann es moralisch verwerflich finden. ich schaue sport trotzdem gern, denn der wettkampf bleibt wettkampf und die leistungen sind trotzdem enorm. und um diese abzurufen bedarf es einer guten vorbereitung, trainingsplanung etc. und wer sich erwischen lässt, hat sich halt nicht optimal vorbereitet. die anderen eben schon und verdienen auch den sieg.


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

naja...denke auch das überall gedopt wird....mal mehr, mal weniger...

speziell im Radsport geht mir das inzwischen auf die Nerven....da sind die Kontrollen im Gegensatz zu den andern Sportarten schon enorm...

und zu denen die einfach die Unschuldlämmer nicht hören können - was sollen sie denn anderes machen. Man kann ihnen nichtmal nen Vorwurf machen dass sie dopen...
stellt euch mal vor ihr wart immer Leistungssportler im Radsport, seit 10Jahre auf dem normalen Job raus - oder habt keinen und verdient jetzt 30-40k im Jahr.
Wenn dann noch ne Familie zuhause ist, hat man einfach keine andere Möglichkeit...da heissts dann dopen oder weg...und für sie heisst das dann praktisch dopen oder arbeitslos...
daher hab ich für die Sportler ein gewisses Maß an Verständnis....jedoch nciht für die Trainer bzw. Funktionäre...

Und das Contador soviel besser ist - naja ein gewisses Talent gehört halt dazu...jede Sportart hat seine Ausnahmekönner...mit und ohne Doping...


Antwort
Zitat

Original von Mart1
Wie geht denn das, dass der Contador so viel besser ist als alle anderen? Man kann doch davon ausgehen, dass in der Spitzengruppe alle dopen, aber wie erklärt sich sein Vorsprung?
Sehr merkwürdig war auch die Kaffeepause bei der Dopingkontrolle in der 1. Woche...

wie wärs mit training ?

wie schafft es ein usain bolt allen davonzurennen, ein michael phelps allen davonzuschwimmen und wieso dominierte ein roger federer so lange das tennisgeschehen ?

all diese sind halt außnahmetalente mit idealen physischen vorraussetzungen und idealem training


Antwort
Zitat

Original von SevenTwoOff
all diese sind halt außnahmetalente mit idealen physischen vorraussetzungen und idealem training

vielleicht werden ihre superleistungen auch erst zur ausnahme durch entsprechende zusatzpräparate?


Antwort
Zitat

Original von spiderbyte71

Original von SevenTwoOff
all diese sind halt außnahmetalente mit idealen physischen vorraussetzungen und idealem training

vielleicht werden ihre superleistungen auch erst zur ausnahme durch entsprechende zusatzpräparate?

und sie sind natürlich die einzigen denen solche mittel zur verfügung stehen :rolleyes:


Antwort
Zitat
Kermaine
Beigetreten: 08.01.2007

Kann nur jedem den Film "Bigger, Stronger, Faster" zum Thema Doping empfehlen.

Hier ein paar mehr Ausschnitte.

Ich selber finde es halt scheinheilig das man sich nur auf Profisportler eingeschossen hat. Überall wird gedopt, sei es der Student der auf Amphetaminen lernt, der Klavierspieler der Beta-Blocker nimmt usw, aber nur die Sportler werden als Verbrecher und Betrüger hingestellt. Auch unter den Pokerspielern gibt es Leute die auf irgendwelchen Pillen spielen.

Interessant sind auch die Leute die von der Natur "gedopt" werden. Nehmen wir dieses 4jährige Kind hier das einen Gendefekt hat. http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E7A2D1B3E890C4528B84254BC545D3D26~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Nehmen wir mal an er wird keine Probleme deswegen bekommen und wird Gewichtheber und dominiert sein Feld. Ist es dann Unfair weil er einen so erheblichen Vorteil hat und dieser von der Natur ist und nicht von einem chinesischen Gendoping Labor?

Bei No-Skill Sportarten kommt es auch nur auf die Physis an, Doping wird viel zuviel zu gesprochen. Man könnte wohl jeden weißen Menschen soviel Dopen wie man will und keiner würde es in die Top 10 der Welt schaffen.


Antwort
Zitat
Annuit20
Beigetreten: 14.09.2007

Gibt wohl auch einige die in den unteren Fussball klassen dopen.


Antwort
Zitat

Original von SevenTwoOff

Original von spiderbyte71

Original von SevenTwoOff
all diese sind halt außnahmetalente mit idealen physischen vorraussetzungen und idealem training

vielleicht werden ihre superleistungen auch erst zur ausnahme durch entsprechende zusatzpräparate?

und sie sind natürlich die einzigen denen solche mittel zur verfügung stehen :rolleyes:

was gibts da mit den augen zu rollen. dass nicht nur ihnen mittelchen zur verfügung stehen, ist ja überhaupt nicht der punkt. es geht doch darum, dass ihr perfektes training oder ihre überdurchschnittlichen physischen fähigkeiten nicht als außerordentlich zur geltung kämen, wenn nur ihre gegner nachhelfen würden und sie nicht. dennoch sind es halt supersportler und haben die nötige anerkennung verdient. allerdings kommt ihnen oft so ein gottähnlicher status der unfehlbarkeit zu und der aufschrei ist groß, wenn einer mal erwischt wird. oder es wird ihnen eben nicht diese außergewöhnlichkeit zugestanden und gleich vermutet, sie könnten das nur mit verbotenen mittelchen.


Antwort
Zitat
Teilen: