ach, du darfst solche Aussagen nicht so auf die Goldwaage legen.
Die Leben mehr oder weniger in ihrer eigenen Dopingwelt und für ihr Verständnis betrügen sie ja niemanden(wie Ulle ja ständig sagt), da ja ihrer Meinung nach jeder es macht.
Ist mir auch unerklärlich, wie so Leute wie Landis sich mit Testosteron vollpumpen und ernsthaft glauben sie werden nicht erwischt. Das ist bei denen teilweise pure Verzweiflung.. Ähnlich bei Vinokurov, beide verloren massiv Zeit in der vorherigen Etappe und in der nächsten waren sie dann deutlich überlegen.. Daran kann man schon sehen wieviel Doping ausmachen kann.
Sachen die nicht auf der Dopingliste stehen wirds kaum geben.
Hat ja auch fast jeder Radfahrer Asthma, damit sie sich legal Cortison spritzen können
(auch viele andere Sportler.. will nicht nur Radsportler verteufeln)
Sehr lustig in den 90ern war auch das Gewiss Ballan team, u.a. mit dem guten alten Riis im Team. Teamarzt war Ferrari und es war wohl das erste Team, dass systematisch Epodoping im Radsport betrieben hat.
http://en.wikipedia.org/wiki/Gewiss-Ballan
http://www.cycling4fans.de/index.php?id=1424
die Ergebnisse könnt ihr in den 2 links sehen
Soviel kann Doping also ausmachen, nicht nur diese "paar Prozent"
Man vergisst dabei einfach, dass man sich durch Hämatokrit steigernde Substanzen(EPO) fit machen kann.
Der Hämatokrit grenzwert liegt heutzutage bei 50, wer den überschreitet wird gesperrt. Es ist wahrscheinlich durch viel Höhentraining und sehr gute Vorbereitung möglich in die Tour de France mit einem wert von 48,49 zu starten, bzw diesen während der Tour auf diesen Höchstwert zu bringen. Nur sinkt danach der Wert rapide, ein ungedopter Fahrer würde wohl mit einem Wert von 30 nach Paris kommen. Mit Epo kann man diesen Wert aber stetig oben und sich somit fit halten. Das wird von vielen Leuten die überlegen wieviel Doping ausmacht, überhaupt nicht beachtet.
Auch muss man sich dadurch gar nicht so perfekt auf so eine Rundfahrt vorbereiten. Klar, man muss wenig Gewicht draufhaben(nicht so wie Ulle) und die Muskeln müssen trainiert sein. Aber Epo übernimmt 50% der Vorbereitung, meiner Meinung nach.
In dem einen Link sieht man ja die Hämatokritwerte der Gewiss Ballan-Fahrer zu einer Zeit, als es diesen Grenzwert noch nicht gab.
Da gabs dann echt Fahrer mit einem Hämatokritwert von 60, das Blut von diesen Fahrern wäre damit schon fast sirupartig und die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstands enorm.
D'hont, der langjährige Team Telekommasseur, sagte ja , dass Riis 1996 teilweise auch so einen hohen Wert hatte. Die Teamärzte untersuchten jeden morgen das Blut, da sie die Fahrer natürlich auch nicht so extrem gefährden wollten. Aber Riis hat sich das Zeug einfach selbst weitergespritzt.
Der Erfolg von dem Team hörte auf, als die Fahrer, wie Riis zu anderen Teams kamen und da systematische Doping einführten (Team Telekom 1996, 1997 etc)
Klar ist Wiggins sprunghafter Leistungsanstieg etwas merkwürdig, aber er ist durchaus durch Gewichtsverlust und besseres Training zu erklären, da man einfach davon ausgehen kann, dass er schon bei seinen Olympiasiegen 2000 und 2004 auf dem Bahnrad gedopt war.
Der wird jetzt nicht viel mehr gedopt sein.
Man kann übrigens davon ausgehen, dass in Sportarten wie Tennis und Fussball Epodoping schon früher angefangen hat, da, besonders im Tennis der 80er, es einfach eine riesige Medienpräsenz und eben auch viel Geld im Spiel war.